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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

Wedemeyer, A.: Gradnetze zenitaler Karten großen Maßstabes: 567 
voneinander getrennt sind, ist der von Bludau vorgeschlagene Weg, überhaupt 
nicht gangbar. Die Rechnung und die Zeichnung sollten daher so angelegt 
werden, daß entweder x- oder y-Koordinaten zu berechnen oder zu zeichnen sind. 
Ich empfehle daher, die y-Achse mit einer Millimeter-Teilung zu verschen und vor 
Eintragung der x-Koordinaten. durch die Teilpunkte 100, 200, 300 ..... 100n Milli- 
meter Parallelen zum Mittelmeridian zu ziehen oder besser noch dieselbe Teilung 
auch am Ober- und Unterrande vorzunehmen. und je drei zusammengehörige Werte 
zu. verbinden (Fig. 4). Fehler in der Teilung deckt .diese Zeichnung sofort ‚auf. 
Setzt man x=x,+4x und setzt für x, seinen Wert aus (4a) ein, so geht (4) 
über in: ; 
x 2sind cös d ” ‘cd 
Ax — cos? d — sin?h M Axt y' cos? d —sin?b 0 
( Ax— sin d cos d M) —_ sin? d cos? d M? + y? cos? d (cos? d — sin? b) 
cos?! d — sin? b (cos? d — sin? bj)? » 
sind cos d M sind cosdM 1/. y?!(cos?d—sin?b) . 
A ER m — 
cos? d — sin? b cos? d — sin? b M?} sin’ .d 
_ _sindcosdM (, Ya) f - 
* cos?d—sin?b \. )."*  M#sin?d ; 
| Im Bereiche der Karte ist das Glied m=y? (cos?d. — sin?b): (M?*sin?d) 
eine kleine Größe. Die Wurzel darf daher in eine Reihe entwickelt werden, : Es ist 
0 VIZB=pn CZ Dann, 
mithin wird ... . . 
sind cos d M ; 
4X = Ad — sin?b m + 3 m + 75 m* + 735 m +04) 
sindcosd-M y?2 (cos? d — sin? b) 
cos? d —sin?b‘ _ 2M?*sin?d a 
cotd ; : ; 
= PS At im- mt jrmit... ) 
Setzt man endlich zur Abkürzung 
Ar ya td so 24% 
A A 
y2(cos?d — sin?b) _ y? cos (d + b) cos(d —b) _ 24 xg cos (d + b) cos (d — b) _ 4 4 x, cos(d + b) cos (d —b) 
M?sin?d  . Msind.Msind cosd .Msind Sn Msin2d 
=44xz;,n, 80 wird 
4x = Axg-+ 4x?n +2 4x n? +5 Axtn3 + 14 4x, nt 42 Axyen5 +... 
ä _y*cotd, n = 908 (d + b) cos (d — b) 
7 AM Mein2d 
Ax läßt sich auch in geschlossener Form darstellen, 
wenn Gl. (4) eine Ellipse darstellt. Eine Ellipse geht 
in einen Kreis über, wenn man die y-Koordinate im 
Verhältnis „große Halbachse a : kleine Halbachse: b“ 
vergrößert (Fig. 5): Aus (4) folgt 
A’ sind cos d M bb Msind ;thi 
 co8?d — sin?b 7 Voosd ansp ) A 
d & x . 
= nn... + ——. Es wird daher die Kreis- 
b‘ YVeos?d-—ein?b 
koordinate ; a 
Pay tt, nn} 
b Vcos?d — sin?b- . 
Der zu dieser Ordinate gehörige Zentriwinkel @x ergibt sich aus 
sina = Yıa= y:b. . 
Dann ist AXx = a(l1— cos «) = 2asin?z- 
_- Ist nur ein Punkt des Breitenparallels zu berechnen, ’wie in der stereö- 
graphischen Karte, so verdient die Berechnung von 4x nach (5a) den Vorzug,
	        
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