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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1918. 
daß in den Zeiten der reichsten Sonnenflecken die Eisgrenze nörd- 
licher als in den fleckenarmen ‚Jahren liegt, und zwar im ‚Juni durchschnittlich um 
11!/,°, im Juli um 1° der Breite, und daß dementsprechend auch die im Juni— Juli 
der Fleckenminimalepochen von Eis bedeckte Fläche um rnnd 200000 qkm größer 
Tabelle XII]. Mittlere Breitenlage der KEisgrenze im Barentsmeer, 
Fleckenstand ‚Jahr 
Maximum 
504 
6 . 
5 
A 
"D 
1900 
Minimum 190 
Maximum 19 
Minimum 19 
1A 
Mittel der Max.-Epochen 
Mittel der Min.- Epochen 
Veriodeneffekt. . ... 
| 
z . ; Juni-Juli 
rei Juni ie TE ze Eisbedeckte Fläche 
3reite in (iraden Breite in Graden in 1000 qkm 
73.9 un 
51750 
752 
76.9 
74.1 
3,6 | 
3 735 
27 J 
78,8 
754 
A| 
42 175.1 
:5.6J 
742 
72.7 
733 733 
75.6 \ me 
79) 164 
75.9 
703 
76.1 
75.8 
75.6 4756 
75.4 
75.4 
76.6 
74 
6.4.0770 
773) 
78.2 
745 
756 756 
(OS Y q 
508 } 008 
536 
414 
504 
754 
36 | 811 
2) 
783 
500 
314 
j34 | 551 
506 f 
549 
836 
656 
784 
506 
311 781 
An 
75.0 
73.4 
— 156 
76.7 
75.6 
580 
795 
2185 
1 
ist als in den Maximalepochen!). Das harmoniert mit den gefundenen thermischen 
Regeln; der Golfstrom, der in fleckenreichen Jahren (beschleunigt) sowohl die Wasser- 
temperaturen vor den Küsten und im offenen Meer wie auch die Lufttemperaturen 
der Randländer steigert, drängt zugleich mit seinen nördlichsten Ausläufern das 
Eis des Barentsmeeres in höhere Breiten zurück. 
Am Eingang des Barentsmeeres liegt eine beschränkte Fläche, die in den 
letzten Jahrzehnten sehr oft von Schiffen gekreuzt wird, mögen diese in das Barents- 
meer hinein oder nach den Küsten Spitzbergens oder in die Gewässer zwischen Spitz- 
bergen und Grönland streben; es ist die Umgebung deı Bäreninsel. Deshalb konnte 
ich aus den verschiedensten Sonnenfleckenepochen Beobachtungen, die möglichst 
um den Schnittpunkt von 74° N und 18° O0 gewonnen sind, zusammentragen und 
zur Tabelle XIV ordnen. In ihr sind 7 Epochen vertreten, an den meisten derselben 
sind mehrere Jahre und mehrere Expeditionen beteiligt, und der für jede Expedition 
angesetzte Temperaturwert wiederum ist in der Regel das Mittel aus mehreren 
Beobachtungen (zum Teil aus Zahlenangaben gebildet, zum Teil aus Karten inter- 
poliert). So wird man jedenfalls in dem für die einzelne Fleckenepoche abgeleiteten 
Gruppenwert eine angenäherte Wiedergabe der sommerlichen?) Wärmeverhältnisse 
erblicken dürfen. Drei Maximal- und vier Minimalepochen bieten sich also zum Ver- 
gleich dar. und dieser ergibt hohe Wärme für alle drei Fleckenmaxima, geringe 
1) Auch in der Größenordnung passen die Werte von 1—11,° Br. und 200 000 qkm sogar gut 
zueinander, wie ein einfacher Überschlag auf einer Karte lehrt. 
?, Die meisten Werte gehören den Monaten Juli und August an, manchmal tritt der Sep- 
tember mit ein, seltener der Juni. In der Epoche 1870 z, B. ist die ‚Tuni- Beobachtung von Wey- 
precht, obwohl sie infolge ihrer schon sehr östlichen Lage nicht günstig für den (Gesamtwert ist, gerade 
deshalb mit hereingenommen, weil anderseits zwei September-Beobachtungen, also hohe Werte, auftreten, 
so daß der abgeleitete Wert der Epoche wohl gerade die Verhältnisse für Juli-August wiederspiegeln 
may. Ähnlich kombinieren sich in der Minimalepoche 1901 Juni und September, desgleichen 1905.
	        
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