Kurs
Wagner, H.: Die Entwicklung der wissenschaftlichen Nautik usw.
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AP
Tafel 12,
Tafel A
TafelB
a’ =— 10 Miglien .
ritorno av. di ritorno
0 = a'-secw |b’ = a «tang a’
€ == 100 Miglien
i
alargare | avahzare Jara
A eeina b—e-cosa) alargare | avanzare
c = 10 Miglien
per una quarta & 35 18,1
per duo quarte ... 38,3 932,4
per tre quarte ,... 55.6 83,1
per quatre quarie . ., 10,7 70.7
per cinque quarte . . 53,1 55,6
per sei quarte .... 92,41 + 38,3
per settanta quarte . | 98,1 19,5 !
per otte quarte ... 100,0 0.0 ;
Im Regimento do estrolabio fällt zunächst der erste Teil der Toleta de marteloio
ganz fort. Es ist daher unlogisch, wenn Bensaude die Tafel des Regimento mit
dieser einen ganz anderen Zweck verfolgenden Tafel in Vergleich stellt. Man wird
das Fehlen von Tab. A im Regimento damit erklären können, daß dem praktischen
Seemann es bereits ganz geläufig geworden war, die Größen a und b direkt auf der
Seekarte, die eines Meilenmaßstabes ja niemals entbehrte, abzugreifen.. Jedenfalls
war es bequemer, als die Sache zu berechnen, wenn es sich dabei auch nur um die
Auflösung einer einfachen Proportion, wie z. B. für einen Kurswinkel von 1 Strich
(una quarta)
. 100:6 = 19,5: x
handelte.
Nur der zweite Teil erscheint also im Regimento wieder. Er hat aber nicht
nur deshalb ein anderes Zifferngewand, weil die Tafel vom neueren Streckenmaß
der Legoas ausgeht, sondern vielmehr, weil die Tafel por grao fortschreitet; d. h.
es wird nicht eine abgerundete Zahl von Legoas für a’, die anliegende Kathete des
Kursdreiecks, sondern die einem Erdgrade entsprechende Zahl von Legoas, nämlich
1° = 17!/, Legoas
zugrunde gelegt. Im übrigen entspricht sie der älteren Form der Toleta vollkommen.
Multipliziert man die Werte der Tafel B mit dem zehnten Teil von 17!/,, also 1,75,
so resultieren die Werte der Regimentotafel (Tafel 13), zum Beispiel
A610 m 89,70 Leg.
Die ursprüngliche Form der Tabelle, wie sie das Münchener Exemplar des
Regimento gibt, enthält daneben eine Zahl leicht festzustellender Berechnungs-
fehler; es sind nicht etwa Druckfehler, denn — was auffallend ist — sie kehren in
sämtlichen Reproduktionen der gleichen Tabelle, wie in der Evora-Ausgabe (nach
Bensaude), bei Enciso (1530), ja auch bei Franc. Faleiro (1535) wieder. Das
spricht nicht gerade für die Sorgfalt dieser Autoren. Erst Pedro Nunes gibt in
seiner Schrift „„Tratado em defensam da carta de marear‘‘ (1537)®) das Ergebnis
einer neueren Bestimmung. Wenn er dabei innerhalb der kleineren Werte für die
5. bis 7. Quarta noch ein wenig von dem exakten Berechnungsgrad abweicht, so
dürfte darin der Beweis zu sehen sein, daß auch er seine Zahlen auf geometrischem
Wege durch Abgreifen auf einem Diagramm gewann, wie man.es wohl bestimmt
für den Autor der im Regimento niedergelegten Tafel annehmen muß. Nunes selbst
führt freilich die Ungenauigkeit seiner Zahlen darauf zurück, daß sie Quadratwurzeln
seien (1537, p. 139). Im Regimento werden die Werte nicht in tabellarischer Form
gegeben, sondern in sieben Einzelsätzen, z. B. (nach Bensaude p. 227):
„Item per huüa quarta releua per graäo dezasete Uequoas et cimque sexmos
del. Uequoa. Et afastas da Lynha dereyta tres leguoas et meea.
Enciso (Fol. XXI verso) und Faleiro fügen die Ziffern dem Bilde einer
32teiligen. Windrose ein.
86) Faksimile-Ausgabe des Tratado de Esphera, München 1915. ©. 171: P. Nonii Opera,
Basileae 1566. pvp. 37.