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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli’August 1918. 
2. Der Randmeridian ist ein Kreis; der Höhenkreis ist ebenfalls ein Kreis, 
der aber nicht gezeichnet vorliegt. Das Azimut ist der Schnittwinkel beider Kreise. 
Die Gerade vom Beobachtungsort (auf dem Randmeridian) zu seinem Gegenpunkt 
geht durch den Mittelpunkt des Randmeridians, sie steht daher auf dem Rand- 
meridian senkrecht. Den Winkel, den diese Gerade mit dem Höhenkreise macht, 
kann man nach dem Teegeschen Meßverfahren messen. Er ist um 90° größer als 
das Azimut des Gestirns. Um unmittelbar den Azimutstrahl in die Seekarte zwecks 
Zeichnung der Randlinie einzutragen, dreht man die Gerade (Gestirn—Be- 
obachtungsort) in den Breitenparallel des Beobachtungsortes der Seekarte. Bei 
Fig. 
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D=S0°N 
8 = 10°N Ost 
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westlichem Stundenwinkel dreht man nach rechts, bei östlichem nach links. "Teege 
dreht die Gerade in den Meridian. Beide Arten sind daher gleich bequem. 
Damit ist bewiesen, daß der transversale stereographische Entwurf erhebliche 
Vorteile gegenüber dem normalen hat. Zum Zeichnen der Standlinie sind beide 
gleichmäßig geeignet, zum Messen des Azimuts dagegen nicht, denn man muß von 
dem im transversalen Entwurf gemessenen Winkel noch 90° abziehen, um das 
Azimut zu erhalten. Die Arbeit ist gering, ist aber immerhin eine Arbeit, die man 
bei Benutzung der Azimutmeßkarte (Lambert-Littrow) nicht auszuführen hat, 
Die Praxis hat zu entscheiden, welcher Meßkarte sie den Vorzug geben will. Der 
Vorzug der Meßkarten vor den numerischen Tafeln beruht in der Hauptsache darin, 
daß der Benutzer mit einem Blick sieht, unter welchen Umständen eine Azimut- 
messung am günstigsten zur Deviationsbestimmung auszuführen ist. Ferner sieht 
er sofort, wann durch zu starke Änderung des Azimuts die Zeichnung der Stand- 
linie zu ungenauen Ergebnissen führen muß. Zu diesen Zwecken ist die Lambert- 
Littrowsche Karte vorzüglich geeignet.
	        
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