Die Zeit an Bord,
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ist). Die östlich von der Nullzone liegenden Zonen sollen als minus 1, minus 2 usw.
bis minus 12 bezeichnet werden, alle 12 liegen. westlich von der Datums-Linie.
6. Die Änderung der Zeit bei der Schiffsuhr soll immer eine Stunde betragen.
Die Änderung muß unter allen Umständen in das Schiffstagebuch eingetragen
werden, aber der Zeitpunkt, zu dem die Uhr gestellt wird, braucht nicht notwendig
derjenige zu sein, zu dem das Schiff von einer Zone in eine andere übergeht.
11. Es würde vom Standpunkt der Seeleute aus von bedeutendem Vorteil
sein, wenn der in allen nautischen Veröffentlichungen gebräuchliche astronomische
Tag, um Oh mittags beginnend, durch einen Tag, der von Oh Mitternacht an zählt,
ersetzt würde, und man sollte die Royal Astronomical Society veranlassen, die
Ansicht der Astronomen über solche Änderung herbeizuführen, die möglichst die
allgemeine Ersetzung des astronomischen Tages durch den bürgerlichen zum
Zwecke hat.
Mittlere Greenwich-Zeit. Aus den Beschlüssen der Konferenz ersieht
man: 1. Der ausschließliche Gebrauch der mittleren Greenwich-Zeit ist gegen-
wärtig nicht empfehlenswert, die Gründe sind zu augenscheinlich, um einer Er-
klärung zu bedürfen. .
Zonen-Zeit. 2. Außerhalb der heimischen Gewässer ist die Festlegung
von Zeit-Zonen mit je einer Stunde Zeitunterschied die empfehlenswerteste Methode,
am Einheitlichkeit herzustellen,
Vorteile der Zanen-Zeit, Daß dies die einzig praktische Methode ist,
um Einheitlichkeit zwischen der gebräuchlichen Zeit an Bord der Schiffe auf hoher
See einzuführen, kann leicht erläutert werden. Bei diesem System würde die Green-
wich-Zeit die Einheitszeit sein und der Zeit-Meridian für jedes Gebiet würde der
15., 30., 45. usw. bis zum 180. Meridian sein, östlich und westlich vom Anfangs-
Meridian. .
Wenn man die Greenwich-Zeit. als Einheitszeit annimmt, auf welche. alle
Zeiten letzten Endes zurückgerechnet werden müssen, so ergibt sich, daß Uhren,
auf die unterschiedlichen Meridiane eingestellt, voneinander und von mittlerer
Greenwich-Zeit um eine gewisse Anzahl Stunden ‘plus oder. minus, je nach der
Nummer der Zone, auf die sie eingestellt sind, abweichen, und, daß alle Uhren, wenn
sie richtig eingestellt sind und mittlere Sonnenzeit halten, dieselben Minuten und
Sekunden zeigen, einerlei in welcher Weltgegend sich das Schiff befindet, und
ferner, daß wenn Vergleiche von Beobachtungen verschiedener Schiffe in verschiedenen
Gebieten notwendig werden, die additive oder subtraktive Hinzufügung der Zonen-
Zahl zu den Stunden, welche .die Schiffsuhr gezeigt hat, die einzige Arbeit ist, um
die Uhrzeit in. mittlere Greenwich-Zeit zu verwandeln. Dies ist gewiß eine weniger
mühsame Arbeit als die frühere, wo Bogen in Zeit verwandelt werden mußte und die
nach den nautischen Jahrbüchern verbesserte Zeitgleichung auch noch anzuwenden
war, bevor man zum gleichen Ergebnis kam und obendrein noch wußte, daß, ob-
gleich vom Nautiker oder Beobachter kein Fehler begangen war, dennoch die
abgeleitete Zeit vielleicht einen Plus- oder Minusfehler von unbekanntem und‘ dem-
nach nicht zu ermittelndem Betrag. enthielt. ; .
Zonen-Angabe. 3. Die Angabe der Zeit-Zonen soll die wirkliche Verbesserung
geben, die angewendet werden muß, um die Zonen-Zeit in mittlere Greenwich-Zeit
zu verwandeln.
Aus der beigefügten Karte!) ist ersichtlich, daß eine Schiffsuhr z. B. auf
Zone +3 eingestellt, genau 3 Stunden hinter mittlere Greenwich-Zeit zurück ist,
oder mit anderen Worten, sie zeigt die mittlere Zeit des Meridians 45° W-Lg., welcher
der zentrale Meridian der fraglichen Zone ist. Um die genaue mittlere Greenwich-
Zeit irgendeiner Beobachtung zu bestimmen, würde es also nur notwendig sein,
3 Stunden zu der angeschriebenen Zeit zu addieren, dann würde man mittlere
Greenwich-Zeit erhalten.
Verstellung der Uhren. 6. Die Zeitänderung soll stets eine Stunde betragen,
aber diese Änderung braucht nicht notwendig dann stattzufinden, wenn das Schiff
in eine andere Zone eintritt.
ıy Hier nicht mitveröffentlicht. Als Anhalt kann das Kärtchen (S. 202) dienen. D. R.