50 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1917,
heben sich in der Höhe die Flächen gleichen Druckes und bedingen einen Luft-
abfluß gegen die kühleren Ozeane. Im Sommer erfolgt demnach eine Ansammlung
von Luft über den Meeren, im Winter in umgekehrter Weise über den Kontinenten.
Die zentralen Teile der Ozeane und Kontinente müssen deshalb Maxima, die Küsten-
gebiete dagegen Minima der jährlichen Luftdruckschwankung aufweisen. Die
Eintrittszeiten der Maxima und Minima sind auf dem Ozean und Kontinente nahezu
entgegengesetzt; hier Maximum, dort Minimum und umgekehrt. Es verhält sich
dies alles ungefähr so, wie eine stehende Schwingung mit Jahresperiode,
wobei die Knotenlinie auf die Küstengebiete fällt.
4, Die mittlere Veränderlichkeit der Monatsmittel des Luftdrucks im Gebiete
des Nordatlantischen Ozeans.
Zur Beurteilung, mit welchem Grad von Genauigkeit man mittels der Luft-
druckmittel der 25jährigen Periode 1881 bis 1905 die Luftdruckverteilung über dem
Atlantischen Ozean in jedem Monat darstellen kann, benötigt man die Kenntnis
der mittleren Veränderlichkeit der Monatsmittel des Luftdrucks für die einzelnen
Schnittpunkte der 5-Grad-Koordinaten. Diese Größe bietet aber auch ein wissen-
schaftliches Interesse, indem sie uns über die mittlere Größe der Schwankungen
des Luftdrucks Aufschluß gibt und jene Gebiete anzeigt, die als Störungsherde
aufzufassen sind. Neben der örtlichen Verteilung dieser Größe wird auch ihre
jahreszeitliche Schwankung auf die Ursachen der Unbeständigkeit der Luftdruck-
mittel hinweisen.
Unter mittlerer Veränderlichkeit der Monatsmittel versteht man den mittleren
absoluten Betrag der Abweichungen der einzelnen Mittelwerte von dem ent-
sprechenden Gesamtmittel, also das Mittel der Abweichungen ohne Rücksicht auf
ihr Vorzeichen. Die Werte dieser Größe, die man für verschiedene Örtlichkeiten
berechnet, sind miteinander nur dann vergleichbar, wenn sie alle aus derselben
Periode abgeleitet sind, eine Bedingung, die in unserem Falle von selbst erfüllt ist.
Es zeigt sich, wie Hann hervorhebt, daß die mittlere Abweichung mit Zunahme
der Zahl der Beobachtungsjahre bald einen konstanten Wert annimmt, der also für
das betreffende Klimagebiet ein charakteristisches klimatisches Element, eine
meteorologische Konstante, ist.
Von den ausführlichen Tabellen wollen wir hier bloß das Jahresmittel der
Periode 1881 bis 1905 mitteilen. Tabelle 7 enthält die durchschnittliche Ver-
änderlichkeit der Monatswerte des Luftdrucks; diese Größe deckt sich nicht
mit der Veränderlichkeit des Jahresmittel des Luftdrucks, da diese aus einer
12mal längeren Periode abgeleitet, im Verhältnis von V12 = 3‘5mal Kleiner ist.
Tabelle 7.
Durchschnittliche Veränderlichkeit der Monatswerte des Luftdrucks im Jahresmittel.
(Periode 1881 bis 1905.)
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26 28 29 82
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15 | 17 | v9 25
id | 17 20 24
14 | 7 48 21
18 | 5 L6 18
ia 2 18 4
08 98 09 LO
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22
20 |
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2:9
2:8
2:9
2:9
25
2:0
1-8
4
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| +1
3:0
3:0
31
8:1
26
21
1:6
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1:0
0:8
3:2
32
32
3.2
29
21
13
12
0:9
10
A
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0:9
07
06
05
2