Defant, A.: Die Verteilung des Luftdrucks über dem Nordatlantischen Ozean usw. 57
Westlich und östlich dieses ausgedehnten Gebietes, im nordöstlichen. Nordamerika,
in Finnland und im nördlichsten Rußland schließen sich Gebiete an, in
denen sich das Maximum auf den April verschiebt, das Minimum aber je nach der
Lage auf den Dezember oder Juli fällt. Der jährliche Gang ist hier sehr unregelmäßig,
namentlich was die Eintrittszeit des Minimums betrifft.
Im zentralen Teil des Atlantischen Ozeans reiht sich gegen Süden zu ein
Gebiet an, in dem das Maximum zumeist auf den Juli fällt; den niedrigsten Luftdruck
hat fast ausschließlich der Februar.
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Südlich dieser Zone, bis ungefähr 30° Breite folgt ein Gebiet, in dem das
Hauptmaximum wieder auf den Juni fällt; das Hauptminimum tritt aber hier im
Oktober, noch südlicher davon im November ein; ein sekundäres Maximum weist
der Winter (Januar, Februar), ein sekundäres Minimum das Frühjahr (März) auf.
Die Jahresschwankung ist hier sehr klein und beträgt bloß 2 bis 3 mm.
In der Nähe der Küstengebiete und in diesen sowohl im Osten wie im
Westen des zentralen Teiles des Atlantischen Ozeans ist der jährliche Gang des
Luftdrucks ziemlich unregelmäßig. Die Küstengebiete Nordamerikas haben ein
Maximum des Luftdrucks im Winter und ein Minimum im Sommer, ohne daß sich
für ein größeres Gebiet ein bestimmter Monat als Eintrittszeit der Extreme angeben
ließe. Weiter südlich im Gebiete Westindiens, in den Breiten von 20 und 10°
nördl. Br. fällt das Maximum auf den Februar, das Minimum auf den Oktober oder
November. Ein sekundäres Maximum tritt im Sommer (Juli) ein.
Noch komplizierter sind die Verhältnisse auf der Ostseite des Atlantischen
Ozeans, an den Westküsten Europas und in West- und Mitteleuropa selbst. Deutsch-Jand,
das westliche Österreich und Ungarn, Italien und alle Gebiete Europas, die
westlich von diesen liegen, zeigen als allgemeine Erscheinung im jährlichen Gange
des Luftdrucks ein Maximum im Januar, ein sekundäres Maximum in den Herbstmonaten
(September oder Oktober), Auch an der Westküste Nordafrikas, die noch
Ann. d. Hydr. usw. 1917, Heft II,