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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1917,
Es sei gegeben: pp = +49°30, d = +11°18', t = 36°42
t— 36042 log sin? 5 = 8.0061
p-+8 = 60048 log cost 1 — 9,8715
a2 log — 88676
log cos? 5
„d = 38912" log sin 0 — 9.0297
b? log =— 8.9844
log cos? 5 = 9.7535
log sin? = == 9.2309
= 48° 41,
Da man hierbei nur mit den Quadraten der Funktionen der halben Winkel
rechnet, genügen vierstellige Logarithmen immer, Wenn man log a? und log b?
hat, subtrahiere man immer den größeren log vom kleineren, In der Tafel
findet man dann neben log tg? 5- sofort log cos? > das also stets vom größeren
log (dem in der Rechnung freigebliebenen) subtrahiert wird. Eine Interpolation
beim Übergang ist nie nötig, da die größte mögliche Differenz der log cos? 5
nur 1.2 ist (die sich durch Abrundung auf 2 erhöhen kann). Wesentlich ist, daß
es sich dabei nur um rein logarithmische Formeln handelt.
Die Vorteile des vorgeschlagenen Verfahrens sind also kurz folgende: -
1. Die Fehlerquellen sind auf ein Minimum reduziert, da die ver-
wendete Formel, wie sich leicht nachweisen läßt, zu den Formeln gehört, die
schärfste Rechnung gestatten.
2. Die Formel versagt in keinem Falle, wenn man in der angegebenen
Weise verfährt. Besonders zu beachtende Ausnahmefälle kommen nicht vor,
83. Eine Interpolation ist nicht nötig.
4. Die Zahl der Eingänge in die Tafel ist die denkbar geringste:
fünf Eingänge gegen mindestens sechs Eingänge bei anderen Formeln.
Bemerkt‘ mag noch werden, daß der verwendete Hilfswinkel @ eine reale
Bedeutung hat: er ist gleich der Differenz des Azimuts und des parallaktischen
Winkels, ‚„p-—6 t
sin? —— co08? -z-
te? Az—q_ 2 2
8 cos? [un sin?-£
2 2
Az—q
ig Arpa_ EZ
2 np to P—8
a
ist, so hat‘'man zu gleicher Zeit auch eine scharfe und nie versagende
Methode zur Berechnung des Azimuts. Joseph Krauß-Lübeck.
—
Da
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben.
Krauß, Joseph: Wetterbuch für die Reise und Daheim. 645, 7 Karten u.
19 Abbildungen im Text sowie 16 Wolkentafeln nach photographischen Auf-
nahmen von Richard Zimmermann, Berlin 1917. Richters Reise-
führer-Verlag. Preis gebd, MM 3.00.
Das vorliegende Büchlein bietet vor allem eine kurze, ‚aber gut gelungene Einführung in die
Elemente der Wetterkunde und streift auch das Problem der Wettervorhersage unseres öffentlichen
Wetterdienstes. Da es sich überdies an die weitesten Kreise wendet, so sind die ziemlich zahlreich
mitgeteilten Wetterregeln recht wertvoll, zumal da sie zum Teil auch wissenschaftlich begründet werden,
wenn auch trotz der Kürze des Werkchens die Begründungen vielfach doch noch etwas tiefer hätten