Brennecke, W.: Die mittlere Lage des Eises in den nordpolaren Meeren. 527
yrenzen eingetragen waren, gewonnen sind. Es ist dies zweifellos sehr wertvolles
Material, auch wenn man die zahlreichen Unzulänglichkeiten, die namentlich auf
nicht genügend. zahlreichen. und gleichmäßig verteilten Beobachtungen beruhen,
in Rechnung zieht. Die Arealberechnungen, ausgedrückt in 1000 qkm, werden
für die Karsa-See, Barents-See und Grönland-See für die Jahre 1895 bis 1915
gegeben, für die Grönland-See werden auch Werte für die rückliegenden Jahre
1877 bis 1892 berechnet.,. Neben den Angaben für die einzelnen Monate April bis
August sind die Mittelwerte der eisbedeckten Flächen für den Gesamtzeitraum
der fünf Sommermonate jedes Jahres berechnet und außerdem Mittelwerte für
die einzelnen Monate aller Beobachtungsjahre gegeben.
Areale der von Eis bedeckten Meeresfläche in 1000 qkm im August der Jahre 1895 bis 1915,
1895 96 97° 98 991900 OL 02 03 04 05 06 07 08 09 10 1l 12 13 14 1915
1000 akım ; x 1000 akın
250 | see T I 4
0 Kalra- Seje N
150
100
0.
4150
- ZN
Balrerlts /Seh T \
400
350
Dan
200
750
Ar
50
00
{
4
200
AR}
Grömend -she
150
00
a
50
300
150
100
350 ı_
Um einen Überblick über die erhaltenen Zahlen zu gewinnen, habe ich für den
Monat August die Tabellenwerte für alle drei Meere graphisch dargestellt (siehe vor-
stehende Figur). Der Verlauf der drei Kurven zeigt, daß das Material für spätere Unter-
suchungen in Zusammenhang mit meteorologischen Beohbachtungsreihen mit Vorteil
zu benutzen ist. Besonders eisarme und eisreiche Jahre, wie z. B. die eisarmen Jahre
1898 bis 1901.(Areal der eisbedeckten Fläche unter dem Mittelwert) oder das eis-
reiche Jahr 1912 (Areal der eisbedeckten‘ Fläche über dem Mittelwert), machen
sich in allen drei Meeresgebieten gleichzeitig bemerkbar. Daß die Übereinstimmung
nicht größer ist, liegt wohl an dem unzureichenden Beobachtungsmaterial für
einzelne Jahre, auch sind die Schwankungen in dem großen Gebiet der Grönland-
See nicht überall gleichsinnig. Ein Versuch, eine größere Übereinstimmung oder
irgendwelche‘ anderen Beziehungen zwischen den Schwankungen der KEisverhält-
nisse in den drei Meeresgebieten durch Benutzung der Zahlen für die anderen Monate
oder des Mittels der fünf Monate April bis August zu erhalten, führte zu keinem
besseren Ergebnis. W. Brennecke.