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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

594 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1917, 
» Jan, | Febr. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. ' Dez. "Mittel 
sh V, | 104 
2h N. 9.3 
$h NN, | 9.7 
m 10? 
M Gr 
9.3 7.7 
10.8 7.9 
10.0 7.6 
12.1 8.3 
10.9 8.0 
44” 7.0 | 55 4.8 
6.6 8.8 | 64 | 6.9 
8.1 8.1 | 6.2 5.8 
4.9 7.6 3.8 | 4.2 
5.7* | 88 | 66 6.5 
Ad 4.4* 
6.5 5.6* 
5.3* | 5.6 
4.5 4.8 / 
7.3 | 58 
73 
5.8 
73 
| 
17 
5.2 
8.0 
6.4 
6.4 
6.4 
| 
9,4 
9.5 
9,3 
9.2 
8.9 
6.7 
7.6 
7.3 
7.1 
77 
Eine Periode ist vorhanden mit dem Scheitel während der Winter-, der 
Talsohle während der Sommermonate. Eine längere Beobachtungszeit dürfte 
auch hier ausgleichend wirken. 
Die mittlere Lage des Eises in den nordpolaren Meeren. 
Im Nautisk Meteorologisk Aarbog 1917 wird von C. J. H. Speerschneider 
eine dankenswerte zusammenfassende Darstellung der Eisverhältnisse in den nord- 
polaren Meeren auf Grund der seit 21 Jahren vorliegenden Einzelberichte gegeben, 
die in drei Abschnitte zerfällt. Den weitesten Raum nimmt der erste Abschnitt, 
die „Allgemeine Übersicht‘, ein, die das Eisvorkommen in den einzelnen Gebieten 
behandelt, Einige Angaben über die durchschnittlichen Verhältnisse seien hier 
im Auszug wiedergegeben. 
Das Meer bei Nowaja Semlja und Spitzbergen. In der Kara-See werden 
größere eisfreie Gebiete nur in der Zeit von Juli bis September angetroffen, aber 
auch in diesen Monaten kann durch nördliche Winde hier viel Eis hereingeführt 
werden; im August ist meist wenig Eis vorhanden, Kara- und Jugor-Straße 
werden meist im Juli durchfahrbar, häufig jedoch erst später. Im Weißen Meer 
beginnt die Eisbildung Ende Oktober, das Meer wird in der Regel im Mai eisfrei, 
jedoch ist in einzelnen Jahren (z. B. 1902) auch im Juni noch viel Eis angetroffen 
worden. An der Westküste von Nowaja Semlja beginnt die Eisbildung im 
Oktober, im April und Mai sind einzelne Teile der Küste, von Juli bis September 
der größte Teil der Küste 'eisfrei. Die Matoschkin-Straße ist schon ausnahms- 
weise im März und Mai eisfrei gewesen, in der Regel aber löst sich das Eis erst im 
Juli. In der Barents-See sind die Verhältnisse sehr wechselnd, so daß Franz- 
Josef-Land in einzelnen Jahren schon im Juni, in der Regel aber im Juli-August 
erreicht werden kann, während in der Hälfte der Jahre kein Schiff die Inseln erreichen 
konnte. Maßgebend für die Lage des Eises sind meist die Windverhältnisse. Bären- 
Insel. Über die Verhältnisse im Winter ist wenig bekannt (im Winter 1910/11 
war das Meer hier den ganzen Winter eisfrei), von April bis Juni wechseln die 
Verhältnisse, im. Juli ist die Insel fast immer eisfrei. Nur im Jahre 1900 wurde 
während des ganzen Sommers, selbst im September, dort Eis angetroffen. Spitz- 
bergen. Aus den Einzelheiten sei herausgehoben, daß die Westküste von Juli 
ab in der Regel eisfrei ist, daß aber in einzelnen Jahren kleinere oder größere Eis- 
massen rund Kap Süd triften und einen Eisgürtel die Westküste entlang bis zum 
Eisfjord bilden können; im Herbst ist die Westküste fast stets eisfrei. Die Nord- 
küste Spitzbergens ist bis Juni meist von Eis besetzt. Die günstigsten Verhält- 
nisse für die Schiffahrt hier sind im August und September, in denen man auf freies 
Wasser bis zu den Sieben Inseln rechnen kann. An der Nordost- und Ostküste 
ist in der Regel auch im Sommer viel Eis vorhanden; eine Umsegelung der Inseln 
hier war nur in den Jahren 1897, 1898 und 1899 möglich. Der Storfjord ist bis 
Ende Juni mit Eis gefüllt, im August und September meist eisfrei. Der Eisfjord 
friert erst mit Dezember zu; sein Eingang ist infolge der Verschiebungen des Eises 
durch die Tidenströmungen‘ manchmal noch im August und September durch Treib- 
eis gesperrt, während in See das Eis vollständig abgetrieben ist. 
Das Ostgrönländische Meer, Island und die Dänemark-Straße. Das Meer 
zwischen Spitzbergen und Grönland ist während des ganzen Jahres mit mehr oder
	        
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