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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1917.
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[50.9] 51.0 51.3! 51.1 51.1| 51.9/ 51.8! 51.5| 51.8| 51.9] 51.1] 50.9] 50.9] 50.8] 51.5;
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| 51.3] 51.2‘ 51.1| 51.6! 51.9] 52.0] 51.8 52.3] 52.6| 52.6| 52.4| 51.8] 51.3] 50.9150.1
Für die Monate: November, Dezember und Januar des tropischen Mond-
umlaufes — Karlsruhe — habe ich aus einer zwei Mondzirkel, von 1873 bis 1909,
umfassenden Bearbeitung den in Figur 1 an zweiter Stelle eingezeichneten
mittleren Verlauf des Luftdruckes erhalten, dessen Zahlen ebenfalls nachstehend
gegeben sind.
SW NW
[51.7] 51.7 51.91 52 0 51.2} 51.31 52.0 51.0] 51,3] 52.0| 52.4| 51.4[ 51.2] 51,9]
NW SW
| [52.1[ 52.41 52.3| 52.4] 53.1] 53.1[ 53.0[ 53.7| 53.7| 54.5] 54.5| 54.0 53.7 52.7 |
Nun ist leicht einzusehen, daß wenn das 28tägige tropische Druckwellen-
system gleichzeitig mit dem 30tägigen, synodischen System in Bewegung ist, sich
im Luftdruck zu den Zeiten, in denen die Maxima beider Systeme zusammen-
N fallen, Charakterverläufe herausbilden, daß aber beim Fort-
ig. 1. : . .
T mm gang dieser Bewegung, indem das tropische System alle
) -5 Q_C€_v Monate um rund zwei Tage gegen das synodische System
la zurückbleibt, das Maximum des tropischen Systems in das
z— „Ay nächste Minimum des anderen Systems hineinrückt, Das
PA N Interferenzprodukt hat dann nach 3 bis 4 Monaten schon
, das charakteristische der Systeme eingebüßt.
sw ww Die mit 1, 3 und 6 bezeichneten Kurven der Fig. 1
lassen diese Veränderung ersehen,
Während der Verlauf bei 1 durch Addition der
Zahlenwerte der beiden darüber stehenden Kurven ge-
bildet ist und mit seinem geschlossenen Maximum, auch
einer größten Wellenhöhe von 2.7 mm deutlich als ein-
phasig anzusprechen ist, so zeigt der Verlauf 3 die Wirkung
der Interferenz zwei Monate später. Die Wellenhöhe ist
auf 2.6 mm zurückgegangen, das Maximum hat sich ge-
spalten, . Der Verlauf 6 aber, nach weiteren drei Monaten,
mit nur noch 2.2 mm Wellenausschlag stellt für den, der
den Vorgang nicht kennt, eine nichtssagende Linie dar.
Dieses Beispiel der Interferenz des tropischen mit
dem synodischen Luftdrucksystem soll darauf hinweisen,
daß bei der Bildung von Luftdruckmitteln typische Ver-
schiedenheiten regelmäßig zu erwarten sind. Mittel aus
wenigen Reihen werden dabei fast immer noch einen Ein-
schlag aus anderen Systemen enthalten, dessen Deutung
eine gewisse Vertrautheit mit deren Formen voraussetzt,
Mit der Zahl der Reihen, aus denen ein Mittel gewonnen
wird, eliminieren sich jedoch die Wirkungen aus Wellen-
Die Interferenz systemen von anderer, als der gesuchten Periode mehr und
zweier Wellensveteme. mehr, der gesuchte Verlauf tritt deutlicher hervor,
Die in den Tafeln 1 und 2 dargestellten Ergebnisse
beziehen sich zunächst auf den Luftdruck und auf die Windbewegung, in deren
Registrierung wir die beiden Komponenten der atmosphärischen Bewegung vor
uns haben, deren Stand bzw. Veränderung zu der Zeit, ehe es einen Ööffent-
lichen Wetterdienst gab, fast allein für die Beurteilung des bevorstehenden
Wetters in Frage kam.
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