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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

Müller, A.: Über: die Bestimmung der Referenzflächen des Himmels und der Gestirne. 485 
83. Vergleichungen der Höhe von: Sternen mit‘ den Entfernungen dieser 
Sterne von anderen, d.h. der Beobachter suchte zu der Höhe von Sternen gleich 
groß erscheinende Entfernungen dieser Sterne von anderen, 
Ernst bearbeitet 
nun diese Beobachtungen 
auf folgende Weise. 
In Figur 2 stelle O0 
den Beobachter dar,‘ AZB 
ist ein Meridian. der 
Halbkugel, auf der für 
ihn die wirklichen Stern- 
entfernungen liegen. Wir 
nehmen die Referenzfläche 
vorläufig als Kugelkappe, 
von der A,ZB, der ent- 
sprechende Meridian: und 
O0, der zugehörige Mittel- 
punkt ist. Wir bezeichnen 
X. A,‚0,Z (oder. X. CO, Z}) 
mit 8, X S,O,Z: mit Z, 
XS,OZmitz. ' 
Aus dem Dreieck 0O,S, erhält man > 
zn (z—%) = De einz = cos sinz. 
Setzt man cos ß sin z = sin u, so ist 
; sin (z — £) ==" sin ge 
z— = . 
$=2—b, 
woraus man & erhält, wenn ß und z bekannt sind. 
S und T seien zwei Sterne mit. der wirklichen Entfernung d, Ihr Zenit- 
abstand sei z bzw. z,, ihr Azimut’a bzw. a;, ihre Deklination ö bzw. 6, und ihre 
Rektaszension a@ bzw. x,. Dann ergibt sich nach bekannten Formeln 
cos d. == COS z cos Z, + sin z sin Z, cos (a — a) 
cosd == sin d sin 6, + cos 6 cos d, cos (a — a). 
Wenn man diese letzte Formel zur Berechnung von d benutzt, so erhält 
man aus der vorletzten en aa 28 
cos (a — 0) = COS d — 008 Z COS Zi . 
—_ .einzsinz, ; 
. Die ‚scheinbare Entfernung . dieser beiden Sterne. ist -die Projektion der 
wirklichen. auf die Referenzfläche, also S,T, = 4. Sind die. scheinbaren Zenit- 
distanzen £ und Z;,, so. ist,. weil.S, und .T, dieselben Azimute wie S und T haben, 
cos 4 = cos £ cos £, -} sin £ sin 7, cos (a — a). 
Ist also 8 bekannt, so läßt sich 4 berechnen. Um ß zu‘ bestimmen, könnte 
man für zwei andere Sterne setzen . 
«084, = cos $, cos 5, + sin £, sin 5, cos (a; — a). 
Sind nun die Sehgrößen der Sternentfernungen gleich, so ist 
Az A 
7 
Dann wird u Au . . Se 
cos 5 cos £, + sin z sin £, COS (a — 21). == cos £, c08 Zz + sin 5, sin 5, cos (a, — 8). 
In dieser Gleichung sind alle 5 Funktionen von den bekannten Werten 
Z, Zı> Ze, Zg Und von ß. Prinzipiell ließe sich also ß daraus bestimmen, Aber 
die unmittelbare Auflösung führt auf eine Gleichung 8, Grades, die Auflösung 
durch . Probieren aber macht. viel zu umständliche Rechnungen nötig. Wenn 
indes der angenäherte Wert von ß bekannt ist, dann läßt sich die Gleichung zur 
Berechnung der Korrektion von ß benutzen,
	        
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