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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1917.
so liegt die 15°-Isotherme in etwa 100 m, die 10°-Isotherme in etwa 250—300 m
Tiefe, der diesen Tiefen entsprechende Salzgehalt ist 34.4°%/,9 und 34.25% 00.
Die gesamten Bestimmungen des Salzgehalts der Oberfläche, die von Funder
im Stillen Ozean ausgeführt‘ wurden, sind in der dänischen Arbeit auf einem
Kärtchen vereinigt, in das auch Isohalinen nach dem Atlas der Deutschen Seewarte
eingetragen sind. Es ergibt sich hiernach, daß der Oberflächen-Salzgehalt im süd-
östlichen Stillen Ozean die geringsten Werte (33.9% 4) in, 40—45° S-Br. aufweist,
während nördlich und südlich davon höhere Werte auftreten. Im ganzen passen
die Werte gut zu dem Isohalinenverlauf im Atlas der Deutschen Seewarte und zu
der Karte, die R. Lütgens im Archiv der Deutschen Seewarte (Bd. XXXIV, 1911),
veröffentlicht hat. | |
Das Ergebnis einer Anzahl von Temperatur-Beobachtungen auf der Reede
von "Tocopilla zeigt folgende kleine Tabelle, die Funder aufgestellt hat.
Mittlere Temperatur
Lütt +. \Wasser-
oberfläche | Boden 37 m
sh m ($ Beobachtungen) .,.. 20,229, .16.36° 1. 13.94°
2hNm (7 e, ).:.. 2086 16.86 13,80
Differenz 2h Nm bis sb m „.|.-F06490. | 050° | —0.14°
Da der Schöpfer in 39° S-Br., 91° W-Lg.' infolge‘ Bruches der Drahtlitze
verloren ging, so konnten: auf der weiteren Rückreise keine Beobachtungen aus den
Tiefenschichten gewonnen werden. Dr. W. Brennecke.
Kleinere Mitteilungen.
‚1. Astronomische oder bürgerliche Zeitrechnung in der Nautik? (II.)
Von Professor Dr. Wendt’ in Bremen,
In einem Aufsatz!): „Astronomische oder bürgerliche Zeitrechnung in der
Nautik ?“ hat sich Herr Direktor Dr. Möller gegen meine Ausführungen über
denselben Gegenstand gewandt. Dabei ist auffällig,‘ daß er in seiner Entgegnung
bezüglich der Schwierigkeiten, die mit dem Übergang von der astronomischen
Zählweise zur bürgerlichen bei astronomischen Rechnungen unweigerlich ver-
bunden sind, den Kernpunkt mit keinem Worte berührt hat. In der Anpassung
an die bürgerliche Zählweise — ich meine’ damit diejenige, bei welcher der Tag von
Mitternacht an bis 24 Stunden durchgezählt wird; die gewöhnliche bürgerliche
Zählweise ist, wie ich gezeigt habe, ungeeignet — müssen die Örter der Planeten,
die Geradeaufsteigung der Sonne, ferner Halbmesser und Verschub des Mondes,
um ein bequemes Einschalten zu ermöglichen, für Mitternacht statt wie bisher
für Mittag gegeben werden. Durch diese Umgestaltung wird der an die astronomische
Zählweise gewöhnte Seemann beim Erscheinen des neuen Jahrbuches gezwungen,
sich der bürgerlichen Zählweise zu bedienen. ‘Das gilt auch für die Seeleute, die
sich äuf Söonnenbeoöbachtungen beschränken. Denn die Tafeln III bis VI, welche
die Abweichung der Sonne und die Zeitgleichung, ferner die Geradeaufsteigung
und Abweichung des Mondes geben, sind künftig nur brauchbar, wenn man. sich
der bürgerlichen Zählweise bedient. ‘Bei diesem Umlernen werden, davon bin ich
überzeugt, unheimliche Fehler zum Nachteil“der Seefahrt gemacht werden.
Um die Gefahren zu mildern, hat man vorgeschlagen, ein oder zwei Jahre
hindurch zwei‘ verschiedene, Jahrbücher erscheinen zu lassen, eins nach altem
Müster, ein anderes zum' Gebräuch für diejenigen, die nach der bürgerlichen Zähl-
weise arbeiten.” Man kann über den Erfolg, den dieser Vorschlag haben wird, ver-
schieden denken. es scheint mir aber sicher zu sein, daß durch die Herausgabe des
\ Ann. d‘ Hvdr. XXXXV. Jahre. 1917. Heft IX. © 5