accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

446 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1917, 
Rottee, Renou, Kopp und Wolf beruhte, aus den folgenden vier inzwischen 
erschienenen Listen ergänzt: 
£hrenheim, in Meteorol. Zeitschr, 1881, S. 345. 
Ekholm, in Quart. Journ. R. Met, Soc., Jan. 1901, S. 47. 
R. Hennig, in Abhandl. des K. Preuß. Meteorol. Inst., Bd. II, Nr. 4, 1904. 
Speerschneider, in Publikationer fra det Danske Meteorol. Inst, 
Medelelser Nr. 2, 1915. 
Die Listen 1, 2 und 4 beziehen sich vorwiegend auf skandinavische Ge- 
wässer., 
Die Unterscheidung der Winter habe ich bei der alten wie bei der neuen 
Zusammenstellung nach einer Art Abstimmung vorgenommen, indem ich die 
Zahl der Zeugnisse zugrunde legte und deren Gewicht nur nach wenigen 
Graden abstufte, weil eine genauere Unterscheidung nicht ohne große Willkür 
hätte geschehen können. Den Zeugnissen der für beschränkte Örtlichkeiten 
geltenden Listen gab ich, je nach ihrem Inhalt, die Gewichte 1 (kalt) oder 
2 (sehr kalt), den allgemeineren Listen von Pilgram, Arago, Pfaff und 
Sonklar die Gewichte 2 und 4. In den Angaben der vier neuen Listen unter- 
schied ich, statt zweier, drei Stärkegrade der Kälte mit den Gewichten 1 bis 3. 
Die Summe dieser Gewichte findet man für jedes der Jahre zwischen 809 und 
1877 in der Tabelle 1 angegeben. Da die Listen am Ende des 18, oder in der 
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abbrechen, so habe ich für die Jahre 1783 
bis 1877 die mittleren Wintertemperaturen der Tabelle auf S. 187 meines oben- 
genannten Aufsatzes zugrunde gelegt und diese in ungefährer Weise in solche 
mittlere Gewichte verwandelt. Da die Gewichte von dem Reichtum an Nach- 
richten abhängen, so sind die Gewichtsummen nur aus benachbarten Jahr- 
hunderten vergleichbar, nicht aber diejenigen aus dem 9. oder 10. mit denen 
aus dem 17. oder 18. Die Jahreszahlen geben tunlichst das Jahr an, in dem der 
betr. Winter endete, doch ist dies bei der ungünstigen Lage von Neujahr nicht 
überall sicher. 
In der Tabelle ist der etwas mehr als ein Jahrtausend umfassende Zeit- 
raum 809 bis 1877 in 89jährige Abschnitte geordnet. Die mit Min. beginnenden 
Zeilen geben die ungefähren Jahreszahlen der Sonnenflecken-Minima unter Vor- 
aussetzung des 11'/,jährigen Zyklus in gleicher Weise wie sie Easton anwahndte‘). 
Die Spalten a und b ergeben die Jahreszahl jedes Jahres, wenn man zu dem 
angenommenen Jahr des Fleckenminimums die Zahlen der Spalte b addiert. Die 
Zählung der Zykeln habe ich nach Easton genommen und das Jahr 1576 aus- 
gelassen. Spalte q zeigt uns, daß vom letzten Jahr des II. bis zum 6, Jahr des 
IV. Zyklus im Laufe des Jahrtausends kein Winter mit dem Zeugnis-Gewicht von 
mehr als 10 vorgekommen ist, also hier eine Lücke von 19 Jahren sich findet, 
dagegen in der ganzen übrigen Periode keine solche von mehr als fünf Jabren. 
Nimmt man die Länge der Periode zu nur 88 Jahren an, so wächst jene von 
harten Wintern freie Lücke sogar auf 23 Jahre; eine Periode von 90 Jahren 
würde sie dagegen auf 15, eine von 91 Jahren auf 10, eine von 92 Jahren auf 
5 Jahre einschrumpfen, also verschwinden lassen. Die im ganzen 31 derartigen 
Winter verteilen sich in der 89jährigen Periode auf nur sieben Jahrzehnte, so 
daß in diesen je einer auf wenig mehr als zwei Jahre kommt; in den übrigen 
zwei Jahrzehnten fehlen sie. Da es sich um 12malige Wiederholung der an- 
genommenen Periode handelt, so ist dies gewiß eine :auffallende Erscheinung, die 
weiterer Untersuchung wert ist. 
Zu diesem Behufe unterwerfen wir die in der letzten Spalte r enthaltenen 
Gewichtesummen einer rechnerischen Glättung, um die darin steckenden größeren 
Wellen zu erkennen. Figur 1 zeigt uns das Ergebnis in den zwei Kurven I und II. 
Da deren erste, die nach der Formel ; 
d’=1 (c+2d+el 
ö 
Die mittlere Länge der Fleckenperiode nimmt er nach Newcomb zu 11.124 Jahren an.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.