Die. Witterung an der deutschen Küste im August 1917..." 2.
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den einzelnen Tagen waren teilweise sehr. erheblich, so .fielen in: Norderney am
3. nicht weniger als.99, in Borkum 71 mm. : An der. Ostsee. waren, wenigstens
in ihrem westlichen Teile, die Niederschlagsmengen auch: recht erheblich, im
Osten dagegen. vielfach etwas zu niedrig, so in Memel, wo. die: Abweichung
bereits — 22 beträgt. Im großen und ganzen vergingen überhaupt nur wenige
Tage,..an denen nicht wenigstens etwas Regen fiel. - Eine größere Anzahl von
niederschlagfreien Tagen finden wir: auch hier nur an. der ost- -und west;
preußischen Küste. Dem Gange der Niederschläge folgend war auch die Anzahl
der heiteren Tage. im Westen gering, im Osten häufiger; Die Gewittertätigkeit
war. sowohl. an der Nord- wie an der Ostseeküste außerordentlich stark, teilweise
fanden an.12 Tagen elektrische Entladungen statt, Sehr verbreitet waren diese
am 1., 2., 14., 15., 16., 23. und 24. August, - . en A
Nebel :trat nur vereinzelt auf an der holsteinisch-sehleswigschen und .an
der pommerschen Küste. Die meisten dieser‘ Meldungen fallen ’auf den: 21, und
22.-des Monats. ; . 2 a
Stürmische. Tage waren nur in der Nordsee zu finden, und auch hier
‘wieder besonders. in deren westlichem Teile, Borkum ‚verzeichnet den 24., 27,
28. 29. und 30. als Sturmtage, während im übrigen. nur die drei der .letztgenannten.
Tage stürmische. Winde aufwiesen. a a
=... Der Luftdruck war zu Anfang des Monats 'so verteilt, daß ein Hochdruckgebiet
sich. von Skandinavien . bis Rußland erstreckte, während anderseits ein
Tief mit einem. Kern niedrigsten Barometerstandes: über Holland Mitteleuropa
bedeckte. In Deutschland herrschte infolge dieser Luftdruckverteilung im Nordwesten
trübes, sonst. heiteres, vorwiegend trockenes und. warmes Wetter. Da das
Tief vom Nordwesten her in den nächsten Tagen weiter südostwärts vorrückt,
so. wird auch die Wetterlage im übrigen Deutschland in dem ‚Sinne. beeinflußt;
daß bei meist bedecktem Himmel vielerorts Regen fällt, stellenweise sind diese
Niederschläge von Gewittern begleitet. Nachdem am 3. das erwähnte Tief bereits
Ungarn erreicht hat, erscheint ein neues über Belgien, das aber nur bis
zur Rheinprovinz vordringt und dort sowie an der Nordseeküste veränderliches,
ziemlich kühles Wetter hervorruft, Weiterhin gleichen sich die Luftdruckgegensätze
über Mitteleuropa stark aus. Wir finden am 5. ein Hochdruckgebiet über
Süddeutschland, das von dem über dem Norden und Osten gelegenen durch eine
flache Rinne niedrigen Barometerstandes getrennt ist. Durch diese Wetterlage
wurden verbreitete Gewitterbildungen begünstigt, die aber im großen ganzen
nur von geringen Niederschlägen begleitet sind, In den nächsten Tagen findet
ein allmählicher Zerfall dieser Hochdruckgebiete statt, es bilden sich zahlreiche
Teiltiefs, Im Süden sehen wir vielerorts Nebel auftreten, während am Tage
noch immer die Gewittertätigkeit eine sehr rege ist. Am 8. dringt von Westen
her ein neues Tief vor, das am 10. in einem Ausläufer bereits Österreich erreicht
hat. Der Luftdruck ist gleichzeitig allgemein gefallen, und es hat sich
somit über ganz Europa ziemlich‘ gleichmäßig verteilter, niedriger Barometerstand
gebildet. Die Temperaturen haben wieder etwas zugenommen, fast überall
sind Niederschläge eingetreten, die mit dem ostwärts vordringenden Tiefausläufer
von elektrischen Entladungen begleitet waren. Der gleichmäßig verteilte Luftdruck
beherrscht auch in den nächsten Tagen die Wetterlage. Ein Randtief
über dem südlichen Württemberg läßt auf dem Bodensee am 14. einen orkanartigen
Wirbelsturm entstehen, Ein’ flaches Teiltief über der Nordsee ruft
dort starke Regenfälle hervor. Langsam steigt das Barometer wieder über
Mitteleuropa. Ein Hochdruckgebiet bildet sich heraus, das nach Osten
weiterzieht, während am 15. über dem norwegischen Meere ein Tief erkennbar
wird, das schnell südostwärts vordringt, am 17. aber sich stark verflacht
und nur noch in einer geringen Ausbuchtung bemerkbar ist. Gleichzeitig
mit dem Erscheinen dieses Tiefs rückt von Südwesten her hoher Luftdruck
vor, der sich bis zum 17. über ganz Mitteleuropa ausbreitet. Unter dem Einflusse
dieses Hochs ist in Deutschland das Wetter vorwiegend heiter, stellenweise
in den Morgenstunden neblig, fast allgemein aber ziemlich kühl. Randbildungen
erzeugen wieder Gewitter... Am 18. August verlagert sich der Kern