11°)
- Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1917,
Bemerkenswert ist die schmale, langgestreckte Gestalt des Kernes des Auf-
triebgebietes; sie ist durch die Temperaturverhältnisse bedingt. Auch hier treten
untermeerische Täler auf, besonders das im WSW der Süd-Insel ist ausgeprägt
(vgl. Tafel 18). Sind nun die Bedingungen zum Auftrieb überhaupt gegeben, so
wird wie im oben erwähnten Auftriebgebiet westlich von Kap Dume die Salz-
gehalt- und Temperaturbeeinflussung im Bereiche der dicht ans Land heran-
tretenden tiefen Rinnen am stärksten sein, vgl. die Isothermen auf der Tiefen-
karte Tafel 18.
3. Periodische Temperatur- und Salzgehaltsschwankungen westlich der
Coronados-Inseln.
Aus dem soeben betrachteten Meeresgebiete 32° 17!/,/ bis 32° 321/,* N-Br.
117° 171/,' bis 117° 271/,' W-Lg. liegen aus allen Monaten der Jahre 1908 bis 1915
hinreichend häufige Beobachtungen insbesondere der Temperatur vor, daß McEwen
eine Darstellung der jährlichen Anderungen geben konnte. Der jährliche
Temperaturgang ist, wie bereits von
G. Schott hervorgehoben wurde?), im
Ma Gegensatz zur bisherigen Auffassung
durchaus normal, vgl. Figur 4. Das
Minimum tritt, wie es im Meere die
Regel ist, im Februar ein mit 14.3°,
das Maximum im August mit 20.5°.
Die Amplitude (6.2°) weicht nicht sehr
von der sich aus den Darstellungen
von Thorade für das offene Meer
(32° 30’ N-Br., 135° W) ergebenden
(6.6°) ab; wohl aber zeigen sich Unter-
— Jühr!i er ST T S ve Narbe ET Mr N schiede im Verlaufe der Temperatur-
TS WeLg 8 0r Oberflächentemperatur in 52° 30 N-Br., | gen indem draußen das Temperatur-
ae Sean tr Oberächentenporsfar s Sm westlich minimum abweichend von, der Regel
Jährlicher Gan des Oberflächen-Salzgehalts 8 Sm west- — der Aniiasanng von. Thorade)
lich der Coronados-Inselm, A erst im April eintritt. Der Salzgehalt
; hat eine Jahresamplitude von 0.25 %/,9
von einem Minimum von 33,50% 9) im Februar zu einem Maximum von 33.75% 06
im Juli oder August,
Der Eintritt der niedrigsten Temperatur verspätet sich mit wachsender
Tiefe, vgl. Figur 5. Haben wir das Temperaturminimum der Oberfläche im Februar,
so tritt es in Tiefen größer als 30 m erst im Mai ein. Eine ähnliche Verspätung erfährt
das Maximum, in Tiefen über 50 m haben wir erst im November die Höchst-
temperatur gegenüber dem August an der Oberfläche. Die Temperaturschwankung
nimmt schnell ab, sie beträgt in 100 m Tiefe nur noch 3.4°, in 200 m 1.5°; die in
500 m Tiefe‘ auftretende 7°-Isotherme zeigt keine Veränderung der Tiefenlage
im Laufe des Jahres, Aus diesen Tatsachen folgt, daß in den Wintermonaten (Ok-
tober bis April) die Temperatur mit wachsender Tiefe am langsamsten abnimmt.
Die Monate Februar und August stellen in dieser Hinsicht Gegensätze dar. Infolge
des ‚stark verspäteten Eintritts der Extreme in den Tiefenschichten ist das Wasser
von etwa 30 m Tiefe ab im Februar wärmer als im August (vgl. die Temperatur-
kurven in Figur 6). Die Wirkung des allgemein vorhandenen in der Tiefe verspäteten
Temperaturganges wird hier noch verstärkt durch den im Sommer ausgebildeten
Auftrieb. Zusammen mit dem Temperaturminimum an der Oberfläche ist dadurch
eine außerordentlich langsame Temperaturänderung in der Vertikalen bedingt.
Zwischen 25 und 100 m Tiefe, wo sie die größten Werte erreicht, beträgt sie nur
0.05° C bei 1 m Tiefenzunahme. Im August aber wird zwischen 5 und 25 m Tiefe,
wo dann die Temperatur am stärksten abnimmt, der entsprechende Wert von
0.30° C erreicht.
)G. Schott, a. a. 0.
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