Schulz, B.: N eie ‚Ozeanograph; Untersuchungen im Auftriebgebiete der Westküste Nordamerikas. 413
; Fig. 3.
Temperatur. *
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Schnitt: durch das Auftriebgebiet 3: Sm südlich von‘ Kap Loma, August 1911.
(Etwa 90fache Übertiefung.) -
ec). Auftrieb westlich der Coronados-Inseln. Bei weitem am eingehendsten
ist das auch noch Auftrieberscheinungen zeigende Meeresgebiet westlich der Coro-
nados-Inseln, die wenig südlich der San Diego-Bucht in geringem Abstande von
der Küste gelegen sind, untersucht worden (vgl. auf Tafel 18 das durch eine punk-
tierte Linie eingeschlossene Gebiet). Für den Juni 1911 konnte MecEwen außer
für’ die Oberfläche auch für die Tiefen 9, 18,27, 37, 55, 64, 92 m die Isothermen und
für 9, 27, 55, 92 m Tiefe auch die Isohalinen zeichnen, auf Tafel 19 sind die
wichtigsten Kärtchen, nämlich für 0, 27 und 92 m Tiefe, wiedergegeben.
Schon die Oberflächenisothermen ‚und :-isohalinen sind ziemlich verwickelt.
Aus der Verteilung sowohl der Temperatur wie des Salzgehalts geht hervor, daß aus
nordöstlicher Richtung eine vergleichsweise warme (über 18°) und salzreiche (über
33.75% 0) Oberflächenströmung kommt, während aus dem Osten, offenbar aus dem
Auftriebgebiet östlich der Coronados-Inseln (vgl. Temperaturkarte auf Tafel 18),
kälteres (17°.5) und salzärmeres (33.65°%/,,) Wasser herangeführt wird. Beide Wasser-
arten. aber werden im Gebiet südwestlich der Coronados-Inseln abgekühlt; und es
kommt sogar zur Ausbildung einer Kaltwasserinsel, die von der 17°-Isotherme
umschlossen ist. Die salzärmste Zone fällt nicht mit der kältesten zusammen, offenbar
tritt in der oberflächlichsten Schicht eine starke Vermischung mit dem umgebenden
Wasser ein. Ausgeprägter zeigt sich der Auftrieb in den tieferen Schichten (vgl:
auf Tafel 19 die Kärtchen für 27 und 92 m Tiefe). Von der südlichsten der Coronados:-
Inseln dehnt sich nach Südwesten eine schmale langgestreckte Zunge kalten Wassers
aus, Bemerkenswert ist, daß der Auftrieb selbst in 92 m noch deutlich erkennbar
vorhanden ist; bei Kap Dume war von 60m Tiefe ab eine abkühlende Wirkung
nicht mehr festzustellen. Da in etwa 40 bis 60 m Tiefe vor San Diego und Kap
Dume ein Salzgehaltsminimum vorhanden ist, ist der Kern des Auftriebgebietes
in den oberen Wasserschichten durch‘ Salzarmut, in den tieferen aber durch ver-
hältnismäßig hohen Salzgehalt ausgezeichnet. . Dies; entgegengesetzte Verhalten
der verschiedenen Tiefenschichten zeigen die Isohalinen für 27 und .92 m Tiefe.
In der ersteren ist der Kern des Auftriebgebietes von der 33.50°/.,-Isohaline um-
schlossen, und nach allen Seiten nimmt der Salzgehalt zu, in.92 m Tiefe aber weist
der.durch-die 33.80 °/,,-Isohaline. begrenzte zentrale Teil der Auftriebzone das Salz-
gehaltmaximum auf. Auch in diesen Tiefen sind Bewegungen mit horizontaler
Komponente angedeutet, indem in 27 m Tiefe von Norden und Süden aus wärmeres
und salzreicheres Wasser sich gegen die schmale langgestreckte Auftriebzone vor-
schiebt, in 92 m Tiefe wird von NW wärmeres und salzärmeres Wasser herangeführt.