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‚Annalen der Hydrograäphie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1917.
Temperatur
Tiefe Stat.A B C
91m
Fig. 2. ;
Salzgehalt
DStat, AB 0
Wir haben den
Auftrieb in ausgeprägter
Form vor uns mit
der niedrigen Temperatur
von 13°.6 C un
Küstennähe, während
in etwa 20 km Entfernung
seewärts schon
über 17° erwärmtes
Wasser beobachtet
wurde. Dieser Gegensatz
nimmt mit wachsender
Tiefe ab, wie aus
der folgenden kleinen
Tabelle, welche die
Temperatur- bzw.Salzgehaltsdifferenz
zwischen
der Küste und
gleichen Tiefen in etwa
20km Entfernung von
dieser angibt, hervorgeht.
D
Tiefe
0m
Io
».
10
20
zo
30
— 90
10
40
0
Bf
50
60
70
30
0
96
zz 10
Schnitt durch das Auftriebgebiet westlich von Kap Dume. August 1913.
(Etwa 700fache UÜbertiefung.)
Temperatur- und Salzgehaltsdifferenz zwischen der Küste und 20 km Entfernung von dieser,
100
Tiefe
in Metern
At °C.
4 8% 0
Tiefe
n Metern
At SC.
Tiefe
in Metern
At °C.
| AS9%
0 — 41
10 —39
50 39 |
30 —0.7 —— 0.07 60 0.0 40.02
) 40 —01 | —011 | 70 +02 | -+0.04
50 —0.2 — 0.08 80 +01 —+0.04
— Hedeutet, daß die Küste kälter, bzw. salzärmer ist.
Bis in etwa 20 m Tiefe ist die abkühlende Wirkung des Auftriebes am stärksten,
die Temperaturdifferenz beträgt gleichmäßig etwa 4° (!), von 30 bis 50m Tiefe
ist der Unterschied nur noch gering, er verkleinert sich von 1° bis auf wenige Zehntel,
von 60 m Tiefe ab ist eine abkühlende Wirkung überhaupt nicht mehr festzustellen.
Ähnliches ergibt sich bei Betrachtung des Salzgehalts. In den oberflächlichen Wasserschichten
sind die Gegensätze am größten und nehmen mit der Tiefe ab. Die Verhältnisse
liegen hier allerdings etwas weniger einfach, weil der Salzgehalt sich nicht
wie die Temperatur mit der Tiefe immer im gleichen Sinne ändert, sondern in 40 bis.
50 m Tiefe ein Salzgehaltminimum auftritt. Durch den Auftrieb werden daher
die oberhalb liegenden Schichten salzärmer, die tieferen aber salzreicher, — Nach
der Verteilung des Salzgehalts ist auch in 60 bis 90 m Tiefe noch schwacher Auftrieb
vorhanden, der durch die Temperaturen nicht mehr angezeigt wird. — Auf einem
weiteren, von McEwen gezeichneten .
_ %) Schnitt, 3 Seemeilen südlich von Kap Loma (August 1911) tritt deutlich
der Einfluß des Küstenabfalls auf die an der Oberfläche bemerkbare Wirkung des.
Auftriebes hervor (vgl. Figur 3).
Von 120 m bis etwa 20 m Tiefe steigen sowohl Isothermen wie Isohalinen
an. In der oberhalb befindlichen Schicht aber zeigt sich der erwärmende Einfluß
des seichten Küstengebietes, durch den die abkühlende Wirkung des schwach ausgebildeten
Auftriebes aufgehoben wird. Der Salzgehalt nimmt bei Annäherung
an die Küste infolge der Steigerung der Verdunstung sogar stark zu. An der Ober-Aäche
verrät den Auftrieb nur das über der Tiefe von etwa 50 m ausgebildete Minimum
des Salzgehalts, das ohne Kenntnis der vertikalen Temperatur- und Salzgehaltsverteilung
zunächst rätselhaft erscheint.