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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

W. Köppen: Landnebel und Seenebel, 
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gibt aber teilweise Zahlen, die deren offenbare Nichtvergleichbarkeit beweisen, 
z. B. für die englische Südostküste über 18 Nebelstunden an einem Nebeltag als 
Durchschnitt. 
. Um aber die aus den Beobachtungen fester Stationen gewonnene Zahl der 
Tage mit »Nebel« auf die Zahl der Wachen mit f und m nach Schiffsbeobach- 
tungen behufs Gewinnung eines einheitlichen Bildes reduzieren zu können, 
müssen wir beide aus denselben Gewässern miteinander vergleichen.‘ Hierzu 
eignen sich am besten die Hoofden, weil der Schiffsweg‘ an den holländischen 
Feuerschiffen vorbeiführt. Nehmen wir die Orkneys und Shetlands und noch 
andere Teile der britischen Küsten hinzu, aus deren Nachbarschaft Schiffs- 
beobachtungen vorliegen, ‚so können wir das Gesamtergebnis dahin zusammen- 
fassen, daß durchschnittlich der Prozentsatz der Wachen mit £f und m nach der 
Auffassung deutscher Seeleute um etwa 10%, größer anzusetzen ist, als der- 
jenige der Tage mit Nebel‘ nach der Auffassung der Beobachter an festen 
Stationen sein würde. Würde es.sich in‘ beiden Fällen um denselben Begriff 
»Nebel« handeln, so würden im Gegenteil wenig mehr als 2 von den 6 Wachen 
im Etmal mit Nebel solchen bringen, der Prozentsatz der Nebelwachen müßte 
also fast nur !/, von dem der Tage betragen. Man sieht, wie stark däs Ergebnis 
durch die Einführung der zwei Stufen £f und m beeinflußt wird. Ein näheres 
Eingehen auf diese Frage würde indessen zu weit führen, 
. So roh diese Bestimmung ist, gibt sie doch allein die Möglichkeit, die 
Nebelhäufigkeit auf dem Ozean und den Küstenländern zu einem Bilde zu ver- 
binden, wie dies auf den Figuren 2 und 3 versuchsweise geschehen ist. Da 
Schiffsbeobachtungen von der Nordsee: und Ostsee noch in zu geringer Zahl 
vorliegen, so läßt sich dieses, immerhin in mancher Hinsicht lehrreiche Bild 
ohne Hinzuziehung der Landstationen und Feuerschiffe nicht gewinnen. Im 
Herbst und Winter (September oder Oktober bis Februar) sind die Festländer 
durch die Ausstrahlung kälter als die Wasserflächen, im Frühling und Sommer 
sind sie durch die Sonnenstrahlung wärmer. als diese,” Wenngleich das nebel- 
reichste Gebiet in beiden Jahreshälften bei Neufundland liegt, zeigt die Nebel- 
verteilung doch eine offenbare Abhängigkeit von diesen Verhältnissen, indem 
sich der Nebel vorzugsweise auf den kälteren Oberflächen findet. Warum aber 
Fig. 2, 
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Verteilung der reduzierten Zahl vierstündiger Wachen mit Nebel und starkem Dunst, 
in Prozenten der Gesamtzahl der Beobachtungswachen:
	        
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