Reinicke, G.: Die Eisverhältnisse des Winters 1916/17. in außerdeutschen europäischen Gewässern, 307
1) 5. IL—9. III. 1917 war festes Eis überall im Meere, wo der Eisbrecher das Eis nicht aufgebrochen
hatte, Nicht: allzu kräftiges. Treibeis 29, I.—2. II; schweres Treibeis 16. IIL—24. III. 1917. Die See-
fahrt, die den ganzen Winter hindurch im Gang gehalten wurde, war zeitweise für Segelschiffe und
schwache Dampfer geschlossen, wenn Eisbrecher nicht zu haben: waren. — ?) Die Fahrstraße außer-
halb des Hafens war vom 1.—16. 1T. 1917 bis zur Grenze der Seeweite mit festem Eise belegt. Sehr
viel Treibeis längs der Küste und in der Fahrstraße vom 6.—26. 1II. Die innere Fahrstraße, die
Kogrundsrinne, war vom 6, II.—5. IV.. (einschl.) geschlossen, — 3) G&, D.: 15 cm, Zerstreutes Treib-
eis hatte man sehr häufig während des Winters, schweres Treibeis :17.—22. IIl. 1917, sehr viel den 17.,
da Seefahrt nur für kräftige Dampfer möglich war, — %*)*) den 10,.—11, II. und 12.—15. III 1917,
G. D.:. 20 cm. Kein festes Eis, nur :Eisbrei‘ an verschiedenen Tagen. Nur wenig Treibeis in der Nähe
der Küste. — 5) 6. D.: 10 cm, kein festes Eis, sehr viel Treibeis vom 1, II.—7.’II. und vom 11. III,
bis 24. III, 1917. : Kräftige Dampfer konnten den äußeren. Hafen. und die Fahrstraße den ganzen
Winter hindurch anlaufen, — °% €. D.: 35 cm. 6.—8. II, und 22.-—25. III. 1917 war die Seefahrt
für weniger kräftige Dampfer geschlossen. +— 7) @, D.: 35 cm. Das Meer und die Fahrstraße waren
7.—9, IL... und 12.—15, III 1917 mit festem Eise .bis zur Grenze der Seeweite belegt, Sehr viel
Treibeis von 1. II. bis zum 5. IV. 1917. — % G. D,: 15cm. Festes Eis 8. II. 1917 bis zu 1.5 Sm vom
Ufer. Treibeis im Meere: ‚6, 1I.—23. IIT, 1917. —'% 6. D.: 27 cm. ' Treibeis: 4.—8. II. und 12. III.
bis 12. IV. 1917, Kein festes Eis außerhalb des: Hafens. — 2) 6. D.: 25cm; Treibeis etwa: eine
Woche im März... — 11) 21. IIL 1917 war das Meer frühmorgens. bis zur Grenze der Seeweite mit
dünnem, festem Eise belegt. Zerstreutes Treibeis mehrmals während der Periode 21, II.—2. IV. 1917,
Kein: die Seefahrt hinderndes Eis kam im Hafen oder im Meere außerhalb des Hafens vor. —
12) 6. D.: 80 cm. Festes Eis im Meere 21, J.—13. IV. 1917. Kein Treibeis. — 2) -6. D.: 40 cm.
Festes Eis in der Fahrstraße bis 6 Sm, Ost vom Festland 5, III-—11. IV, 1917, — 14) 6, D.: 45 cm.
Festes Eis außerhalb des Hafens und in den Fahrstraßen: 20. I.—25. I., 7. IIL—14, IX, und 10. 1IL.
bis 6. IV. 1917. Zwischen 12. und 29, III, war kein offenes Wasser zu sehen.. Bedeutendes Treib-
eis: 20.—25, I., 29. I.—8. IL, 12.—14, II., 17.—22, IT. und 30. IH.—8. IV. 1917. Packeis an der
Küste: 18..1.—8. II, und 6. II1.—7. IV. 1917. — 215) 6, Do: 70cm. Festes Eis-bis zur Grenze der
Seeweite. 7, 111.—1. IV. 1917, Treibeis war beinahe täglich zu sehen während der beiden Perioden:
23, I—15. IL ‚und 1.—26. IV. 1917... 19. IL—5. III. war die Reede von: Arkö eisfrei, — 1%) Kein
festes Eis außerhalb des Hafens. Treibeis beinahe jeden Tag vom 20. I, bis zum 7. IV. 1917, manch.
mal sehr schwer, Die Seefahrt konnte den ganzen Winter in Gang gehalten werden, die Zeit 9. III.
bis 26. IV. 1917 ausgenommen, da die Fahrstraße mit grobem Packeise, das nur mit Schwierigkeit
von Eisbrechern durchgebrochen werden konnte, dicht. belegt war. -—. 17) G. D.: 74 cm, - Bedeutendes
Treibeis vom 7. III.—26. IV. 1917. — ®) 6. D.: 70 cm. — 1% Die Fahrstraßen Stockholm-—Sandhamn
und Stockholm—Dalarö wurden durch Eisbrecher für Dampfer offen gehalten, — 2) 6, D.: 65 cm.
Festes Eis im Meere 2, 111,—25. III. 1917; zwischen Eggegrund und Gefle bis zum 22. IV. 1917.
Bedeutendes Treibeis an der Küste 26. 1.-—8, II. und -20, 11.—2, JI1. 1917. Grobes Treibeis im Meere
außerhalb des Hafen-Reviers 30. 1JI.—44, 1V., 23.—24, IV., 28. IV.—5. V. 1917; Zerstreutes Treib-
eis kam noch am 10. V. vor. — 2%) €. D.: 60 cm, Festes Eis im Meere vom 5, II,—6. V., 1917,
Bedeutendes Treibeis: 9. I.—5. III. und 6.—12. V. 1917, Das letzte Treibeis wurde 13. V. beobachtet.
— 2) 6. D.: 60 cm. Festes Eis im Meere und in den Fahrstraßen 28. I.—14, II. und’ 25, I1.—9. V.
1917. Nur wenig Treibeis, — %) G&. D.: 40 cm. Festes Eis im Meere bis zur Grenze der Seeweite vom
15. L.—19. II, und 1. 1]1.—3, V. 1917; die Fahrstraße innerhalb Bremö war bis zum 6. V. mit festem
Fise belegt; Bedeütendes Treibeis vom 3. I. bis zum 10. V. 1917, — 2%) 6. D.: 80 cm. Kein festes
Eis im Meere, Bedeutendes Treibeis 3, III.—24. IV, 1917.‘ Den 6, V, wurde das feste Eis in der
Fahrstraße nach Hernösand von Eisbrechern aufgebrochen, — 2%) Kein Bericht! — 2% 6. D.: 90 cm.
Kein offenes Wasser zu sehen vom 15. II.—6. IV. 1917. Grobes Treibeis 23, XII. 1916—15. IL, 1917
und 6. IV.—16, V. 1917. — 27) 6. D.: 65 cm. — 2%) 6. D.: 85 cm. Das Meer war seit: dem 28, XII.
1916 bis zur Grenze der Seeweite immer. mit festem Eise belegt. Am 1. V, 1917 noch bis zu 2 Sm
vom Ufer. — 2% G. D.: 55 cm. Festes Eis im Meere bis zur Grenze der Seeweite 10, I.—3. V. 1917,
Nur: sehr wenig Treibeis, — %) @&, D.: 60 cm, Festes Eis im Meere vom 21. XII, 1916 bis zum
21. IV. 1917 und in.der Fahrstraße nach Leskär bis 29. V. 1917. Bedeutendes Treibeis 18.—30. XII.
1916 und 22, 1V.—19. V. 1917. Zerstreutes Treibeis 20.—28, V. 1917, — %) 6, D.: 66 cm. Das Meer
belegt mit festem Eise vom 18. XI[. 1916 bis zum 15, V. 1917. Bedeutendes Treibeis: 20. XI, 1916
bis zum 7, VI. 1917. — ®) €, D.: 68 cm. Die Fahrstraßen. waren mit festem Eise belegt 20. XI. 1916
bis 31. V. 1917. Sehr wenig Treibeis im Meere außerhalb des Hafens. — ®%) Zugang = Anfang des
Zufrierens. —. *%).Aufgang = Eisfreier. Hafen. . 6, D. = Größte Dicke des gemessenen festen Eises,
Il. Die Eisverhältnisse in dänischen Gewässern. Sn
In Dänemark ist der Dezember durchschnittlich zu milde, dagegen sind
der Januar, Februar und der März durchschnittlich viel zu kalt gewesen. Die
Kälte ist, abgesehen von einzelnen Frosttagen im November und Dezember, in
vier Frostzeiten aufgetreten, deren erste am 10. I. begonnen und im Norden 30, im
Süden 20 bis 28 Tage angehalten hat. Die dritte Frostzeit (Anfang am 2. III)
hat zwei, die zweite und die vierte haben: je eine Woche gedauert, so daß Däne-
mark im Winter 1916/17 durchschnittlich 60 Frosttage gehabt hat. Daraus
haben sich durchschnittlich 45 Tage mit Eis ergeben, gegen 7 im Winter 1915/16
und 17 im Durchschnitt der letzten 11 Jahre. Die Verteilung des Eises zeigt die
folgende Tabelle. -