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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1917,
Die Eisverhältnisse
des Winters 1916/17 in außerdeutschen europäischen Gewässern.”
(Amtlich)
In dienstlichem Auftrage bearbeitet von Kapt. &. Reinicke,
Zu der folgenden Darstellung sind amtliche Berichte aus Schweden, Däne-
mark und den Niederlanden benutzt worden, außerdem sind alle der Deutschen
Seewarte bekanntgewordenen Pressemeldungen berücksichtigt. Die Angaben
über Eis vor der Kurischen Küste stützen sich auf Beobachtungen deutscher
Stationen.
I. Die Eisverhältnisse in den schwedischen und russischen
der Ostsee.
A. Schluß der Schiffahrt,
1. Der Nordbotten. Haparanda hatte eine Morgentemperatur von —8°,
Hernösand eine solche von —3° am 18, X. 1916; dieser Tag kann daher wohl
als Anfang des Winters im Nordbotten bezeichnet werden, wiewohl die Morgen-
temperaturen noch an einigen Tagen im Oktober und November und in der
ersten Hälfte des Dezember über 0° gelegen haben. Von Mitte Dezember an ist
aber die Herrschaft des Winters im Nordbotten und wie gleich hinzugefügt
werden kann, in schwedischen Ostseegewässern überhaupt, unbestritten. Im
Okt. -November Dezember Januar Februar März April Mai
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— 14°
—— —16°
Temperaturverlauf im Winter 1916/17 nach Pentadenmitteln von Hernösand (Sb Vm).
Januar und Februar wurden Morgentemperaturen von — 30° in Haparanda und
—20° in Hernösand mehrere Male überschritten, und selbst im letzten Drittel
des März wurden in Haparanda noch mehr als —20°, in Hernösand noch mehr
als —10° (Kälte) beobachtet. Erst Mitte April trat Tauwetter ein, doch brachte
das erste Drittel des Mai noch durchschnittlich unter 0° liegende Morgen-
temperaturen. Die beigegebene Figur zeigt den Verlauf der Morgentemperatur
zu Hernösand im Winter 1916/17 nach fünftägigen Mitteln, Ähnliche Kurven
ergeben sich für Haparanda, Stockholm und Wisby, allerdings mit den Unter-
schieden, daß in Haparanda die hohen mittleren Morgentemperaturen nur 1°,
die niedrigen —25°, in Stockholm die hohen 7°, die niedrigen —12°, in Wisby
die hohen 8°, die niedrigen nur —7° erreichen,
In den nördlichsten Häfen entstanden der Schiffahrt schon am 26. X.
Schwierigkeiten, doch war Luleäi noch am 20. XI. ohne Eisbrecherhilfe zugänglich,
Or. » Die Eisverhältnisse an den deutschen Küsten im Winter 1916/17 vgl. Ann. d, Hydr. usw.
17. $. 341.