Immler, W.: Die Azimutgleiche als Standlinie und ihre Verwertbarkeit in See- und Lüftschiffahrt, 389
‚nit Y 2 tang=1.483
ı = 50.3° tang — 1.205
8=2,688 . colog == 9.571
a =360° 0. u=0.278 log = 9.444
a, = 1769 52.7 a, = 176° 52.7’
Ay == 176° 52,7 > — 88° 26.4
a=176° 0.0 H= 88° 26.4
Aa= — 52.7 =. 9,7
N= 88° 36.1
Ax= — 19.6 . .
421=—4x cosee N = 19.6Sm W= 23.0 W
A =—40 0.00
AÄ=—3°9 3240
. colog = 9,571
log cosec = 0.000
og cos’ = 0.000
log 4a = 1.722
log 4x = 1.293
1° Fehler in der Beobachtung gibt etwa !/,° Fehler. in der Länge.
3. Zur Erläuterung, daß niedrige Höhen ungünstige Wirkung auf die
Standlinie haben, diene folgendes Beispiel: Ka
Auf etwa 10° N, 30° W wurde nahe der Vollmondszeit am 26. HI. 18 be-
obachtet: . M.G.Z.= 7h 52m 31° W. Az. der Sonne = 272° ;
T M. G. Z. = 7b 53m. 508 W, Az..des Mondes = 94°. - .
Führt man die Berechnung. nach obigen Beispielen durch, so erhält man
für die Sonne a = 271° 56.8° - für den Mond a =— 94° 29.7’
h= 1°14 . h= 6° &*%
Die Standlinienberechnung wird dann: >
h,=6° 0 - tang = 0.1051
bh =1° 14 tang = 0.0209
8=0,1260 colog =.0.900
Ay:= 940 29,7 u=0.0842 log = 8.925
a, = 271° 56.8 a, =271° 56.8
a = 177° 27.17 = 88° 43.5 Jog cotg — 8.350
a=178° 0.0 H = 183° 13.3 log tang z = 8.175
da= "+ 32,9 z= + 518 En
| N= 1840 48
Ax= + 261.2
Einem verhältnismäßig geringen Azimutfehler entspricht demnach ein be-
trächtlicher Ortsfehler, Eine Azimutbeobachtung führt also bei geringer Höhe
der Gestirne nur dann zu einem brauchbaren Ziele, wenn ‘die‘ Beobachtung mit
der größten Genauigkeit durchgeführt wurde. Im vorliegenden Fall ist die Ver-
schiebung‘ fast 8 mal so groß als der Fehler im, Azimutunterschied, ....
4. Herr. Dr. A. Wedemeyer hatte die Freundlichkeit, mich auf ein An-
wendungsgebiet der Azimutgleichen aufmerksam zu machen: Die ‚Ortsbestim-
mung aus: gerichteten. funkentelegraphischen . Wellen führt nämlich auf die
Pothenotsche Aufgabe auf der Kugel. . Sei es nun, daß von Großstationen charakte-
risierte Richtungswellen ausgesandt werden, oder daß die Bordstation mit Rich-
tungsempfängern ausgestattet ist!), immer wird die Richtung .der Welle sich
feststellen lassen. Es ist aber daran festzuhalten, daß die »ausgehende« Wellen-
richtung nicht identisch ist mit der. »ankommenden« Wellenrichtung, Es ist in
solchen Fällen notwendig, weil man nach der Methode der Azimutgleichen die
ankommenden Richtungen gebraucht, daß‘ man,noch an Bord ‚des Schiffes die
ausgehende Welle in die ankommende Richtung umrechnet;: Dies geschieht nach
dem Sinussatz ‘aus folgender Formel sin a = sin a’ cos g’ sec g, wobei die ge-
strichenen Werte ‚sich auf die Landstation beziehen, die ungestrichenen auf die
Bordstation; dabei kann’ für @ ein angenäherter Wert gesetzt werden, da die
Genauigkeit der Azimute 1° nicht übersteigt.. .Nur.für den Fall gleicher Breite,
oder wenn die Stationen nur geringe Entfernungen ‘haben, können die beiden
1 Siehe z.B. Pein. Lehrbuch der drahtlosen Telegraphie 1917. S. 344, 363.