accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

Reicke, A.: Beitrag zur Längen- und Breitenmethode des Standlinienverfahrens, 347 
Die Rechnung ergab: * t,=— 19h 56m 218, 
Altes Verfahren, Neues Verfahren, 
& tw =— 19h 56m 218 M. Gr. Zt. — 3h 47m 5s 
*a=- 14 11 19 mCO«=19 45 34 
Fp. Gr. Zt. =23 32 39 
*c= 14 11 19 
Fp.O.Zt.=34 7 40 
mCOa=19 45 34 
M.O0.Zt.=14 22 6 
M.Gr. Zt. = 3 47 5 
Atwi.Gr.= 9 21 20 
*twra.0.=19 56 21 
= Ag = 140° 20 W) 
AiZt.=10 35 1 AiZt.=10 35 1 
Ar = 158° 45 0. An = 158° 45’ 0. 
Nun bezwecke ich keineswegs, dieses neue Verfahren noch in die ab- 
sterbende Praxis einzuführen, was auch ein aussichtsloses Beginnen gegen die 
Macht der Gewohnheit wäre; sollte aber die Längenmethode aus der Navigation 
verschwinden und eine Aufgabe der angewandten Mathematik werden, so wäre 
wohl dies neue Verfahren vorzuziehen, da es in enger Verbindung mit der 
Höhengleiche bleibt, damit dem Verständnis der Schüler für das Standlinien- 
verfahren besser entgegenkommt und außerdem die Länge des Projektionspunktes 
mitgibt. 
2. Die Breitenmethode. 
a. Die Außenmeridianbreite. 
. Ich beginne mit dieser allgemeinen Breitenmethode, die der Chronometer- 
länge, was den Umfang der. Verwendbarkeit anlangt. entspricht, Sie kommt 
heute nur noch für die Mathematik in Frage. . ; 
in Fig. 2 sei Og wieder der gegißte Schiffsort, E der Projektionspunkt, 
z der beobachtete Zenitabstand eines Gestirns und der Kreis mit z um E die 
Höhengleiche, die den gegißten Meridian in B und B’ schneidet. Zieht man den 
Meridian des Projektionspunktes aus, so sind 
die Dreiecke PrEB und PyEB’ wieder Pro- 
jektionen der Poldreiecke am Himmel. Die 
Punkte B und B’ sind bei der Breitenmethode 
die Bestimmungspunkte der Standlinie, d. h. 
man errechnet sich, unter welcher Breite 
der gegißte Meridian. von der Höhen- 
gleiche geschnitten wird. Es ist also im 
A PyEB die Seite PxB = b = 90 — gg und im 
A PxEB’ die Seite PxB’ = D = 90 — xy zu be- 
rechnen aus den bekannten Größen p (9)—0), 
z (90 —h) und dem Winkel am Pol t. Der Umstand, 
daß bei dieser Außenmeridianbreite gegebenen- 
falls zwei Dreiecke möglich sind, macht diese Auf- 
gabe zu einem äußerst lehrreichen Fall in dem 
Fach der angewandten Mathematik. Schneidet 
nämlich die Höhengleiche den gegißten Meridian 
außer in der Nähe des Loggeortes noch ein 
zweites Mal diesseits des Pols (wie in diesem Falle in B’) so sind an sich zwei 
Fälle möglich; fällt der 2. Schnittpunkt dagegen jenseits des Pols, nämlich wenn 
g und d ungleichnamig und gleichzeitig h<ö ist, so gibt es nur einen Fall 
Die Zweifälligkeit drückt sich auch in den zur Berechnung benutzten Formeln 
aus, da nach dem Sinussatz zunächst das Azimut und dann nach den Napierschen 
Gleichungen die Breite bestimmt wird.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.