24 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1917,
dieser Untersuchung sollen anderswo veröffentlicht werden. Figur 4 gibt einen Teil
der gefundenen Kurve wieder (es wurde dabei während 30 Stunden jede dritte
Minute beobachtet!). Man ersieht, daß während dieser Zeit eine beträchtliche Erhebung
und darauf folgende Senkung der Schichten eintrat. Das auffallendste ist
aber, daß auf den Kamm dieser internen Welle kurzperiodische Niveauschwankungen
von etwa 15 Minuten Periode superponiert sind.
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Nun sind im Gullmarbecken gewöhnliche Seiches von 15 Minuten Periode
mehrmals beobachtet worden, obwohl der Mareograph in Bornö (etwa 15km von
der Mündung des Fjordes) bei dieser Gelegenheit keine Spur davon anzeigte,
Wenn aber derartige Seiches wirklich auftreten, müssen nach der Theorie
von Nils Zeilon!), wenigstens bei günstigen Schichtungsverhältnissen, sekundäre
Grenzwellen von derselben Periode von der Fjordschwelle ausgehen. Unter der
Annahme, daß die gefundenen Oszillationen wirkliche Grenzwellen repräsentieren,
kann man die Amplitude der letzteren berechnen. Aus den an Bord täglich gemachten
Messungen berechnete man die Werte der Dichten in 2 und 25 m Tiefe bei dieser
Gelegenheit zu 1.013, bzw. 1.024. Da die Dichte des Füllwassers etwa 1.021 betrug,
wird der Faktor 57 nach obenstehender Formel r = 13. Die abgelesene (doppelte)
Amplitude bei A in Figur 4 beträgt im Mittel 26 mm, so daß die totale Höhe der
entsprechenden Grenzwellen etwa 35 cm betragen sollte. So kleine und schnelle
Schwankungen durch Titrierungen zu entdecken, wäre praktisch unmöglich. Auch
ließen sie sich schwerlich mit dem oben erwähnten registrierenden Densitometer
beobachten.
Es muß aber nicht übersehen werden, daß es noch eine andere Erklärungsmöglichkeit
für die Ursache dieser Oszillationen gibt, nämlich daß sie nur scheinbar
ı) Svenska Hydrografisk Biologiska Kommissionens Skrifter V