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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

Pettersson, H.: Zur Technik der Dichtigkeitsbestimmung von ‚Meerwasser. 23 
schlags :auf die Ablesungen zu dämpfen. Um jede statische Saugwirkung von hori- 
zontalen Strömungen im Wasser auszüschließen, sind die Spiralröhren in durch- 
löcherte Metallbüchsen eingeschlossen?). © a 
Beim Füllen des Apparates ist es vorteilhaft (um das Bilden von Luftblasen 
zu vermeiden), das Füllwasser möglichst von Luft zu befreien. Man erreicht dieses 
durch gelindes Erwärmen des Wassers und partielles Evakuieren in einer. großen 
Glasflasche. . . . 
Bei längeren Dauerversuchen empfiehlt es sich, das Füllwasser von Zeit zu 
Zeit zu erneuern, was unschwer geschieht durch zwei..in 4 und € angebrachte 
Seitenhähne. 
Wegen . ungleicher Wärmedilatation von Salzwasser und Toluol hat der 
Apparat eine gewisse Temperaturkorrektion, welche jedoch nur bei größerem Unter- 
schied der Toluolniveaus in den beiden Schenkeln des U-Rohres berücksichtigt 
werden muß (etwa ‚ein Tausendstel des Unterschieds pro-1°). ; 
Bei sehr starken Strömungen im. Wasser gibt es aber eine schwer zu be- 
seitigende Fehlerquelle.. Die Mündung des längeren Schlauches kann da zur Seite 
gepreßt und ihre Tiefe unter der Oberfläche somit vermindert werden, wodurch 
entsprechende Verschiebung des Toluols verursacht wird. Durch Beobachtung 
des etwaigen Anschlagwinkels der Bronzeleine @ kann man sich von dem Vor- 
handensein dieser Fehlerquelle überzeugen und ihren Einfluß schätzen. Bei Instru- 
menten mit bodenfester. Rohrleitung anstatt der. Schläuche wird diese Fehlerquelle 
hinfällig. _ 
Das hydrostatische Densitometer ist sehr wenig kostspielig, gibt die internen 
Bewegungen beinahe momentan an und kann somit auch für die Untersuchung 
von kurzperiodischen Niveauschwankungen, wie z. B. von Helmholtzschen Wellen, 
verwendet werden. Dabei ist das Instrument äußerst einfach abzulesen; man kann 
den augenblicklichen. Stand der unteren Schichten im Fjord auf einem an der Wand 
des Stationsgebäudes montierten Instrument ebenso leicht beobachten wie z. B. 
die Lufttemperatur! 
Figur 3 zeigt die Ablesungsresultate eines derartigen Instruments während 
einer Woche im Juli, mit der Kurve des registrierenden Densitometers verglichen. 
Fig, 3. 
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Das neue Instrument kann. auch an Bord gebraucht werden. Dank des 
liebenswürdigen Entgegenkommens des Herrn Kapitän z. See G. Ridderstad, 
Befehlshabers des Untersuchungsdampfers ‚„Skagerrak‘“, wurden Ende Juli dieses 
Jahres während einer Woche Dauerbeobachtungen mit dem neuen Instrument von 
dem an der Schwelle des Fjordes verankerten‘ Dampfer ausgeführt. Die Resultate 
1) In einer späteren Modifikation des Instruments habe ich ungeschützte, flache Spiralen” aus 
Bleirohr mit nach oben, bezw. unten, gerichteten, stark verjüngten Mündungen benutzt.
	        
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