Pettersson, H.: Zur Technik der Dichtigkeitsbestimmung von ‚Meerwasser. 23
schlags :auf die Ablesungen zu dämpfen. Um jede statische Saugwirkung von hori-
zontalen Strömungen im Wasser auszüschließen, sind die Spiralröhren in durch-
löcherte Metallbüchsen eingeschlossen?). © a
Beim Füllen des Apparates ist es vorteilhaft (um das Bilden von Luftblasen
zu vermeiden), das Füllwasser möglichst von Luft zu befreien. Man erreicht dieses
durch gelindes Erwärmen des Wassers und partielles Evakuieren in einer. großen
Glasflasche. . . .
Bei längeren Dauerversuchen empfiehlt es sich, das Füllwasser von Zeit zu
Zeit zu erneuern, was unschwer geschieht durch zwei..in 4 und € angebrachte
Seitenhähne.
Wegen . ungleicher Wärmedilatation von Salzwasser und Toluol hat der
Apparat eine gewisse Temperaturkorrektion, welche jedoch nur bei größerem Unter-
schied der Toluolniveaus in den beiden Schenkeln des U-Rohres berücksichtigt
werden muß (etwa ‚ein Tausendstel des Unterschieds pro-1°). ;
Bei sehr starken Strömungen im. Wasser gibt es aber eine schwer zu be-
seitigende Fehlerquelle.. Die Mündung des längeren Schlauches kann da zur Seite
gepreßt und ihre Tiefe unter der Oberfläche somit vermindert werden, wodurch
entsprechende Verschiebung des Toluols verursacht wird. Durch Beobachtung
des etwaigen Anschlagwinkels der Bronzeleine @ kann man sich von dem Vor-
handensein dieser Fehlerquelle überzeugen und ihren Einfluß schätzen. Bei Instru-
menten mit bodenfester. Rohrleitung anstatt der. Schläuche wird diese Fehlerquelle
hinfällig. _
Das hydrostatische Densitometer ist sehr wenig kostspielig, gibt die internen
Bewegungen beinahe momentan an und kann somit auch für die Untersuchung
von kurzperiodischen Niveauschwankungen, wie z. B. von Helmholtzschen Wellen,
verwendet werden. Dabei ist das Instrument äußerst einfach abzulesen; man kann
den augenblicklichen. Stand der unteren Schichten im Fjord auf einem an der Wand
des Stationsgebäudes montierten Instrument ebenso leicht beobachten wie z. B.
die Lufttemperatur!
Figur 3 zeigt die Ablesungsresultate eines derartigen Instruments während
einer Woche im Juli, mit der Kurve des registrierenden Densitometers verglichen.
Fig, 3.
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Das neue Instrument kann. auch an Bord gebraucht werden. Dank des
liebenswürdigen Entgegenkommens des Herrn Kapitän z. See G. Ridderstad,
Befehlshabers des Untersuchungsdampfers ‚„Skagerrak‘“, wurden Ende Juli dieses
Jahres während einer Woche Dauerbeobachtungen mit dem neuen Instrument von
dem an der Schwelle des Fjordes verankerten‘ Dampfer ausgeführt. Die Resultate
1) In einer späteren Modifikation des Instruments habe ich ungeschützte, flache Spiralen” aus
Bleirohr mit nach oben, bezw. unten, gerichteten, stark verjüngten Mündungen benutzt.