Sverdrup, H. U.: Zur Bedeutung der Isallobarenkarten,
und erhalten, indem wir die Reihenfolge der voneinander‘ unabhängigen Opera-
tionen — und - umtauschen:
at dx .
ddp L dr ed
zul
3 3P_ 13x Lade
su lt
oder in Vektorform:
) dp_ [dv] db
ep
Die letzten Gleichungen (8b) und (4b) haben genau dieselbe Form. wie
die Gleichungen (3a) und (4a), nur .daß hier TE auftritt, wo dort p und Se
wo dort v steht. SE stellt aber den momentanen Wert der lokalen Druckänderung
und A den momentanen Wert der lokalen Windänderung dar. Unter der Vor-
aussetzung, daß die Bedingung (2b) mit hinreichender Annäherung erfüllt ist,
sagen demnach die Gleichungen (3b) und (4b) aus, daß die lokalen Windände-
rungen in derselben Beziehung zur lokalen Druckänderung stehen wie der Wind
zum Druck. Es ist also der Skalawert der lokalen Windänderung:
[9 =au| pP], woa= a
tl Var) ya
und der Ablenkungswinkel der lokalen Windänderung von dem isallobarischen
Gradienten, ww, ist:
ww — = ar 2,
Y = arctg zz
Die Gültigkeit der Gleichungen (3b) und (4b) ist von Holtsmark und
mir mit Hilfe von Beobachtungen aus den Vereinigten Staaten Nordamerikas
eingehend untersucht worden!), Dabei wurden nicht die momentanen Werte von
und % der Untersuchung zugrunde gelegt, sondern die Beziehung zwischen
den lokalen Wind- und Druckänderungen in einem Zeitraum von drei Stunden
wurde geprüft. Das Ergebnis war sehr befriedigend. Im Mittel aus vielen
Fällen erhielten wir für die Beziehung zwischen den Änderungen?): ;
a=4, 4.10% und 4 = 41° .
während für dasselbe Gebiet die Beziehung zwischen Wind und Druckgradient
durch die Werte: ;
a=4, 1.10% und &% = 41°
charakterisiert war. Der Korrelationsfaktor zwischen den Vektoren ne und — var
war gleich 0.50. Dieser Wert des Korrelationsfaktors ist allerdings ziemlich
klein, man muß aber berücksichtigen, daß die Bestimmung der Änderungen mit
bedeutenden Schwierigkeiten verbunden ist, so daß die Werte derselben immer
mit. großen Fehlern behaftet sein werden. In dem Gebiet, wo die Anderungen
groß und deswegen leichter zu bestimmen waren, also wo die Isallobaren dicht
Jagen, ergab sich auch ein viel größerer Wert des Korrelationsfaktors, nämlich
0.69. Dieser Wert ist nicht viel kleiner als der für die norwegischen Stationen
bestimmte Korrelationsfaktor zwischen Wind und Druckgradient, 0.71.
Holtsmark und ich meinen deswegen in der erwähnten Abhandlung die
Richtigkeit des anfangs ausgesprochenen. Satzes nachgewiesen zu haben, daß die
!') H. U. Sverdrup und J. Holtsmark: Über die Beziehung zwischen Beschleunigungen und
Gradientenänderungen usw, Veröff, d. Geophys. Inst. d. Univ. Leipzig, Zweite Serie, Bd, II, Heft 3,
Leipzig 1917. Den Ausgangspunkt der in dieser Abhandlung mitgeteilten Untersuchungen bilden die
Arbeiten von Th. Hesselberg: Über die Beziehung zwischen uftdruck und Wind im nichtstationären
Fall und: Über eine Beziehung zwischen Druckgradient, Wind und Gradientenänderungen. Veröff. d.
Geophys. Inst, d. Univ. Leipzig, Zweite Serie, Bd, I, Heft 7 und 8, Leipzig 1915, .
2, Als Einheitssystem gilt hier das Meter-Tonnen-Sekunden-System (M. T. 8).