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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

Sverdrup, H. U.: Zur Bedeutung der Isallobarenkarten, 
und erhalten, indem wir die Reihenfolge der voneinander‘ unabhängigen Opera- 
tionen — und - umtauschen: 
at dx . 
ddp L dr ed 
zul 
3 3P_ 13x Lade 
su lt 
oder in Vektorform: 
) dp_ [dv] db 
ep 
Die letzten Gleichungen (8b) und (4b) haben genau dieselbe Form. wie 
die Gleichungen (3a) und (4a), nur .daß hier TE auftritt, wo dort p und Se 
wo dort v steht. SE stellt aber den momentanen Wert der lokalen Druckänderung 
und A den momentanen Wert der lokalen Windänderung dar. Unter der Vor- 
aussetzung, daß die Bedingung (2b) mit hinreichender Annäherung erfüllt ist, 
sagen demnach die Gleichungen (3b) und (4b) aus, daß die lokalen Windände- 
rungen in derselben Beziehung zur lokalen Druckänderung stehen wie der Wind 
zum Druck. Es ist also der Skalawert der lokalen Windänderung: 
[9 =au| pP], woa= a 
tl Var) ya 
und der Ablenkungswinkel der lokalen Windänderung von dem isallobarischen 
Gradienten, ww, ist: 
ww — = ar 2, 
Y = arctg zz 
Die Gültigkeit der Gleichungen (3b) und (4b) ist von Holtsmark und 
mir mit Hilfe von Beobachtungen aus den Vereinigten Staaten Nordamerikas 
eingehend untersucht worden!), Dabei wurden nicht die momentanen Werte von 
und % der Untersuchung zugrunde gelegt, sondern die Beziehung zwischen 
den lokalen Wind- und Druckänderungen in einem Zeitraum von drei Stunden 
wurde geprüft. Das Ergebnis war sehr befriedigend. Im Mittel aus vielen 
Fällen erhielten wir für die Beziehung zwischen den Änderungen?): ; 
a=4, 4.10% und 4 = 41° . 
während für dasselbe Gebiet die Beziehung zwischen Wind und Druckgradient 
durch die Werte: ; 
a=4, 1.10% und &% = 41° 
charakterisiert war. Der Korrelationsfaktor zwischen den Vektoren ne und — var 
war gleich 0.50. Dieser Wert des Korrelationsfaktors ist allerdings ziemlich 
klein, man muß aber berücksichtigen, daß die Bestimmung der Änderungen mit 
bedeutenden Schwierigkeiten verbunden ist, so daß die Werte derselben immer 
mit. großen Fehlern behaftet sein werden. In dem Gebiet, wo die Anderungen 
groß und deswegen leichter zu bestimmen waren, also wo die Isallobaren dicht 
Jagen, ergab sich auch ein viel größerer Wert des Korrelationsfaktors, nämlich 
0.69. Dieser Wert ist nicht viel kleiner als der für die norwegischen Stationen 
bestimmte Korrelationsfaktor zwischen Wind und Druckgradient, 0.71. 
Holtsmark und ich meinen deswegen in der erwähnten Abhandlung die 
Richtigkeit des anfangs ausgesprochenen. Satzes nachgewiesen zu haben, daß die 
!') H. U. Sverdrup und J. Holtsmark: Über die Beziehung zwischen Beschleunigungen und 
Gradientenänderungen usw, Veröff, d. Geophys. Inst. d. Univ. Leipzig, Zweite Serie, Bd, II, Heft 3, 
Leipzig 1917. Den Ausgangspunkt der in dieser Abhandlung mitgeteilten Untersuchungen bilden die 
Arbeiten von Th. Hesselberg: Über die Beziehung zwischen uftdruck und Wind im nichtstationären 
Fall und: Über eine Beziehung zwischen Druckgradient, Wind und Gradientenänderungen. Veröff. d. 
Geophys. Inst, d. Univ. Leipzig, Zweite Serie, Bd, I, Heft 7 und 8, Leipzig 1915, . 
2, Als Einheitssystem gilt hier das Meter-Tonnen-Sekunden-System (M. T. 8).
	        
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