Hesselberg, Th. u. Birkeland, B, J.: Über die Steigegeschwindigkeit der Pilotballone, 319
In der ersten Abteilung der Tabelle sind Versuche ohne Netz, in der zweiten
solche mit Netz wiedergegeben. Innerhalb jeder Abteilung sind die. Versuche nach
zunehmenden Werten der Reynoldschen Zahl R geordnet. Die Köpfe sind dieselben
wie in Tabelle 1, mit der Ausnahme, daß auch die Belastung B, in g gegeben ist.
Man sieht, daß die Werte von @ durchgehend größer als in Tabelle 1 sind,
und daß auch hier die großen Ballone größere Koeffizienten a haben als die kleinen.
Die Änderung von a mit zunehmendem R sieht man deutlicher in Fig. 2, wo & als
Funktion von R dargestellt ist. Für die kleineren Ballone ändern sich die Werte
von a nicht systematisch mit zunehmendem R, sondern gruppieren sich um die
Gerade a = 16.9, und für die größeren Ballone sammeln sich die a-Werte um die
Gerade a — 20.8. Dazwischen hat man ein Übergangsgebiet, dessen Grenzen nicht
genauer angegeben werden können, weil das Beobachtungsmaterial etwas spärlich
ist. Indessen scheint es, daß man für diese belasteten Ballone das Übergangsgebiet
zwischen etwa denselben Werten von R hat wie für die unbelasteten Ballone.
Fig. 2.
Der Koeffizient a in geschlossenen Räumen als Funktion der Reynoldschen Zahl,
Die Belastung der Ballone ist ungefähr gleich dem Auftrieb,
BETT.
1-%
LE
0 00
—
100000
Zn
P_
7
5
ZI
A = A = — ES
150000 200 000 250000 300.000 350 000 400000
Für Ballone, deren Belastung gleich dem Auftrieb ist, hat man, wenn R <
130000 ist:
v= 16914 Va
D e
Wenn R >> 250000 ist, hat man dagegen:
v= 20814 VS
D 8
Für das Übergangsgebiet können wir keine Formel für die Steigegeschwindigkeit
geben.
Die Versuche mit Pilotballonen in geschlossenen Räumen bestätigen also
die Resultate, welche man für den Luftwiderstand gegen Kugeln erhalten hat, Wie
erwähnt, hat man für diesen, solange die Turbulenz unverändert bleibt, zwei wesentlich
verschiedene Widerstandskoeffizienten gefunden, und zwar nimmt der Widerstandskoeffizient
rasch von dem größeren zu dem kleineren Wert ab, wenn die
Reynoldsche Zahl über eine bestimmte Grenze wächst, In Übereinstimmung
hiermit haben wir bei den Ballonversuchen in geschlossenen Räumen zwei wesentlich
verschiedene Werte des Koeffizienten a gefunden und einen sehr raschen Übergang
von dem kleineren zu dem größeren Wert, indem R den Wert 130000 überschreitet.
Dies gilt sowohl für belastete wie unbelastete Ballone. Die zwei Werte des
Koeffizienten a sind aber etwas größer für die belasteten als für die unbelasteten
Ballone..
Wir werden jetzt die Resultate in einer anderen Form geben, welche einen
direkten Vergleich mit den Resultaten von Doppelvisierungen erlaubt.
Wenn v in m/sek. gemessen ist, hat man:
R_2100vD
“N
der:
;D=DI
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