Rottok: Chronometerprüfungen bei der französischen, englischen und amerikanischen Marine. 945
VI, II und IX.nacheinander zwei oder drei Tage nach unten zeigen. Es werden
dann die Gangunterschiede zwischen den Stellungen der Zahl XII und VI, sowie
zwischen III und IX genommen. Der so erhaltene größte Unterschied ergibt
die Größe E. ;
G.. Der größte Gangunterschied für die vier geneigten Stellungen und für
die unmittelbar vorhergehenden und folgenden Normalstellungen gibt die Größe G.
Ausgeschlossen von der . Prüfung und nicht eingeordnet werden die
Chronometer ;
‘1. deren Gang in einem der Zeitabschnitte bei Zimmertemperatur und
normalen Verhältnissen 6.05% übersteigt, 0
2. bei denen eine der erhaltenen Größen folgende Werte übersteigt:
D0.00..,, 2,550k ; ;
Be .. G0«-+
BO«
Q.58ck
1.0 «
>55 «
35 «
—
A
83. bei denen der Unterschied zweier aufeinanderfolgender Gänge größer
ist als 2.0sek, .
Bei der Berechnung dieser Unterschiede werden: nicht berücksichtigt alle
Gänge bei geneigter Lage, die Gänge während der ersten Tage der Wärme-,
Kälte- und Isochronismusprüfungen, und ‚endlich die Gänge des ersten Tages,
der diesen Prüfungen folgt. ;
N. (nombre — Nummer.) Nach.N regelt sich die Einordnung. Sie wird
durch die Größen A und B erhalten, zu der man das größte C oder !/„, F hinzufügt.
Es werden die absoluten Werte dieser Größen genommen. .
In dem Falle, wo die Summe für zwei oder mehrere Instrumente dieselbe
wird, ist zu N das nächstfolgende C oder !/, F, dessen man bisher noch keine
Rechnung getragen hatte, hinzuzufügen. . Werden trotzdem gleiche Zahlen gefunden,
so müssen nach und nach die Größen I, E und G eingesetzt werden.
Sobald ein Instrument bei irgendeiner Prüfung die Höchstgrenze überschreitet,
scheidet es aus und wird dem Verfertiger zurückgegeben. S
Die Kriegsmarine kauft die nötigen. Chronometer entsprechend der. Gütenummer
an. Nur Chronometer, bei denen die Größe N kleiner als 3.0sek ist,
werden beim Ankauf berücksichtigt. (Ankaufspreis 2100 Fr. — 1680 4.) .
Der Chronometermacher, welcher das beste aus der Prüfung hervorgehende
Instrument ‚geliefert hat, erhält ‚eine Prämie von 1200 Fr. == 960 M,
falls N nicht größer als 2.5sek ist, .
Aus einer Zusammenstellung der Wettbewerbprüfung 1909 bis 19101) ist
folgendes ersichtlich: Die Prüfung fand statt vom 3. November 1909 bis 5. April
1910. Die mittleren Gangwerte wurden aus 4 bis 6tägigen Prüfungsabschnitten
errechnet, je nachdem die Sonn- und Festtage fielen, an diesen Tagen fanden
keine Vergleiche statt, Die Prüfungsabschnitte auf Neigung dauerten zwei oder
drei Tage. Nachfolgende Liste gibt einen Auszug aus der oben angeführten
Wettbewerbprüfung. Die, angegebenen Zahlen sind Zimmertemperaturen. Die
Chronometer befanden sich bei der Prüfung auf Wärme sowie bei Kälte in einem
Wärmeofen bzw. in einem Kälteraum. ...
Die Buchstaben i, c. und f stehen rechts von den Gängen, die entstanden
sind, als die Chronometer auf Isochronismus (i), Wärme (c) und Kälte (f) geprüft
wurden. In dem Beispiel. sind die Buchstaben 1 bis .7 vermerkt worden, um
sofort erkennen zu können, wo der größte Gangunterschied sich befindet.
Zur Ermittelung der verschiedenen Werte war die Reihenfolge wie folgt:
Zimmertemperatur, Isochronismus, Neigung, Wärme, Kälte und Zimmertemperatur,
Zwischen Isochronismus und Neigungsprüfung lag ein Zeitabschnitt von 5, zwischen
den Wärme- und Kälteprüfungen waren mindestens zwei von 5 Tagen. Nach
der letzten. Kälteprüfung standen die. Chronometer noch 6 Zeitabschnitte in
Zimmertemperatur,
1) Bekanntmachung des Service Hydrographique: »Concours de Chronomitres du 3. novembre
1909 ou 5. avrıl 1910<.