Meißner, O.: Über den örtlichen Einfluß von Luftdruck u Wind auf d., Wasserstand d, Ostsee. 231
Zur Berechnung benutzt ist das obere Schema, in dem der Anfangspunkt
der Zählung auf Tag 5 verlegt ist, um kleinere Zahlen. zu erhalten. Die
Koeffizienten ag a, a2, die man haben will, stehen mit den berechneten a, a, a
in einfachem Zusammenhang, Denn es ist
3.70}
W
= trat t*
Ba (t—5) + (t— 5)
atrat-— di Ei -— 105-425,
=
= 8 — 58, + 25 8,
Die Ergebnisse finden sich in ‚Tabelle 2. [ee] ist wieder die Fehler-
quadratsumme.
Tabelle 2.
Einfluß der Beständigkeit der Windrichtung.
S— SW
W—NW
NV— NO)
0—S0O
0
' | t? | [se]
vw | tt ] 1 | Lez]
N
Memel.
"—381.5/-4-30.2 — 2,621 2056|
A 174A'& 82 & 0.76
“425 485,6 — 1.92
2 41221 £&12
‘+65 —502 42,83|
+17 ‘4 719 4 0.76
— 8 |1—352 4128|
u 0/2 3.8! -& 0.35 |
3 #
*) 10. Tag zu — 135 ergänzt (in Tab. 528.8. O. 'S,476).
Swinemünde.,
— 98 | + 2.7 | 4 0.03/ 2263
+ 18.01 -+ 84 -+& 0.78
— 1 |-+50.7| 366 6914
+ 31.4 -E 14.7 + 1,36
A157 — 58.0 | 44.68] 1318|
- 13.714 65 | + 0.60
+ 18 za LO
A 19.14 9.0 |-E 0,88°
p | 6 | | [ee]
Travemünde.
— 66.51 — 28.4! +2,75] 7019
+ 3° + 14,9 — 1.38
— 95 -+25.9| 0 1726
+ 16 + 7.61 & 0.68
4194 | — 32,3! + 1.64!
4 Rölt 644 054
4178 | — 58,2| 44.76 4211
{+ 24.61 zz 116 -& 1.07
1091
Außer bei Swinemünde für den S—SW-Quadranten sind die Koeffizienten
des linearen und quadratischen Zeitgliedes durchweg größer als ihre mittleren
Fehler, so. daß man den Formeln wohl Vertrauen schenken darf, ‚Daß die Kon-
stanten (Spalte t° der Tab. 2) mitunter sehr groß sind, liegt an den »Anfangs-
bedingungen«, d. h. den Winden, die vorher geweht haben. Daß sie stets (mit
einer einzigen Ausnahme) das entgegengesetzte Vorzeichen wie das lineare Zeit-
glied zeigen, ist gleichfalls. im Wesen der Sache begründet, denn die vorher
wehenden Winde haben im Durchschnitt die entgegengesetzte Wirkung wie die
des in Frage kommenden Quadranten, Weshalb endlich lineares und quadra-
tisches Glied verschiedene Vorzeichen haben müssen, ist in $ 3 auseinander-
gesetzt.
Wieder kann man leicht aus
a3 W
= 2a,t- a, =0
den Tag des Wasserstandsextrems und dies selbst finden; so ergibt sich
ya La
übrigens Wı = & — ix
8 7. Ableitung anderer Formeln für Memel. Die Annahme einer Exponential-
funktion führte auch hier zu keinen vertrauenerweckenden Ergebnissen; in
manchen Fällen, wo sich ein deutliches Maximum bzw. Minimum der Wasser-
stände innerhalb der Beobachtungsdauer (10 Tage) zeigte, wäre eine solche
Annahme auch gar nicht am Platze. Dagegen habe ich für Memel auch noch
Formeln, die t—! und t—+? oder nur t—1 (außer der Konstanten) oder t und t—!
enthalten, abgeleitet; die Koeffizienten finden sich in Tab. 3 nebst ihren mittleren
Fehlern und der. Fehlerquadratsumme fee].