accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

224

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1917.

Es ist anzunehmen, daß sich der Canon auf ein früheres Werk Etzlaubs
bezieht, das weniger reich mit Stundenskalen ausgestattet war (im Canon 6 Centra,
auf [1511] 7, auf [1513] 8).
Die Außenseiten sind im Canon nicht beschrieben. Es kann angenommen
werden, daß sie auf dem zum Canon gehörigen Stück leer geblieben waren.
Jedenfalls trugen sie keine Karte, das beweist der letzte Satz der Handschrift,
der die Benutzung der Straßenkarte empfiehlt. Aber gerade diese Bemerkung
macht es klar, weshalb Etzlaub auf diese beiden Stücke eine Karte übertragen
hat. (Das Nürnberger Exemplar hat auf dem Deckel eine Karte desselben Teiles
der Erde mit der gleichen winkeltreuen Darstellung mit vergrößerten Breiten,
setzt nur an Stelle mancher Ortsnamen andere.) Aber mehr noch: Die auf den
beiden Sonnenuhren befindlichen Karten entsprechen wegen ihrer Winkeltreue
der Anweisung in der Handschrift: „versus quam plagam una civitas ab alia
sit sita in charta ..., inspieiendum est“, Diese Bemerkung bezieht sich zwar auf
die Landstraßenkarte, die zu sehen ich keine Gelegenheit hatte, ich darf aber
wohl annehmen, daß das einzig übrig gebliebene Exemplar nicht vergrößerte
Breiten hat, sonst wäre es von Wolkenhauer erwähnt worden. Da die Karte
aber nur verhältnismäßig geringe südnördliche Ausdehnung (40° bis 58°) hat,
wird der Fehler auch bei gleichbleibenden Abständen der Breitenparallelen
nicht groß.
Von der Karte „Das ist der Romweg ...“ liegt mir ein ausgezeichnet gutes
Photogramm vor‘), sie reicht von 41° bis 58°, die am linken Rande aufgetragen
sind (rechts stehen, wie auch bei der Straßenkarte, die climata); diese hat für
die Breiten gleiche Abstände, Ich erwähne sie noch aus einem anderen Grunde,
In der Legende dieser Karte heißt es in der Anweisung zum Gebrauche der
Karte in Verbindung mit dem Kompaß, der auch auf der Karte 'als Sonnenkompaß
 abgebildet ist: „Nach dem compast zu wandern geschigt also Den prief
legt man nyder und seczt den compast mit der seyten an eyn leysten aber gleich
auf dissem compast und ruckt’ den prief pys die zungle gericht seyn so ligt der
prief recht den laßt man ligen unverruckt und legt darnach den compast mit
der seyten auf die punct zweier fürgenomen stet und merk wye die zung stee
auf den achtteil Also stet sye auch wei man zwischen denselben zweyen Steten
kumbet (?)“. Hier haben wir eine deutliche Anweisung für den Gebrauch des
Sonnenkompasses auf Reisen zur Bestimmung der Richtung und erkennen, wie
viel dem Manne, der diese Anleitung geschrieben, daran gelegen sein mußte, eine
winkeltreue Darstellung, zumal für eine Karte von so großer südnördlicher Ausdehnung
 zu haben. Daß ihm die Lösung dieser Frage gelungen ist, beweisen
die beiden Karten auf den Sonnenuhren aus den Jahren 1511 und 1513.

Die Interferenz vom tropischen mit dem drakonitischen Luftdrucksystem,
direkt im Gang des Luftdruckes nachgewiesen.
Von F, Schuster, Oberstleutnant a. D., Karlsruhe.
(Hierzu Tafel 12.)
Um den Verlauf eines Luftdrucksystems von bestimmter Periodenlänge
zu erhalten, ist die Mittelbildung aus einer entsprechend langen Reihe von
Einzelverläufen geboten, damit die Einflüsse von Systemen mit anderer Periode
sich eliminieren.
Handelt es sich z. B. um Monatsperioden, so wird die Mittelbildung in
Rücksicht auf den Einfluß des Mondzirkels aus Reihen von 18 bis 20 bzw. von
25 bis 40 Jahren geschehen, ; .
Je weiter eine solche Untersuchung zeitlich erstreckt wird, um so schwächlicher
 fallen dann freilich die Wellenausschläge des Mittels aus, sie zeigen dann

5 Ich verdanke es dem Herrn A Schück in Hamburg.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.