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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

Meißner, O.: Über die Beziehung der Temperatur zur Sonnenfleckenperiode. 191 
Tabelle 5. 
Januar, ... 
Februar ... 
März ..... 
April... .. 
Mai, ..... 
Juni ....- 
Juli. ..... 
August... . 
September . . 
Oktober ... 
November ., 
Dezember .. | 
Mittlere Abweichung 
| 2A 
Betrag | — 
3.23 
2.86 
1,95 
1.56 
85 
21 
AB 
„5 
1? 
46 
1.55 
2.538 
0.88 
0.80 
0.79 
109 
3.96 
U.77 
0.97 
0.81 
1.58 
0.90 
| 0.76 ) 
0.85 
Veränderlichkeit a 
Betrag 
[ 
+ 2A 
R 
2 
a“ 
+99 
>40 
‚9° 
‚29 
4’, 
‚EI 
95 
i.19 
1.69 
1.99 | 
314 . 
1,28 
1.04 
1.77 
0.63 
1.51 
0.98 
1.45 
0.87 
0.72 
1.35 
0.98 
177 
Fragen wir zum Schluß nach der Ursache dieser merkwürdigen 
jahreszeitlich verschiedenen Periodizität, so ist es wohl sicher, daß Luftdruck- 
verschiebungen die letzte Ursache sind. Es wäre also wohl eine sehr lohnende 
Aufgabe, hier weitere Untersuchungen anzustellen, doch muß Verfasser wegen 
der großen dazu nötigen Rechenarbeit dies andern überlassen, 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Drachenaufstiege über der großen Neufundlandbank und ihrer 
Nachbarschaft, Das amerikanische »Weather Bureau« hat bereits viel dazu 
getan, unsere Kenntnis von der vertikalen Verteilung der meteorologischen 
Elemente zu erweitern. Ein weiterer Schritt in dieser Richtung ist im Sommer 
1915 geschehen, und zwar durch Drachenaufstiege über der großen Neufundland- 
bank und ihrer Nachbarschaft. Diese Aufstiege wurden von Bord des Küsten- 
wachtschiffes »Seneca« durch C. S. Wood ausgeführt. Er berichtet darüber im 
Monthly Weather Review 1916 Supplement Nr. 3. Es sind im ganzen 27 Drachen- 
aufstiege mit einer mittleren Höhe von 1054 m. Die Technik der Aufstiege wird 
beschrieben, was aber nichts Neues bietet. Die Aufstiegsergebnisse sind zahlen- 
mäßig und graphisch ausführlich wiedergegeben. 
Wood unterscheidet je nach dem Aufstiegsort vier Gruppen von Auf- 
stiegen: A. solche über dem Labradorstrom, B. über der großen Bank und dem 
Küstenwasser, C. über dem Golfstrom, D. über Mischwasser. Über dem kalten 
Wasser der beiden ersten Gruppen herrscht eine typische Bodeninversion von 
etwa 6°C im Mittel, die bis etwa 300 m Höhe reicht, darüber normale, ziemlich 
gleichmäßige Temperaturabnahme. Über dem Golfstrom beginnt die Temperatur- 
abnahme bereits unmittelbar über der Meeresfläche. Über deın Mischwasser ist 
die Temperaturverteilung im großen und ganzen isotherm.. Es ist demnach ein 
charakteristischer Unterschied zwischen den verschiedenen Typen festzustellen. 
Die Unterlage beeinflußt entschieden die Temperatur der untersten etwa 300 m 
mächtigen Schicht, wie es auch zu erwarten war!)., Aus den wenigen Beobach- 
tungen dürfen natürlich keine weittragenden Schlüsse gezogen werden, Die drei 
Aufstiege über dem Labradorstrom sind z. B. an einem Tage gemacht; von den 
acht Aufstiegen der zweiten Gruppe gehören fünf einem einzigen Tage an; 
ferner dürften die beiden Drachenflüge vom 17. Mai, die Wood dem Golfstrom 
zugerechnet hat, der Bodentemperatur von etwa 9°C nach zu schließen, wohl 
1) An der Meeresoberfläche ergaben die drei Aufstiege "im Golfstrom 12°, die acht auf der Bank 
6° als mittlere Lufttemperatur, in 800 m Höhe aber beide Reihen 11°. D. Red.
	        
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