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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1917.

Periodizität halbjährlich: Maxima im Januar und Juli, Minima im März und
November. Während nun die Werte AR noch von der absoluten Größe von
A’) abhängen und daher nicht weiter diskutiert werden sollen, so ist der Gang
des Quotienten ZA wohl einer eingehenderen Betrachtung wert. Zwar beträgt
sein mittlerer Fehler (vgl. oben) -+- 0.32, der wahrscheinliche also + 0.21, und‘
es liegen nur fünf Werte außerhalb der Grenzen 0.79 und 1.21, aber bei der
regelmäßigen Verteilung ist an der Realität der ganzen Erscheinung nicht zu
zweifeln. Nun ist folgendes zu beachten: Falls sich eine Periodizität (oder ein
anderer systematischer Einfluß) über viele Glieder einer Reihe erstreckt, ist
B <—2A, denn dann unterscheiden sich zwei benachbarte Einzelwerte gewissermaßen
 »zu wenig« (gegenüber rein zufälliger Fehlerverteilung) voneinander; bei
vasch wechselnden systematischen Einflüssen ist umgekehrt B >24, U also >11.
Falls eine Periode vorliegt, die sich über vier Reihenglieder erstreckt, versagt
das Abbe-Helmertsche Kriterium: B wird = 2A, wie bei reinen Zufallswerten
 ?).
Unter Berücksichtigung dieser Betrachtungen wird man also sagen können:
Der jährliche Gang des Quotienten SS beweist, daß das Verhalten der einzelnen
Monate im Laufe des Sonnenfleckenzyklus ein durchaus verschiedenes ist: Januar
und Juli weisen eine deutliche Periodizität auf, die Frühlings- und Herbstmonate
keine. Man kann dies aber noch viel deutlicher erweisen,
Zu diesem Zwecke habe ich zunächst die Abweichungen der Monatstemperaturen
 in eine Fouriersche Reihe entwickelt, wobei ich bis zu den
Gliedern mit dem dreifachen Argument ging. Es sei T die Temperatur eines
Monats, To das Mittel, t die Jahreszahl (t=0 für das Maximum, b für Minimum usw.);
dann ist gebildet
D=To-L a, sin 300 yon cos 30 yo a sin 2 30 4
11 11 11
Ad c08 2.390 40 + a; sin 3.360 0 + b, cos 3 308 tc
11 11 1
, 360 360
= 1 +6 cos (7 1-t— gı) +02 cos (2°. t— go)
360
+0, cos (840.4 — go) 3)

1) Diese hat ebenso wie B gleichfalls eine halbjährliche Periode, die nur im Mai etwas gestört
ist. die Minima fallen hier aber symmetrischer zu den Maximis auf April und Oktober. Aber diese
Periodizität hat mit den Sonnenflecken wenig (aber doch etwas!) zu tun; sie ist wesentlich eine Folge
des jährlichen Ganges der mittleren Temperaturabweichung der einzelnen Monate. Auf diese an sich
ia lange bekannte Größe selbst wird am Schlusse der Arbeit noch zurückzukommen sein; daß sie
nicht ganz dasselbe Bild liefert wie die Werte A (und B) der Tab. 1, liegt eben daran, daß der Sonnenfleckenzyklus
 die Werte A doch etwas beeinflußt, und zwar im Sinne einer Verschärfung des jährlichen
 Ganges der mittleren Abweichungen. Setzt man A — T =CU, 7 = F, so sind die Werte
E- nunmehr streng vergleichbar und haben folgende Beträge vom Januar ab: -+ 0.75, —0.68, —1.45*,
—0.59, —0.12, +0.02, +1.08, -+0.78, — 0.11, —0,96, —1,24*. +0.38, Da der Gang genau der
gleiche ist wie der im Text erörterte des Quotienten Ze ‚ braucht hier nicht näher darauf eingegangen
 zu werden.
23) Astron, Nachr. 202, Nr. 4825.
3) Es ist also cı = Va? +b;?*, g, = arc tang ee usw.
            
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