Schneider, J.: Die Wiederkehr der jährlichen und monatlichen Anderungen des Luftdrucks usw. 183
halbinsel zum Adriatischen Meer zieht, darauf die Alpenländer, einen großen Teil
von Frankreich und das nordöstliche Spanien umschließt und dem noch infolge
seiner weit südlich gelegenen Begrenzung Nord- und Mittelitalien sowie die Inseln
Korsika und Sardinien eingefügt sind. Für das umfangreiche übrige Gebiet der
Karte hat sich bezüglich des Wiedereintreffens der Luftdruckänderungen nichts
mit Bestimmtheit feststellen lassen.
Bahnabschnitt h. Der dritte Teil unserer Karte ist kurz gestrichelt. Er Legt
im Norden. Seine südliche Begrenzungslinie bewegt sich etwa zwischen dem 56. und
60. Breitengrad so, daß die Nordspitze von Jütland und nahezu das gesamte Skandinavien
nebst dem nördlichen Rußland von ihm umfaßt werden, Schottland und
seine Inseln aber ausgeschlossen bleiben. Alles was südlich von der angeführten
Grenzkurve sich findet, fällt in ein umfangreiches Gebiet, welchem hohe Barometerstände
eigentümlich sind. ; ;
Bahnabschnitt i. Diese Karte weist nicht weniger als vier treffsichere Gebiete
auf. Zwei derselben liegen im Süden und hüten die Stellen, an welchen sich wiederholt
positive Abweichungen vom mittleren Barometerstand bemerkbar gemacht
haben. Eines von ihnen stößt in einer Breite von 900 km aus dem Südwesten über
die Osthälfte von Spanien und das Mittelmeer durch Frankreich bis nach Süddeutschland
vor. Das andere kommt von Südosten herauf und schließt einen beträchtlichen
Teil der Balkanhalbinsel, das Adriatische Meer und fast ganz Italien
in sich. Mit diesen beiden Feldern steht ein dritter, mehr rundlicher Bezirk in Berührung,
welcher durch wagrechte Geraden hervorgehoben ist. Bei einem ungefähren
Durchmesser von 800 km wird es ihm ermöglicht, deutsche, österreichisch-ungarische
und polnische Landstriche zu umspannen. Der vierte, wesentlich größere Bereich
erscheint im Nordwesten über dem Atlantischen Ozean ebenfalls mit Horizontalstreifen.
Durch seine stark nach Südosten ausbiegende Begrenzung werden Irland,
fast ganz Großbritannien, die Nordsee, halb Jütland sowie Norwegen bis zum hohen
Norden hinauf in ihn einbezogen. Alle Flächenteile, welche die vier beschriebenen
Gebiete umlagern, haben durch Kurzstrichelung die ihnen zukommende. Charakterisierung
erfahren.
Bahnabschnitt k. Von dem westlichsten Punkt des 56. Breitengrades bis
zum Schwarzen Meere hin schmiegt sich an den Südrand der Karte ein Streifen,
für welchen das Wiedereintreffen bestimmter Barometerstandsänderungen nicht
feststellbar gewesen ist. Er birgt in sich die südwestlichen Teile Irlands und Englands,
halb Frankreich, Spanien, die Inseln Korsika und Sardinien, Mittelitalien,
etwas Österreichisches, hauptsächlich aber ungarisches und rumänisches Gebiet.
Aus ihm herausgeschnitten erscheint über Süditalien, dem Adriatischen Meer und
der Balkanhalbinsel eine Fläche, die mit senkrechten Streifen zu belegen war. Im
Gegensatz dazu deckt den vielmals größeren Rest des übrigen Europa eine Reihe
wagrechter Parallelen. ; .
4. Synodischer Mondumlauf.
Mondphase A. Fast im ganzen Kartenbild.ist die Wiederkehr geringerer Luftdruckwerte
deutlich ausgesprochen. Lediglich für ein Gebiet im Nordosten sowie
ein anderes im Süden und Südwesten sind die Ergebnisse weniger sicher ausgefallen.
Das erste Feld überlagert den Finnischen Busen und den Ladoga-See mit den sie
umgebenden Landstrichen. Der zweite Bereich lehnt sich mit breiter Basis an den
Kartenrand, so daß die Südspitze- von Italien, das westliche Mittelmeer, die Pyrenäenhalbinsel,
der Golf von Biskaya, ein sehr ansehnliches Stück von Frankreich, das
Westalpengebiet und Teile von Süddeutschland ihm einverleibt sind. Ganz im
Süden wird in ihm ein kleiner Fleck mit wiederholt positiven Luftdruckänderungen
gerade noch’ sichtbar.
Mondphase B. Zwischen dem 15. und 18, Längengrad senkt sich vom oberen
Rand der Karte bis zum Nordende von Dänemark ein sackförmiges Gebiet, welches
vertikale Schraffierung trägt und den größten Teil Skandinaviens bedeckt. Südlich
von Sardinien strebt ihm ein kleinerer Bezirk in gleicher Zeichnung entgegen. Wie
uns die reiche Kurzstrichelung kundgibt, konnte außer diesen beiden Feldern kein
anderes festgestellt werden, für welches der Eintritt bestimmter Barometerstandsänderungen
die Regel ist.