Barkow, B.: W. Blair, Das planetare Windsysten,
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Die zweite Schicht ist ziemlich gleichmäßig und konstant; sie reicht von 3 bis. 11
oder 12 km; der Gradient ist etwa 6.5°°C auf 1 km, Die dritte Schicht reicht
von 11 oder 12 bis 15 oder 16 km; der Gradient ist schwach und. beträgt 1° auf
i km oder weniger, In der vierten Schicht ist der Gradient negativ, — 1.7°.C
auf 1km; ihre obere Grenze findet sie.in rund 28 km Höhe. Die fünfte und
letzte bekannte Schicht, 28 bis 32 km, ‚hat ebenfalls noch einen negativen aber
entschieden kleineren Gradienten von, — 0.3° C. Eine Fie. 1
graphische Darstellung der Verhältnisse ist in Figur 1 ; 8.
gegeben, die den Mittelwert von drei sehr hohen Auf. Höhe" -40° 67
stiegen bis 30 km zeigt. T -
Die jahreszeitlichen Änderungen hierbei sind kurz
folgende: In mittleren Breiten zeigen sich vor allem
deutliche Anderungen in der untersten Schicht. In der
warmen Jahreszeit ist der Temperaturgang etwas un-
regelmäßig, in der Regel geringerer Gradient als der
adiabatische, zuweilen aber auch größer; in den Winter-
monaten finden wir hier Temperaturinversionen mit einem
Maximum in etwa 1 km Höhe. In Einzelfällen trifft dies
nicht immer zu, Die zweite Schicht behält ihren Charakter
bei, aber ihre Grenzen ändern sich. Die untere Begrenzung
ist im Winter etwas tiefer als im Sommer. Die obere
Grenze verschiebt sich aber beträchtlich, um etwa 2 bie
3 km nach unten. Für die dritte Schicht besteht die
hauptsächliche Anderung in dieser Senkung der unteren
Grenze, : Die obere Grenze, die Höhe der tiefsten Tem-
peratur, scheint ein wenig zu steigen (in Amerika!). In
der vierten Schicht scheint die Temperaturzunahme mit
der Höhe nicht annähernd so schnell zu sein wie im
Sommer, und beträgt nur 0.3° C auf 1 km. Die höchste,
fünfte, Schicht ist im Winter noch nicht untersucht.
In gewisser Hinsicht kann man sich diese jahres-
zeitliche Änderung vorstellen als Folge einer Breiten-
verschiebung; der Abstand vom thermischen Aquator ist
im Winter größer als im Sommer.‘ Von der Breite des
thermischen Aquators bis 40° Nord ist die Seehöhe des
Temperatur-Minimums niedriger und die Temperatur höher
mit zunehmender Breite. Die mittlere Abnahme der Tem-
peratur mit der Höhe beträgt in den Tropen rund 6° C
auf den Kilometer von der Erdoberfläche an bis zur
Höhe der oberen Westwinde, Diesen Typus finden wir
in mittleren Breiten in der zweiten Schicht. Der Gradient Mittlere Temperaturverteilung
nimmt mit wachsender Breite zu. ; 7. bei drei sehr hohen Aufstiegen,
_ Der Südwind, der zwischen einem Hochdruckgebiet und einem ihm folgenden
Tiefdruckgebiet fließt, ist bis zur Höhe der oberen Inversion wärmer als der
nördliche Wind zwischen Tief und dem darauf folgenden Hoch, Über der Höhe
der tiefsten Temperatur liegen die Verhältnisse umgekehrt.
Über die Luftdruckverhältnisse bringt Blair nichts Neues, er erwähnt
nur den hohen Druck in etwa 30° Breite, die Tiefdruckgebiete am thermischen
Aquator und in 60° Breite. Der. mittlere ost-westliche Verlauf der Isobaren
findet sich im Einzelfalle kaum auf der Erdoberfläche. Die dort vorhandenen
geschlossenen Isobaren öffnen sich aber in den meisten Fällen in größerer Höhe.
Wind, Temperatur und Druck hängen natürlich eng zusammen... Die
unterste Schicht in mittleren Breiten mit stark wechselnden Temperaturverhält-
nissen ist auch die Schicht unbeständiger Winde. Die beständigeren Wind-
strömungen, einschließlich der oberen Westwinde, scheinen immer von charakte-
ristischen Temperaturverhältnissen begleitet zu sein; bei- ihnen beträgt der
Gradient 5 bis 7°C auf den Kilometer. Die Fläche der tiefsten Temperatur
liegt nahe der oberen Grenze der oberen Westwinde. Die Beobachtungen deuten