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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Aprıl 1917. 
nach dem Vorbilde einer solchen Figur würde Schwierigkeiten bereiten und zu 
Irrtümern Veranlassung geben. 
So ist für die Höhenbestimmung das oben beschriebene Bild der gleich- 
mäßig verlaufenden Kurven gewählt und in der Art verwertet, daß für Stunden- 
winkel im Abstand von 30 Minuten Tafeln für von Grad zu Grad wechselnde 
Breiten und Deklinationen berechnet werden, welche es gestatten, mit einfacher 
Interpolation die Höhe des Gestirnes für die gegebenen g, ö und t zu entnehmen, 
Der Unterschied zwischen dem Tafelstundenwinkel und dem gegebenen Stunden- 
winkel führt dann mit einer stets in negativem Sinne anzuwendenden Korrektion 
auf die gesuchte Höhe. 
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Die Höhentafel für einen Stundenwinkel. 
Die beiden gebräuchlichen Formeln zur Höhenberechnung sind 
sin hı = sin g sin d + cos g cos & cos £ 
So 
= cos (p — 0) — 2 sin®- cos @p-cosö. 
In beiden Formeln kommen die gleichen Funktionen von & und ö vor. 
Ein Vertauschen der beiden Werte ist von keinem Einfluß auf das Resultat, gibt 
aber die Möglichkeit einer Herabminderung des Tafelumfanges auf die Hälfte, 
wenn für die Tafelbenutzung eines der beiden Stücke, z. B. das kleinere, mit gr, 
das größere mit ö bezeichnet wird. Bei einer Breite von 50° und einer Deklination 
von 20° ist eben 20° als Breite und 50° als Deklination zu wählen. Auf diese 
Weise läßt sich in dieser auf die Hälfte des Raumes gebrachten Tafel jede 
denkbare Zusammenstellung von Breite und Deklination finden. 
Die zuerst angeführte Formel gestattet die Höhenberechnung in bequemer 
Weise für Stundenwinkel von 0% bis 12%, Mit dem Stundenwinkel 6% ändert sich das 
Vorzeichen des zweiten Gliedes der rechten Seite der ersten Gleichung, so daß eine 
einmalige Rechnung durch Addition und Subtraktion des zweiten Gliedes, natürlich 
unter Benutzung der goniometrischen Funktionen, nicht ihrer Logarithmen, je 
eine Höhe für einen von der oberen und unteren Kulmination gleich weit ent- 
fernten Stundenwinkel gibt. Für gleichbleibendes g@ und 6 teilt die Höhe 0, der 
Durchgang des Gestirnes durch den Horizont, den Gestirnsweg in zwei Teile, 
dessen oberer Teil von der Mittagskulmination bis zum Horizont die Gestirnshöhe 
für gleichnamiges @ und 0, dessen anderer Teil sie für ungleichnamiges g und ö 
gibt. Die Durchführung einer Stundenwinkelzählung bis 12% ermöglicht es also, 
sämtliche denkbaren Höhen, sei es für zirkumpolare Gestirne, als auch solche mit 
gleichnamiger und ungleichnamiger Breite und Deklination aufzunehmen. In 
letzterem Falle beginnt man aber den Stundenwinkel vom Ende der ‚Tafel an 
zu zählen. 
Das Höhenmaximum für einen gegebenen Stundenwinkel erreichen die 
Gestirne im Durchschnitt, nicht durchgehend, wenn @ = 6 ist. Bei der Einteilung 
der Tafel derart, daß die horizontalen Linien die Breite, die vertikalen Linien 
die Deklination angeben, liegt die Linie für g?= 0 oder #g—ö= 0 in der 
Diagonale, welche die Ecken des quadratischen Blattes verbindet. Sämtliche 
Parallelen zu dieser Linie haben die Eigenschaft, daß auf ihnen der Wert # — 0 
gleich bleibt. Das Wertmaß für o-— 0 ist der Abschnitt des Schnittpunktes der 
diagonalen Linie mit der vertikalen Linie der Deklination auf der horizontalen 
Linie für die Breite 0° von dem Punkte für ö= 0° auf dieser Linie. 
Die zweite anfangs erwähnte Höhengleichung 
"sin h = cos (p — 0) — 2 sin 5: cos g + cos 5 
jäßt für die Höhenberechnung auf diesen Linien den Wert cos (p — 0) un- 
verändert bestehen, während die cos der beiden wachsenden Winkel g und ö 
kleiner werden. Bei gleichbleibendem Stundenwinkel folgt hieraus ein beständiges, 
zwar nicht ganz gleichmäßiges, aber. doch leicht zu verfolgendes Steigen der 
Höhe bis zum Maximum h = @ bei d = 90° für gleichnamiges g und ö und ein 
ebensolches Fallen für ungleichnamiges @ und 6.
	        
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