accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 45 (1917)

u 
zn 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1917. 
C. Wassersucher mit Kugeln. 
Dem äußeren Habitus nach ähnelt das Instrument einem gewöhnlichen, 
sehr vereinfachten Wasserschöpfer. Der zylindrische Körper, der Deckel und 
der Boden sind mit einem Rahmen aus Messing so vereint, daß sie bei offenem 
Stand des Schöpfers geschieden sind, beim Schließen des- 
selben (mittelst eines Fallgewichts) zusammengepreßt werden 
und dabei ein Wasservolumen aus der fraglichen Tiefe 
hermetisch einschließen. Die zylindrische Außenwand ist 
einfach, und zwar aus Glas, so daß eine Anzahl von ungleich 
gefärbten Glaskugeln im Inneren des Zylinders deutlich 
sichtbar ist, Die Kugeln, etwa 25 mm im Durchmesser, 
welche von Drahtgeflecht oben und unten im Zylinder ein- 
geschlossen sind, sind so ausbalanciert, daß sie eben in 
Wasserproben von stufenweise abnehmender Dichte schweben. 
Beim Arbeiten mit dem Apparat wird derselbe offen bis 
zu der gewünschten Tiefe gesenkt, um daselbst nach etwa 
einer halben Minute verschlossen zu werden. Beim Auf- 
holen braucht man nur die Zahl der oben im Zylinder 
schwimmenden oder der am Boden liegenden Kugeln zu 
zählen, um die ungefähre Dichte des Wasserinhalts zu 
finden. Dabei wird auch die Temperatur des Wassers 
auf einem axial in der Mitte des Zylinders befestigten 
Thermometer auf 0°.5 genau abgelesen. Mit z. B. 12 Kugeln 
von den Dichten etwa 1.027, 1.026 ‚... 1.016 kann man 
den Salzgehalt mit einem durchschnittlichen Fehler von 
rund 0.5°%9 innerhalb eines Messungsbereiches zwischen 
20%,, und 35%, bestimmen. Mit einer anderen Reihe von 
12 Kugeln, deren Dichtedifferenzen nur halb so groß wären, 
würde der Fehler, aber damit auch der Messungsbereich, 
nur halb so groß sein. Zwar erscheint auch letztere Ge- 
nauigkeit ziemlich klein, tatsächlich kann man aber mit 
diesem Instrument in stark geschichtetem Wasser die Tiefe, 
welche einer gewissen Schichtgrenze entspricht, eben so 
schnell und genau feststellen, als mittelst Wasserproben, 
die mit einem gewöhnlichen Wasserschöpfer in jedem fünften Meter Tiefe ge- 
nommen werden und nachher auf 0.02 °%/,, genau titriert werden. 
Die einzige Fehlerquelle, der ich zuweilen mit dem Apparat begegnet bin, 
besteht in einem Auftreten von Luftblasen an den Kugeln, was besonders bei 
ungenügender Abkühlung des Wassersuchers in sehr kalten Wasserschichten 
vorkommt. Sonst ist das Instrument äußerst einfach im Gebrauch und versagt 
nie. Ein Exemplar davon ist vorigen Winter von einem Heringsfischer mit 
befriedigendem Resultat gebraucht worden, Nur ist das Herstellen der aus- 
balancierten Kugeln eine sehr zeitraubende Arbeit. 
D. Wassersucher mit Aräometer. 
Es entsteht sofort die Frage, ob nicht vorerwähntes Instrument dahin 
verbessert werden könnte, Dichtigkeitsdifferenzen im Meerwasser mehr stetig 
anzugeben, anstatt nur ziemlich große Dichtigkeitsstufen zu fixieren. Dies wird 
auch möglich durch die Benutzung eines einzigen, im Glaszylinder eingeschlossenen 
Schwimmers (anstatt der Kugeln), mit automatisch variabler Belastung versehen, 
und zwar in der Gestalt einer unten am Aräometer befestigten feinen Kette aus 
Metall. Die Idee, eine feine Kette oder einen biegsamen Faden zu diesem Zweck 
zu benutzen, verdanke ich meinem Freunde Dr. Anders Ängström, Dozent der 
Meteorologie zu Upsala. 
Die Anordnung des Instruments wird aus Figur 2 klar. Die äußere Kon- 
struktion ähnelt sehr der des vorigen, nur ist der Zylinderkörper (aus Glas) 
viel länger und schmaler und in einer Länge von etwa 30 em seines oberen Teiles
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.