accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

7 
4 
. Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1916. 
Meridionalteile steht im First Book of the Seetor, Chap. VI, S. 101 bis 106, und 
hat den Titel: A Table for the Division of the Meridian Line. Sie sind 
in */,000 Grad von !/,9 zu !/,9 Grad der Breite gegeben. In diesem Kapitel wird 
»the Use of the Meridian Line in Navigation« besprochen. 58. 124 bis 131 folgen 
die bekannten »Rumb-Tables«, wovon die Tabelle »fourth Rumb from the 
Meridian« dieselben Zahlen auf 2 Dezimalen gekürzt enthält.!) Chap. VII, 1, 
S. 176/177 bringt »How to make a Sea Chart, after Mercators projection«. Im 
2. Buch (The Cross-Staff), das auf dem Titel die Bezeichnung »By Edmund 
Gunter« trägt und mit dem 1. Buch fortlaufend paginiert ist, findet sich im 
Chap. VI unter der Überschrift »The use of the Lines of Sines and Tangents 
in Navigation« folgende Stelle (S. 293): »First, we are to know that the Loga- 
rithm Tangents from 45 gr. 00 m. upwards, do increase in the same 
manner, that the Secants added together do, if we account every half 
degree above 45 gr. 00 m. to be one whole degree to Mercators Meridional Line; 
and so the Table of Logarithmic Tangents, is a Table of Meridional parts, to 
every two minutes of the Meridian Line, leaving out the Radius in every Line.« 
(Auf den Rest dieser Ausführung komme ich später zurück.) Aus den beiden 
Ausgaben des Gunterschen Werkes geht nicht hervor, daß Henry Bond zuerst auf 
den Zusammenhang zwischen log nat tang und den Sekanten hingewiesen hat. 
Nach Samuel Sturmy, The Mariners Magazine, soll Gunters Tafel eine Ab- 
kürzung der Tafel von Wright sein. Gunters First Book of the Sector trägt die 
Unterschrift: Gresham Call. 1 May 1623. Es ist kaum anzunehmen, daß in der 
1. Auflage eine andere Tafel stand als in der 4., zumal diese Behauptung noch 1685 in 
der 8. Auflage von Norwoods Trigonometrie gestanden hat. Es ist nicht unmöglich, 
daß Gunter bei Berechnung seiner Logarithmentafel (1620) auf den Zusammen- 
hang zwischen log nat tang (45° + 2) und sec geführt ist. Die Ableitung von 
log tang (a + 4) aus log tang a hätte ihn dazu führen können, Vielleicht hat er 
den Zusammenhang auch durch Verfertigung der bekannten Gunter-Skala geahnt. 
Berechnet ist seine Tafel nicht durch die Log nat tang. 
Die Tafel Gunters ist jedenfalls nicht nach Wrights Verfahren berechnet. 
Da Snellius seine Tafel erst 1624 veröffentlichte, kann Gunter nicht schon 1623 
die Mittel aus den Werten der Tafeln von Wright und Snellius gebildet haben. 
Wright war bekannt, daß seine Tafel zu große Werte gab. Gunter hat wohl 
ebenso geschlossen, daß die Addition der Sekanten vom Aquator bis g—1’ zu 
kleine Werte lieferte. Er hat dann auf Grund des Erfahrungssatzes, daß das 
Mittel aus beiden bessere Resultate ergibt, das Mittel aus den Sekanten © und 
y— 1’ addiert. Er gibt über die Art der Berechnung "nichts an. Aus der 
Differenzreihe der Werte für 89° bis 89.9° habe ich die Art der Berechnung 
ermittelt, siehe 5. 75, 
Nach J. Wilson hat Ralphe Handson in einem Nachtrag zu Pitiscus’ 
Trigonometry 1614 reprinted 1630 zwei Wege vorgeschlagen, wie man ohne 
Wrights Tafeln den Meridian teilen könnte. »Der erste bestand darin, daß man 
das arithmetische Mittel der Cosinus der beiden Breiten berechnen sollte, das 
zweite dagegen in der Berechnung des arithmetischen Mittels der beiden Sekanten 
dieser Breiten; der zweite Weg entfernt sich aber weiter von der Wahrheit als 
der erste. Weiter zeigte Handson, um wieviel jede der beiden Methoden von der 
Wahrheit abweiche, und welchen Irrtum die Berechnung nach den Prinzipien 
der Plain Chart gegenüber obigen Methoden verursacht. Es gibt noch eine andere 
Methode der Annäherung, die sogenannte Mittelbreite, die, obgleich sie größere 
Fehler verursacht als die mit dem arithmetischen Mittel der Cosinus, weniger 
beschwerlich ist und jetzt allgemein bei den Seefahrern angewandt werde, Aber 
das arithmetische Mittel zwischen den logarithmischen Cosinus ist gleich dem 
geometrischen Mittel zwischen den Cosinus und ist nach Mr. John Bassats Vor- 
schlag in hohen Breiten somewhat preferable«. Möglich ist, daß Gunter durch 
Handsons Ausführungen zu seiner Art der Berechnung der Meridionalteile ver- 
4 Siehe Rumb- und Loxodromische Tafeln.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.