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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1916,
Die Spalte Wd-Sn zeigt, daß die Tafel von Snellius sehr zuverlässig ist,
die Spalte Wd-Wr dagegen, daß die Wrightsche Tafel durch Rechenfehler verunstaltet
ist. Für 20° 0’ müßte in der Tafel stehen 1225.1092 statt 1225.1292;
entsprechend sind alle folgenden Werte um 0.02 zu kürzen. Bei 22° 13’, 14’, 15
lies 080, ‘883, ‘687 statt ‘070, ‘873, ‘677; offenbar Druckfehler, da die folgenden
Werte richtig sind.
Aus dem obigen Beispiel ersieht man, daß fl(a + > w), d. i. die ersten
Differenzen der Sekanten, sehr klein sind, Daraus folgt sofort, daß die im
Tiphys Batavus mitgeteilten Werte, vermindert um 0.5, die richtigen Werte für
die um !/„ Minute erniedrigten Argumente sind. In der Wrightschen Tafel ist
dagegen der um 0,5 vermehrte Tafelwert der richtige Wert für (@ + 1/2’).
Adrian Metius, Primum Mobile, Amsterdam 1633, bringt Tom. 1 (1632)
De Doectrina sphaerica, S. 189ff, die loxodromischen Tafeln. Tom. 3, Liber 3,
S. 244 beschreibt er die Herstellung des Canon Parallelorum aus Tiphys Batavus,
Er bringt auch dasselbe Beispiel für 53° 0’ bis 53° 10’. Da die Bedeutung der
Zahlen im Tiphys Batavus ihm nicht deutlich genug geschildert zu sein scheint
und die Autoren die Tabulierung verschieden gestalten, sagt er bei der Anweisung
der Berechnung: »ita ut parallelus, qui per 59 minutorum educitur,
sit ipsi sexagesimus« usw. Nach Tom. 3 folgt: Canon Parallelorum ex singulorum
minutorum Secantium additione conflatus, Die Meridionalteile sind von
2’ zu 2’ auf !/,9 Sm gegeben bis 74° 60. Er hat sie dem Tiphys Batavus entnommen.
Nach Jerome Lalande (AbreggE de Navigation, Paris 1793) ist Metius
der erste, der 1630 loxodromische Tafeln eingeführt hat, Das ist ein Irrtum,
Gunter hat sie schon neun Jahre vor Metius veröffentlicht. Gunter hat als
Argument: Breite, als Tafelwert: Länge in Grad und Hundertel Grad, also für
70° : 75,46%. Metius, Riceioli und Dechales geben 75° 46’. Rumb-Tafel des Metius
von 1614 siehe unter Rumb-Tafeln.
Giovanni Pagnini, Trattato della Sfera ed Introduzione alla Navigazione elc.,
Venedig 1750, bringt in der Tavola Lossodromica für volle Grade der Breite bis
58° die M. P. in Grad und Minuten ohne Zehntel, die aus Metius Tafeln zu
stammen scheinen.
Claude Francois Milliet Dechales ist wohl der letzte, der die Sekantensummen
für volle Grade oder Minuten bildet. Er nimmt, wie Snellius, als Abstand
des ersten Parallels sec 0’. Er stellt das Ergebnis im Cursus seu mundus
mathematicus, Tractatus XIX Ars Navigandi Liber VII in drei Tafeln zusammen.)
S. 318 bis 322 unter der Überschrift: Loxodromicae cum differentia longitudinis
& milliaribus italicis, Rhom IV, Gr. 45 0, sind von 10’ zu 10‘ der Breite bis
70° 0’ die Meridionalteile in Grad und Minuten gegeben, dann folgen die Werte
für 71°, 72°, 73°, 74°. S. 355 bis 360 unter der Überschrift: Loxodromicae in
terrestria milliaria digestae cum differentia latitudinum et longitudinum, werden
dieselben Werte noch einmal zusammengestellt, aber von 70° bis 71° in 10’ Intervall,
Die von mir in der ersten Tafel zufällig bemerkten Druckfehler für 40° und 60°
sind in dieser Tafel berichtigt. ARiceioli (S. 67) hat 1661 und Pagnini 1750
dieselben Fehler in der loxodromischen Tafel gebracht. Nach Dechales Angabe
stammen die Zahlen aus Metius Primum mobile, was ich durch Stichproben bestätigt
fand, S, 341 bringt die Tabula Latitudinum erescentium, Die Reihe hat
die Überschrift: Magnitudo eujusque gradus, Die Einheit ist !/,9000 Grad. Dem
folgenden Auszug habe ich die Differenzen beigefügt:
ij Zuerst gedruckt in Lyons 1674, dann in französischer Sprache 1677, Mir war nur die
Ausgabe 1690 zugänglich, die auch Bathe benutzt hat,