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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

Wedemeryer, A.: Die Tafeln der Meridionalteile. 
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Erhöhung der vierten Stelle, wie Snellius getan hat, vorgenommen, So wären 
die Tafeln mit soviel Dezimalstellen berechtigt gewesen, denn das Verfahren 
läßt solche Genauigkeit zu. Die Zahlen der Wrightschen Tafeln wären dann 
unmittelbar die Meridionalteile für jede halbe Minute des Argumentes gewesen; 
also statt 30° 0’, 1’, 2’ im Argument müßte es heißen 30° 0’ 30”, 1’ 30”, 2’ 30°. 
Wie ich später nachweisen werde, sind diese Zahlen bis 70° genau um 0.5 zu 
kiein. Ohne Kenntnis der höheren Analysis kann man diesen Schluß sofort 
machen, wenn man aus Bathes Bericht erfahren hat, daß die Addition von sec Yo’ 
sec 1!’ usw. die richtigen Werte der Meridionalteile für 1’, 2’ usw. ergibt. 
Wrights erste Tafel ist in Blundeviles A new and necessarie trealtise of 
Navigation veröffentlicht. Mir war nur »His ezercises« London 1613, zugänglich, 
In diesem Sammelwerk wird der Verfasser auf dem Haupttitel Blundevile ge- 
nannt, während auf zwei Untertiteln »Blundevili« steht. Nach Bathe soll der 
Verfasser Blundevil oder Blundeville genannt sein, was nicht zuzutreffen. scheint. 
Die Tafel von Wright scheint nicht häufig abgedruckt zu sein, nachdem 
Simon Stevin 1605 auf Fehler in der Tafel hingewiesen hatte. Stevin druckt 
aber nach seiner eigenen Angabe die Tafel von Wright ab, nur die letzten Werte 
hat er, ohne einen Grund anzugeben, geändert. Anthonie Lynton, Newes of the 
Commplement of the art of navigation, London 1609, schreibt: »Edward Wright, 
which book I have seene, but never read the same.«. 
Js. Bapt. Riceioli, Geographiae et Hydrographiae reformatae eic., Bononiae 
1661, X, Buch, S. 492, bringt die Tafel von Wright, S, 496 aber die loxodromische 
Tafel von Metius, Die große Enecyclopädie von Alstedius (Herbornae 1620 und 
1630) erwähnt weder Mercator noch Wright. . . 
Christianus Martini Anhaltin (Slot en Sleutel van de Navigation ofte Groote 
Zeefahrt, Amsterdam 1659) beschreibt nur die Anwendung der Tafel, nicht ihre 
Herstellung. In der Tafel der ‚vergrootende Breedte aus der angehängten 
Sammlung: Oprechte en Waerachte Ruytkaert van de groote Zeevaert, stimmen die 
Werte für je 20’ Breite mit Wright überein, sonst weichen die zehntel Seemeilen 
in’steigendem Maße ab. Die charakteristischen Rechenfehler von Wright finden 
sich nicht. Bei 88° 20’ tritt jedoch derselbe Fehler wie bei Wright auf, Für 
die einzelnen Minuten hat Anhaltin linear eingeschaltet. Für 89° 59’ gibt er 
323490 während Wright 328485.3 angibt. Es scheint also eine Neurechnung 
nach Wrights Methode stattgefunden zu haben, wenn sie auch nicht von Anhaltin 
ausgeführt ist. Der Unterschied von 0,5 bei 88° 0’ deutet darauf hin, daß man 
Wrights Vernachlässigung der fünften Dezimale der Sekante nicht übernommen 
hat. Immerhin ist der Unterschied zu groß, da er nur 0.26 betragen sollte, 
Wahrscheinlich ist, daß man inzwischen die Sekanten von Minute zu Minute mit 
nur einer Dezimale aufgerechnet hatte. 
Kelly (The modern navigators compleat tutor or a treatise of the whole 
art of navigation in its theory and practice, London 1733) gibt die M. P. von 
5' zu 5 bis 84° 55. Er nimmt die Zahlen aus Wright und streicht die zehntel 
Seemeilen, also 8741 für 8741.52 und 10140 für 10140.92; für 79° hat er aber 
8048 statt 8047.59 und für 80° 8376 statt 8377.34. Er hat nur für volle und 
halbe Grade die Werte entnommen, für die zwischenliegenden Minuten schaltet 
er linear ein, . 
Henry Wilson hat nach Bathes Bericht noch im Jahre 1752 die Tafel von 
Wright. Eine Bestätigung dieser Mitteilung habe ich nicht gefunden. ; 
Begründung einer strengen Untersuchung der Tafeln von Snellius. Die 
Differenzen in den Tafeln von Snellius stimmen genau mit den Sekanten in 
Pitiseus überein, wie‘ ich durch Stichproben feststellte. Ich habe dann durch 
® ; 
Anwendung der Integralrechnung die Werte des Integrals / sec gy dm aus den 
Ö 
Tafeln von Wright, Snellius, Lastman, Dechales festgestellt, denn nur auf diese 
Weise erhält man mit geringstem Arbeitsaufwand ein sicheres Urteil über den 
Wert dieser Tafeln. Die Bemerkung, die Tafel Wright 1594 sei »vielleicht mit 
ainem Intervall von zehn Minuten« der Breite gerechnet, beweist, daß Bathe
	        
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