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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1916.
" tang « sin2«
tang (8 — PD) st 3 cos a Sa
Nach 1) liest man P auf 0,1 unmittelbar aus einer fünfstelligen trigonometrischen Tafel ab,
während la) die Berechnung von P auf 0,02 gestattet. Ferner findet man die Breite (p) von N aus:
tang p = sec a« cos 60° =seca: V3 . ‚„..09
In den Weyerschen Formeln muß offenbar statt ;
sin 30° = tang « cotg M
gelesen werden _ —8in 30° =- tang « cotg M,
da M stets größer als > ist, .
Das Maximum (@) von « — P ergibt sich aus:
tang 5 =3—2]72
oder ; cosec w — 3,
woraus folgt @ = 19° 28’1/,, wozu « = 54° 44’), gehört.
Die Tabelle von Weyer hat für « = 55° P = 35° 32, also w = 19° 28.
Anstatt das Lot OC zu fällen usw., schlägt Florian vor, auf einem Stück
Pauspapier die Punkte A, B und O zu bezeichnen und es um O zu drehen, bis
die markierten Punkte A und B auf denselben Meridian fallen. Dies Verfahren
versagt nur, wenn einer der Punkte A, B außerhalb der Karte fällt. Man muß
dann die Strecke in mehrere Teile zerlegen.
Um die auf dem Großkreise zwischen zwei Punkten (P und D) der Karte
zu steuernden Kurse zu ermitteln, ziehe man die Gerade PD und verlängere sie,
bis sie den Aquator schneidet. Falls die Gerade den Äquator nicht schneidet,
wie’ z. B. der Großkreis zwischen Scilly-Inseln und Sombrero, verschiebe man die
beiden Punkte unter Beibehaltung ihres Längenunterschiedes so lange auf ihren
Breitenparallelen, bis die sie verbindende Gerade den Äquator schneidet, etwa ST.
Nun ermittele man den Längenunterschied des neuen Abfahrtsortes S und des
Schnittpunktes von ST mit dem Ägquator, ebenso den Längenunterschied des
neuen Bestimmungsortes T und dieses Schnittpunkts, Ist der Längenunterschied
kleiner als 90°, so suche man in der Azimuttafel am unteren Rande der Karte
mit den Argumenten: Breite des Abfahrtsortes und Längenunterschied, den An-
fangskurs. Je nachdem der Schnittpunkt des Großkreises mit dem Äquator öst-
lich oder westlich von S liegt, ist der Kurs O oder W zu benennen. Er wird
auf Nordbreite vom Nordpunkte, auf Südbreite vom Südpunkte gezählt. In
ähnlicher Weise findet man die anderen Kurse, die man auf dem Großkreise zu
steuern hat, ,
Falls der Längenunterschied (4) größer als 90° ist, Zehe man mit 180° — 2
in die Azimuttabelle ein, Das Supplement des aus. der Tabelle entnommenen
Winkelwertes gibt dann den Kurs von S nach dem Schnittpunkt mit dem Äquator.
Falls der‘ Abfahrtsort zwischen dem Bestimmüngsorte und dem Schnitt-
punkte auf dem Aquator liegt, hat man statt des aus der Azimuttabelle ent-
nommenen Winkelwertes sein Supplement zu nehmen.
Wenn der Abfahrtsort auf dem Äquator liegt, verlängere man den Groß-
kreis, bis er einen Breitenparallel berührt. Diese Breite ist die Breite des Scheitels
des Großkreises. Das Komplement dieser Breite ist der zu steuernde Kurs. Falls
der Großkreis (die Gerade) keinen Breitenparallel der Karte berührt, verlege
man Abfahrtsort und Bestimmungsort unter Beibehaltung ihres Längenunter-
schiedes so weit ost- oder westwärts, bis die neue Gerade einen Breitenparallel
berührt, Wie leicht ersichtlich, liegt der Berührungspunkt 90° östlich oder west-
lich vom Abfahrtsorte. Da nicht alle Breitenparallele auf der Karte ausgezogen
sind, ist das Ziehen von Tangenten nicht leicht. Man berücksichtige dann, daß
die Tangente, die streng genommen nur einen Punkt mit dem Breitenparallel
gemeinsam hat, mehrere benachbarte Meridiane auf der gleichen Breite trifft.
In die der Littlehalesschen Arbeit beigegebene Karte, von der ein Aus-
schnitt hier abgedruckt ist, sind zwei Beispiele eingetragen. Wie groß ist der
Großkreisbogen von 50° 50’ N, 10° 55’ W nach 40° 40’N,. 51° 35’ W? Die Zeichnung
ergibt 1800 Sm, während die Rechnung 1784 Sm (nach Weyer 1782) ergeben soll.
Da 1 mm in der Kartenmitte = 15 Sm ist, genügt das Ergebnis.
oder