Grossmann: Die Psychrometerformel.
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des Wasserdampfgehaltes eine Sättigung der feuchten Luft in der Weise herbeigeführt
werden, daß wir sie bei unverändertem Druck der trockenen Luft mit Wasser
in Berührung bringen, das auf Kosten ihres Wärmevorrats verdunstet und die Luft
bei sinkender Temperatur allmählich sättigt; die niedrigste auf diesem Wege erreichbare
Sättigungstemperatur wollen wir den „Sättigungstaupunkt‘“ nennen.
Da der Sättigungstaupunkt einen Vorgang voraussetzt, bei dem der in der Raumeinheit
vorhandene Wasserdampf gegen den ursprünglichen Zustand der feuchten
Luft erhöht. wird, der Drucktaupunkt aber einen Vorgang, bei dem infolge der
Ausdehnung eine Abnahme des in der Raumeinheit vorhanden gewesenen Wasserdampfes
eintritt, so liegt der gewöhnliche Taupunkt zwischen dem höheren
Sättigungstaupunkt und dem niedrigeren Drucktaupunkt. Es ist vorstehend gezeigt
worden, daß das feuchte Thermometer bei unendlich starker Belüftung
und unverändertem Druck der trockenen Luft diesen Sättigungstaupunkt
anzeigt. Füreinfeuchtes Thermometer mit geringerer Belüftung gilt dieser Satz nicht.
Prött hat darauf mit Recht aufmerksam gemacht, daß mit Rücksicht auf
den Sättigungstaupunkt unsere gewöhnliche relative Feuchtigkeit e:E,, wo Eı
die Höchstspannung des Dampfes bei der Temperatur t bezeichnet, einen Begriff
darstellt, der sich für seine Befeuchtungsanlagen häufig als ganz verhängnisvoll
erwiesen habe, da für den relativen Feuchtigkeitszustand das Verhältnis e: Ey
in Betracht komme (e, = Er). Diese Bemerkung muß als zutreffend erachtet werden,
da in der Tat feuchte Luft (e, t), wenn der Druck der in ihr enthaltenen trockenen
Luft durch Zufluß derselben feuchten Luft konstant erhalten bleibt, durch
Verdunstung auf Kosten ihres eigenen Wärmevorrats nur .Wasserdampf bis zur
Spannung e, aufzunehmen vermag, wo. dann Sättigung mit Wasserdampf eintritt,
und es einer Wärmezufuhr bedarf, falls sie noch mehr Wasserdampf aufnehmen soll.
Bezeichnen ‘wir das Verhältnis e:e, als relative Sättigung im Gegensatz zur
relativen Feuchtigkeit, so muß zugegeben werden, daß beispielsweise bei dem
Trocknen von Wäsche in einem Bodenraum mit einigermaßen schließenden Fenstern
die relative Sättigung und nicht die relative Feuchtigkeit als Ausmaß für die Verdunstungsfähigkeit
der Luft in Betracht kommen wird, soweit nicht Wärme durch
erwärmte Mauern oder dergleichen zugeführt wird.
Für diese relative Sättigung können wir aus unserer Entwicklung einen
interessanten Ausdruck ableiten. Entnehmen wir aus (19) den Wert ty — t, und
aus (11) für v = co den Wert t — t,, so folgt leicht Dat und hieraus
berechnet sich, wenn die relative Sättigung mit R’ = > bezeichnet und & aus 8, eingeführt
wird, t*—t . t-— 4 1
| R= 0 (#—1) 7— 7 oder stark angenähert
—G * n—t
‚_ b—t
RW t—
wonach also die relative Sättigung stets der Stellung der zugehörigen Temperatur
t zwischen den Grenztemperaturen tg und t, entspricht, also gleichmäßig
mit sinkender Temperatur ansteigt. = . .
Für die Temperatur t, berechnen sich aus (19) die folgenden Werte
Tabelle X. oder in umgekehrter Anordnung:
Tabelle XI.
6 | %
|
| r
Mh to
l
‘1
bo
|
to
tr
a
9.63
14.34
18.09
4.90
16.75
18.65 | 15
20.62 | 16
22.64 | 17
24.72 | 18
26.87 | 19
293.09 | 20
29.09
"1,88
78.74
36.18
38.70
41.31
14.01
16.80
19.69
52.68
55.77
7
19
‘9
2
29,
„0
55.77
38.98
62.31
65.77
69.36
73.11
76.99
31.02
85.21
89.56
94.09
0
20
30
40)
50
50
70
30
90
LO0
0.21
5.69
10.40
14.50
18.10
21.31.
24.17
26.75
29.10
31.25
DA
5
%
>7
28
29
30
3
9
In
|