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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

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Annalef der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1915.

war das Zentrum um 8% V, in kurzer Entfernung westlich von Houston mit der
Neigung, eine mehr nördliche Richtung einzuschlagen. Der Sturm bewegte sich
darauf mit fortwährend abnehmender Kraft nordwärts und war das Zentrum
am Morgen des 18, August über dem mittleren Teil des östlichen Texas mit
einem Barometerstand von 29,50” oder etwas niedriger. Darauf wendete sich
der Sturm nach Nordosten mit etwas größerer Stärke und lag das Zentrum am
Morgen des 19. August über dem nordöstlichen Teil von Ost-Texas bei einem
Barometerstand von 29.58” in Dallas.
Während der Nacht vom 19./20. August begann der Sturm wieder an
Heftigkeit zuzunehmen. mit nordöstlicher Richtung, und lag das Zentrum am
Morgen des 20. August über dem Südosten von Missouri mit einem Barometerstand
 von 29.42” in Cairo bei einer Windrichtung aus Südosten. Um 8 N. am
20. August zeigte das Barometer in Evansville, Indiana, 29.40”. Am Morgen des
21. August befand sich das Zentrum über Indiana bei 29.52” Barometerstand.
Der den Sturm begleitende Regenfall war am heftigsten über Ost-Texas,
Nordwest-Louisiana, Arkansas, Ost- und Süd-Missouri und Süd-Illinois, Der Gesamtregenfall
 während des Sturmes schwankte zwischen 5” und 15”. In St. Louis
betrug der Regenfall in 24 Stunden und endigend um 8%» N. am 20. August 7”.
Am 17. August zogen außerdem noch heftige nördliche Winde über das Innere
von Ost-Texas mit Stärken von 44 bis 60 Meilen stündlich, letztere Stärke in
San Antonio.
Der nördlich von Galveston und Houston und in der Umgebung dieser
Städte durch den Sturm angerichtete Schaden ist bedeutend und beträgt
60 Millionen Dollar. Weniger Schäden verursachten die höheren Fluten als
Folgen des tropischen Sturms in den Flüssen von Texas, Arkansas und Mittel-Mississippi,
 ausgenommen in dem White River in Arkansas, .
Die beigegebene Karte zeigt den Sturmlauf vom Jahre 1915 und den vom
Jahre 1900. Im ganzen sind die beiden im allgemeinen einander sehr gleich,
sowohl was den Lauf als was die Stärke anbelangt. Die größte 5-Minuten-Stärke
war in Galveston im Jahre 1900 84 Meilen stündlich und im Jahre 1915 93 Meilen.
Indessen flog der Anemometer im Jahre 1900 unmittelbar weg, nachdem der Wind
die Stärke von 84 Meilen erreicht hatte, und schätzte das Wetterbureau die später
eingetroffene Stärke auf 120 Meilen.
Die ersten Sturmwarnungen wurden von dem U. S. Wetterbureau am
10. August um 9% 45min V, ausgegeben, als der Sturm in der Nähe der Insel
Martinique eintraf, und dann regelmäßig allen Häfen an der Atlantie- und der
Golfküste mitgeteilt und von Arlington und Key West zweimal oder dreimal
täglich durch Radiofunksprüche verteilt.
Am Morgen des 15. August wurden Sturmwarnungen an der Golfküste von
New-Orleans bis Apalachicola, Florida, angeordnet und um 5% N. in Hurricane-Warnungen
 umgeändert in New-Orleans, die als solche über alle Plätze bis
Brownsville, Texas, verbreitet und um 52 N. am 16. August für weitere 24 Stunden
fortgesetzt wurden.
Daß der Sturm im Jahre 1915 nicht dieselben Verluste an Menschen und
Eigentum in Galveston und Umgegend verursacht hat, ist außer dem genannten
Seewall noch dem Umstand zuzuschreiben, daß der heftigste Wind nicht direkt
von Süden wie im Jahre 1900 kam. H

Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausiührliche Inhaltsangaben.
R. Topp, Einführung in die Deviationstheorie. Bremerhaven, 1914. Verlag
von W. Ludolph, G. m. b. H.
Die vorliegende kleine Schrift beabsichtigt nicht, wie man nach dem Titel annehmen könnte,
eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Deviationslehre, sondern ist ein auf Anregung
von Schiffsführern und Sechiffsoffizieren von einem nautischen Praktiker für seine Kollegen geschriebenes
            
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