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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1916.
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° 760 (1 + a ti) 760 (L+ati)
Die stets zu fordernde Beziehung wı + w, =w,; ergibt nach Fortlassung der Faktoren
0:760 (1 + «a t,) die Gleichung ;
ge (8 + gesw) (t—t,) = ve,
die wieder auf die Formel (11) führt, falls man b=B — eeinführt und v = co
setzt, so daß diese Psychrometerformel, die ich als für unendlich stark bewegte
Luft geltend nachgewiesen habe, hiermit vorstehend auf dreifache Weise abgeleitet
worden ist. Gegenüber der verbesserten Ableitung von Ivory gewähren aber die
vorgeführten ersten beiden Entwicklungen den Vorteil, daß sie den verschiedenen
Einstellungen des feuchten Thermometers, abhängig von der Stärke der Luft-
bewegung, Rechnung tragen und bestimmt zu erkennen geben, daß diese Formel
nur einen Grenzfall für das Psychrometer darstellt.
D. Die Psychrometerformeln von Stefan, Maxwell, Pernter und Ferrel.
Stefan und Maxwell entwickelten durch Einführung der Gesetze über die
Wärmeleitung und die Diffusion des Wasserdampfes eine Formel für das Psychro-
meter in ruhender Luft, die wegen ihrer Vernachlässigung der auch in ruhiger Luft
auftretenden Konvektionsströmungen den Verhältnissen kaum Rechnung tragen
kann und auch nur vom Standpunkt der Theorie Beachtung gefunden hat. Pernter
hat den Versuch unternommen, in die Formel von. August den Einfluß der Wärme-
strahlung einzuführen. Ferrel führte in die Stefan-Maxwellsche Formel die Stärke
der Luftbewegung ein; seine Formel stimmt bis auf den fehlenden Faktor & (vgl. 8)
mit meiner Formel (11) überein, doch stellen die Konstanten X und ® in dem Faktor
rer Größen dar, die sich aus physikalischen Konstanten und dem Radius des
kugelförmig angenommenen Thermometers berechnen lassen; dieses wäre ein großer
Vorteil gegenüber der bei meiner Formel bestehenden Notwendigkeit, diese Werte
durch Versuche für jedes Psychrometer bestimmen zu müssen. Jedoch führt die
Formel von Ferrel, da ® den Wert 0 annimmt, wenn die Einwirkung der Strahlung
bei dem feuchten Thermometer vermieden wird, zu der Folgerung, daß mit dem
Fortfall der Strahlung der Einfluß der Belüftung verschwindet, die der Erfahrung
widerspricht, wonach also die Formel als solche nicht richtig sein kann. An sich
erscheint es überhaupt nicht möglich, bei der Aufstellung einer Formel für das Psy-
chrometer in bewegter Luft von den für ruhende Luft gültigen Gesetzen der Wärme-
leitung und Strahlung auszugehen, so daß es von vornherein ausgeschlossen sein muß,
auf Grund dieser Gesetze die gesuchte allgemeine Formel für das Psychrometer
abzuleiten. (Vgl. meine Abhandlung (1).)
E. Von den verschiedenen Taupunkten und der relativen Sättigungs-
feuchtigkeit.
Den Wasserdampfgehalt der Luft können wir unter anderem durch diejenige
Temperatur kennzeichnen, bei der eine Sättigung mit Wasserdampf eintritt, wenn
sich feuchte Luft bei unverändertem Luftdruck und Wasserdampfgehalt £bkühlt —
diese Temperatur ist der „Taupunkt“. Ebenso ist der Wasserdampfgehalt aber
auch durch diejehige Temperatur bestimmt, bei der Sättigung eintritt, wenn feuchte
Luft ohne Wärmezufuhr oder -entzug unter niedrigeren Druck versetzt wird und
sich dabei ausdehnt, wie bei ihrem adiabatischen Aufsteigen in unserer Atmosphäre;
bezeichnen. wir diese Sättigungstemperatur, die von Hertz untersucht worden ist,
als „Drucktaupunkt“. Endlich kann aber auch durch eine alleinige Änderung