Grossmann: Die Psychrometerformel.
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Gehalt m an trockener Luft gemessene Luftmasse, die ihre Wärme abgibt und sich
auf. t, abkühlt, kann nicht kleiner als die Luftmasse m, sein, da der Temperatur t,
der Sättigungsdruck e, entsprechen soll und sie somit nicht so viel Wärme abgegeben
haben könnte, daß die größere Luftmasse.m, sich gesättigt haben würde; der Fall
m << m, ist also unmöglich. Dagegen ist der Fall, daß eine größere Luftmasse m
sich auf t, abkühlt und nur eine kleinere Luftmasse mit Wasserdampf gesättigt wird,
ein durchaus möglicher, dem kein Widerspruch begegnet; die rechnungsmäßig auf
t, abgekühlte Luft hat sich dann nur zu einem Teil mit Wasserdampf gesättigt.
Es ergibt sich. also, daß = >1 sein muß. Eine weitere Überlegung Jäßt
1
an der Hand der Gleichung 7 entnehmen, daß bei gleichbleibenden Werten von
e und B.die sogenannte psychrometrische Differenz (t — t,) mit sinkendem Wert
von Zn wachsen muß und somit ihren größten Wert für m = m, erreicht. Führen
1
wir also die Forderung ein, daß das feuchte Thermometer seinen niedrigst möglichen
Stand einnehme, so erhalten wir für diesen Fall theoretisch. En = 1, womit dann
- 1 .
die Formel 7. in die verbesserte Augustsche Formel übergeht. Da der niedrigst-
mögliche Stand des feuchten Thermometers aber der stärksten Belüftung des feuchten
Thermometers entspricht, wie noch nachfolgend an der Hand verschiedener Ver:
suchsreihen nachgewiesen werden soll, so hat sich ergeben, daß die verbesserte
Formel von August die Lösung der Aufgabe für den Fall des tiefst-
möglichen: Standes des feuchten Thermometers und damit für un-
endlich starke gleichmäßige Belüftung der feuchten Kugel darstellt;
bei allen übrigen Wärmegleichgewichtslagen, die bei geringerer Stärke der Belüftung
auftreten, ist. > >. “
5 .
Bezeichnen wir mit A, © den Wert, den A, für v = co annehmen soll, so ist
die Beziehung (vgl. 8.)
TE
m se + By
= Aw) ZT
(+ m 0A 06 148
. (co) _ S €
wo Ag >
in der und $ positive Konstante darstellen, die von der Stärke der Belüftung und der
Beschaffenheit des Gefäßes des feuchten Thermometers abhängen, die einfachste und
wahrscheinlichste, die wir für die Abhängigkeit der Psychrometerkonstante Ay von v
annehmen können. Für v =.co nimmt der Bruchfaktor den. Wert 1 an, dem er sich
asymptotisch nähert, und A, erreicht damit seinen kleinsten Wert A®, während
die Beziehung für v = 0 den größten Wert A°%” X von A, für ruhende Luft ergibt,
der in sehr hohem Grade von dem Thermometergefäß abhängig ist.
. Diese Formel habe ich seinerzeit (1) der Berechnung der Versuche von
Sworykin (8) zugrunde gelegt und eine vollkommene Anpassung der Versuche
innerhalb der zufälligen Abweichungen an die Formel gefunden, wie in meiner Ab-
handlung zu ersehen ist. Sworykin beobachtete die Angaben eines Psychrometers
mit großen kugelförmigen Gefäßen (r = 5 mm) und eines anderen mit zylindrischen
Gefäßen (etwa.8 mm lang und 4 mm im Durchmesser) in strömender, durch einen
Ventilator angetriebener, Luft von bekannter Feuchtigkeit bei verschiedenen, von
0 bis 3.3 m/sek ansteigenden Geschwindigkeiten; er legte der Berechnung seiner
Versuche die Formel
1 €
As=C+D = <->
zugrunde, führte also drei unabhängige Konstante €, 3 und € ein, während ich
nur zwei solche brauche, um die Abhängigkeit der Psychrometerkonstante A, von
der Luftgeschwindigkeit zum Ausdruck zu bringen; die Übereinstimmung der Ver-
suche war trotz der größeren Zahl der Konstanten von Sworykin keine. be-
friedigende, und: vor allem entspricht diese Beziehung von vornherein nicht den