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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1916.
in einem kleinen verschlossenen Zimmer. . .
„großen verschlossenen Saal . .. 0.0.0.0...
demselben Saal, als zwei gegenüberstehende Fenster geöffnet
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einem großen, viereckigen, von hohen Gebäuden umgebenen
Hof, das Psychrometer gegen Norden (Pyrenäen) .:....
im Hofe des Wirtshauses von Taverne aux Eaux-Bonnes ...
Regnault gelangte zu den folgenden Ergebnissen: 1. Daß die Gültigkeit
für Psychrometerbeobachtungen in eingeschlossener oder freier Luft bewiesen sei,
wenn das Instrument gegen Wind und direkte Sonnenstrahlen gehörig geschützt
sei und daß diese daher in unseren Klimaten die verschiedenen Feuchtigkeitszustände
der Luft mit hinreichender Genauigkeit angeben, sobald man für jede Örtlichkeit
den Wert des Faktors A durch direkte Versuche sorgfältig bestimmt habe. 2. Daß
seine Angaben nicht mit einer einzigen Formel berechnet werden können, falls das
Psychrometer an einem Ort aufgestellt ist, wo es gewissen Winden direkter als
anderen ausgesetzt ist. 3. Daß das Psychrometer in der Sonne mit derselben Formel
wie für den Schatten berechnet werden könne, wenn nur die Wasserzufuhr zur feuchten
Kugel groß genug sei. 4. Daß das Psychrometer bei Temperaturen unter Null oder
sehr wenig über Null.immer weniger empfindlich werde, in dem Maße, wie die Tem-
peratur sinke. Der Standpunkt wird dahin zusammengefaßt, daß es unnütz erscheine,
eine Formel aufzusuchen, die die psychrometrischen Beobachtungen besser als die
vereinfachte Augustsche darstelle, da die Angaben des Instruments offenbar
durch örtliche und zufällige Umstände beeinflußt würden, die die Rechnung nicht
in Betracht ziehen könne; das Psychrometer müsse als ein empirisches
Instrument betrachtet werden, wie das Saussuresche Haarhygrometer,
vor dem es den Vorzug habe, weniger leicht veränderlich zu sein, wogegen seine
Angaben aber von örtlichen Umständen stärker abhängig seien als die des Haar-
hygrometers. Es sei zu wünschen, daß die Beobachter sich von dieser Wahrheit
überzeugten, damit sie nicht fortführen, Instrumente zu beobachten, deren Angaben
keine Sicherheit besäßen, und somit zweifelhafte Beobachtungen häuften, die den Fort-
schritten der Meteorologie mehr schädlich als nützlich seien. Bleibe man dabei,
sich des Psychrometers zu bedienen, so werde man zweckmäßig das Instrument
an einem sehr geräumigen, aber durch umgebende Gebäude geschützten Ort auf-
stellen, um die Thermometer gegen die direkte Wirkung des Windes zu schützen.
Für den gewählten Ort müsse man mittels des Kondensations-Hygrometers oder durch
direkte Wägung des Wasserdampfes den Faktor A der Formel
e=e — Alt— t)B
+4
5.
bestimmen.
Wäre Regnault von der aus seinen Versuchen gewonnenen Überzeugung,
daß das feuchte Thermometer bei den erreichten Luftgeschwindigkeiten tiefer sinke,
als es die Augustsche Theorie fordere, frei geblieben, so würde er die Bedeu-
tung dieser Formel erkannt und die Abhängigkeit des Faktors A von der Stärke
der Luftbewegung zu bestimmen versucht haben. Dann würde er von der Auf-
suchung lokaler Werte des Faktors abgesehen und vor allem auch bemerkt haben,
daß der Faktor A gerade bei kleinen Geschwindigkeiten der Luft am stärksten
veränderlich ist und seine Behauptung nicht zutrifft, daß der Thermometerunter-
schied t— t, von der Luftgeschwindigkeit wenig beeinflußt werde, solange diese
unter 5 m/sek bleibe (tant qu’elle correspond & un parcours de 5 mötres par seconde).
Er würde der von Belli vorgeschlagenen Benutzung eines konstanten Luftstroms
zugestimmt haben.
Die im übrigen guten Ratschläge von Regnault für die Art der Benutzung
des Psychrometers sind dabei leider auch unbeachtet geblieben, so daß in der Tat
jahrelange Beobachtungen mit diesem Instrument angestellt worden sind, die ganz
gewiß keinen allzu großen Wert besitzen. Eine sehr große Verbreitung haben die
Jelinekschen Psychrometertafeln (5. Auflage 1903) gefunden, die ebenso wie die-
jenigen von Wild, Guyot u. a. auf der von Regnault durch Versuche erhaltenen