accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

Schulz, B.: Hydrographische Untersuchungen im Golf. von Neapel im: Sommer 1913. 561
nach vier Serienbeobachtungen am 29./30. Juni zeigt‘ die für obige Wasserbewegung
 erforderliche Lage der Isopyknen, ; po
Die beiden 24stündigen Reihen gestatten einige interessante Schlüsse auf
Änderungen innerhalb kurzer Zeiträume. Da mit dem Einsetzen des Seewindes
eine Vermischung der oberen durch Sonnenstrahlung bereits erwärmten Schichten
mit den kühleren tieferen sattfindet, hat die Wasseroberfläche. bereits gegen
11h vorm. die Höchsttemperatur, in größerer Tiefe tritt diese erst später auf.
Bei der Beobachtungsreihe am 20. August, wo im Laufe des Nachmittags der
Seewind bis Stärke 4 auffrischte, trat sie in ‘2 m Tiefe um 5% nachm,., in 5 m
erst um 7% nachm. auf, Um die normalen Verhältnisse kennen zu lernen; bedarf
es natürlich längerer Beobachtungsreihen. — Die tägliche Temperaturschwankung
nahm von der Oberfläche bis 5 m Tiefe sehr schnell, dann langsam ab, in 20 m
Tiefe war die Temperaturänderung im. Laufe des Tages unmeßbar.
Die obere, 10 bis 15 m mächtige Wasserschicht des Golfes ist mit Sauerstoff
 nahezu gesättigt, die übersättigte Zone scheint mächtiger zu sein als auf
offenem Meere (siehe Figur). Sie reicht bis etwa 50 m Tiefe, darunter nimmt
der Sauerstoffgehalt, wie im Tyrrhenischen Meere, langsam ab bis zu Werten von
etwas über 70°, :in 400m Tiefe, Bemerkenswert. ist, daß, wie aus der 24stündigen
 Reihe vom 29. VIII. hervorgeht, in der ganzen Wasserschicht von 0 bis
170 m Tiefe gleichzeitige und gleichsinnige Sauerstoffschwankungen auftreten;
z. B. nahm der Gehalt von 2% bis 4b nachm. in allen Tiefen um etwa 3°% ab und
am folgenden Tage war der Sauerstoffgehalt von.0%* bis 6% nachm. um etwa 4°%
höher als vorher und nachher. Jedoch hatte die Sauerstoffschwankung in 2 m
Tiefe einen von dem in 5 m und größeren Tiefen abweichenden Gang. Nach
Elimination der geschilderten, der ganzen Wasserschicht gemeinsamen Schwankungen
 aus den Sauerstoffwerten in 2 m Tiefe ergab sich ein interessanter täglicher
 Gang sowohl. der absoluten wie der relativen Menge des vorhandenen
Sauerstoffs. Danach steigt der Sauerstoffgehalt während der Tagesstunden, wo
das vegetabilische Plankton sauerstofferzeugend tätig ist, bis Sonnenuntergang,
mit. Einbruch der Dunkelheit aber setzt Sauerstoffverbrauch ein, der den Gehalt
zunächst sehr schnell, dann aber, sobald die infolge der nächtlichen Abkühlung
einsetzende Konvektion‘ mit Sauerstoff gesättigtes Wasser von der Oberfläche in
die Tiefe bringt, langsamer herabsetzt, ;
Hoffentlich wird es später möglich : sein, die. Untersuchungen in ‚dem
größeren Umfange. durchzuführen, wie es vor dem Ausbruch des Krieges geplant
 war. Dr. Bruno Schulz.

Die Meeresströmungen und die Navigierung im Golf von Mexico und den
anliegenden Gewässern nach John C. Soley ).
(Hierzu Tafel 20.) .
1. Das Karaibische Meer. ,
Unter den Wassermassen, die: von Osten her in das Karaibische Meer hineindrängen,
 sind zwei bedeutende Strömungen zu unterscheiden. Der Nord-Äquatorial-Strom
 dringt durch die Lucia-Straße ein und fließt südlich von
Jamaica vorbei und nördlich der großen, Tiefen im Karaibischen Meer ungefähr
geradeswegs nach der Westseite des Yucatan-Kanals. . Seine Geschwindigkeit ist
nicht sehr beträchtlich, im Durchschnitt etwa 0.5 Knoten, und im Sommer meistens
größer als im Winter, Zuweilen wird ‚er auch nördlich von Jamaica angetroffen,
aber nur in der Nähe der. Küste,
Der Süd-Äquatorial-Strom, der durch die Grenada-Straße eindringt,
ist bedeutend stärker (2 bis 2!/, Sm in der Stunde) und fließt südlich der großen

ı) Auszug aus: The Currents and Navigational Details in the waters of the Gulf of Mexico,
the‘ Caribbean Sea and the West Coast of Central America by Lieutn. John C, Soley. U, $, Navy.
erschienen auf: Pilot Chart of the Central American waters. Washington. März 1916.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.