Hackenbroich, A.: Die unperiodischen Schwankungen des Luftdrucks und Regens usw. 517
bis April 1907 große Differenzen, Januar bis Mai fallen bedeutend übernormale
Niederschlagsmengen. ; '
Para und Pernambuco zeigen, wie dargelegt wurde,. gleiche Schwankungen
in ihren Regensummen. Dabei ist Januar bis Juni die Regenzeit zu Para, Februar
bis August diejenige zu Pernambuco. Vergleicht man die Niederschligsmengen
Paras der Zeit Januar bis Juni mit den Luftdruckdifferenzen Pernambuco-Para
der gleichen Zeit, so erhält man:
Januar—Juli | 1902 | 1908 | 1904 | 1906 | 1907 | 1908
Para, Regen... 2... .]; 2078 | 1490 | 1544 | 1825 1506: | 2167
Pernambuco— Para, Luftdr, Diff... 1.9 15 1.7 1.6 1.6 1.4
Mit Ausnahme des Jahres 1908 sprechen auch diese Zahlen für eine Ab-
hängigkeit der Regen vom Isobarengefälle. ‚Ein. Zusammenhang der Nieder-
schläge mit den Windstärken zu St. Helena ist nicht eindeutig erkennbar,
1897 ! 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902
Para, Regen Januar—Juni . 2024‘ | 1763 2166 | 1542 2078 | 1490
Windst, zu St. Helena (Jan.—Juni) ... . . „ .y 13.9 | 17.2 | 158 | 15.4 | 165 | 164
Luftdr. Diff, 30° N 40°W — 10° N 50° W (Jan.—Juni) | 5,9 42 45 5.8 4.6 5.2
In einigen Jahren fällt eine stärkere nordatlantische Zirkulation mit stärkerem
Regen zu Para zusammen. . -
Vergleicht man die Jahressumme der Regen zu Bahia 1880 bis 1884 mit
den Jahresabweichungen des Luftdrucks zu Buenos Aires, einer Station im Maximum
des Südatlantischen. Ozeans, so erhält man die Werte:
1880 | 1881 | 1882 | 1888 | 1884
Bahia, Regen... 2... | 2374 | 2119 | 2809 2281 2350
Buenos Aires, Luftdr. . . . —03 | —03 +02. +0 l +0
woraus man folgern kann, daß hoher Luftdruck im südatlantischen Roßbreiten-
gebiet im Durchschnitt stärkere Regen zu Bahia bedingt, d. h. wahrscheinlich, daß
dann ein stärkes Gefälle herrscht, was den größeren Niederschlag verursacht.
Auf den Stationen der verschiedenen Regionen fallen meist
bei stärkerem Luftdruckgefälle größere Regenmengeh, so können
wir zusammenfassend unsere vorigen Untersuchungen skizzieren.
Jedoch herrscht keine strenge Proportionalität zwischen Regen und
Gefälle. Der Gedanke liegt nun nahe, daß nicht die Windstärke allein maßgebend
ist, vielmehr auch die‘ Windrichtung. Für die Abhängigkeit der Regen von der
Windrichtung, die wieder durch den Isobarenverlauf mit bedingt ist, sprechen:
1. die Berichte über Regen und Windrichtung. an den einzelnen Stationen
bzw. in den Regionen; E
2. die Niederschläge der Kamerun- und der Ober-Guineaküste, Togoküste,
indem häufig maximale Niederschläge in der zweiten Jahreshälfte der einen Region
mit minimalen der anderen zusammenfallen;
. 3. die Beziehungen zwischen den Regen der Guayanaküste und der Bezirke
Recife und Para; ; .
4. die Schwankungen des Luftdrucks und der Regen an einer Station: nega-
tiven. Luftdruckschwankungen entsprechen positive Regenschwankungen. Nun
verlaufen die Isobaren besonders an der afrikanischen Küste dieser annähernd
mehr oder weniger parallel, also von Süden nach Norden, in gleicher Breite ist somit
auf dem Meere der Luftdruck größer als an der Küste, je steiler nun die Isobaren
an der Küste gegen die Breitenkreise verlaufen, um so niedriger wird der Luft-
druck an der Küste, um so mehr ist das Gefälle nach der Küste hin gerichtet... Damit
wäre eine weitere Erklärung der Abhängigkeit zwischen Luftdruck und Regenfall
an einer ‚Station gegeben; . ;
5, sprechen für eine wechselnde Isobarenrichtung die Anemometerangaben