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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1916,
wobei
»2= COS (@ — y) — sin (@ — y) — cos y + sin y
b= cos (« — y) + sin (d — y) — cos y + sin y
c = — cos (@ — y) + sin (@« — y) cos y +siny
d.== — cos (a — y) — sin (x — v) + cos y J-sin y
‚ (6a)
In diesem Koordinatensystem bilden die Kurven gleicher Windrichtung
gleichseitige Hyperbeln, die Linien gleicher Windstärke dagegen Kurven 4. Ordnung.
In der Praxis wird diese Darstellung (siehe Tafel 14) vom Flugzeugbeob-
achter in der Weise benützt, daß er den Schnittpunkt der Koordinaten x, und
x, aufsucht und zwischen den benachbarten Linien der einen Kurvenschar die
Windrichtung y und den nächsten Linien der anderen Kurvenschar die Wind-
stärke abschätzt. .*
Für den Flugzeugführer kommt es nun in zweiter Linie darauf an, unter
der eben ermöglichten Kenntnis von Windrichtung und -stärke den Kurs seines
Flugzeuges zu finden, der ihn auf dem kürzesten Weg nach seinem Ziele bringt.
Es wird für ihn insbesondere die Frage wichtig sein, welchen Winkel er gegen
den Wind vorzuhalten hat, um von seinem in der Karte festgelegten Weg nicht
abzutreiben, und ferner interessiert ihn die tatsächliche Fahrtgeschwindigkeit,
mit der er sich seinem Ziele nähert. Das führt zu folgenden Berechnungen:
Aus dem bekannten Winddreieck (siehe Fig. 3) ergibt sich wieder unter
Anwendung des Sinussatzes
sin(y—x) vv . 2 Y __Y . -
"nz oder sin y cotg X — cos y = oder Colg X = — cosec y + cotg y. (7)
Mit Hilfe einer Gradtafel läßt sich x leichter berechnen, wenn man w in
seine beiden Komponenten in der Flugzeugrichtung und senkrecht dazu zerlegt
(siehe Fig. 3).
q = wsin y; P= W008 F)
tang x = —1_. {
© yv+p
/8)
Nach dieser Beziehung ist die erste Spalte der Tabelle 2 berechnet. : Diese
Spalte dient zur Kontrolle der aus Tabelle 1 bestimmten Windverhältnisse, nach-
dem das Flugzeug auf den
beabsichtigten Kurs gelegt
ist. In der zweiten Spalte
findet sich neben dieser
‚Abtrift« der Vorhalte-
winkel 6, also der Winkel
zwischen der gewünschten
Fahrtrichtung und dem
Kurs, den das Flugzeug
einzuhalten hat, um unter
Rücksichtnahme auf den
errechneten Wind das Ziel
auf dem kürzesten Wege zu erreichen, Dabei ist zu bedenken, daß die Ge-
schwindigkeit v in die Flugzeugrichtung zu legen und der Winkel y als Winkel
zwischen Zielrichtung und Wind anzusehen ist, Dann gilt (Fig. 4) für den
Vorhaltewinkel 8 die Beziehung:
sin ß = sin y. und = = sin (y 4 3) cosce v
oder unter Zugrundelegung der Zerlegung von w in seine Komponenten nach
der ersten Zeile von (8):
sing= A; Y_cwsg+2 .
Y Y v
v’ ist dabei die Geschwindigkeit, mit der sich das Flugzeug seinem Ziele nähert;
f
dieser Wert © ist der dritten Spalte der Tabellenwerte zu entnehmen.