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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

446. ” Annalen der Hydrograph e und Maritimen Meteorologie, August‘ 1916, 
werte für die Hauptbasisstation (67° 0.2’ S-Br, und 142° 37' O-Lg. v. Gr.) be- 
tragen: . 
D= 65° W, J = 87.4° 58, H = 0.0311 C. G. S.-Einheiten. 
Eine vorübergehend im August 1912 besetzte Kontrollstation, die etwa 
1 km von der Hauptstation entfernt im Eise lag und daher frei von etwaigen 
örtlichen Einflüssen war, lieferte folgende Werte, die verhältnismäßig nur wenig 
von den obigen abweichen: 
D = 1.3° W, J=87.4° 85, H =— 0.0307 C. G. S.-Einheiten, 
Auf einer weiteren Station (67° 8.8’ S-Br. und 142° 37’ O-Lg. v. Gr.), un- 
gefähr 16 km südlich von der Hauptstation, wurde Mitte September 1912 ge- 
funden: . 
D=66°0, -J=8659S85, H = 0.0428 C. G. S.-Einheiten. 
Infolge anhaltender heftiger Stürme konnten die für den Sommer in 
Aussicht genommenen verschiedenen Schlittenreisen zur Erforschung der mag- 
netischen Verhältnisse des Küstengebiets und des Inneren erst im November an- 
getreten werden, Von diesen waren der von Leutnant Bage geführte Vorstoß 
nach dem Süden, an dem E. N. Webb als Beobachter teilnahm, und die von 
C. T. Madigan geleitete Reise nach dem Osten die wichtigsten. Die erstere, 
die u. a. mit einem Instrument zur Bestimmung der Deklination, Inklination und 
Totalintensität ausgerüstet war, legte, möglichst der jeweiligen Richtung des 
magnetischen Meridians folgend, auf dem Hinwege 484 km zurück und drang bis 
zu :70° 36.7’ S-Br. und 148° 11’ O-Lg v. Gr. vor. Aus den hier an dem südlichsten 
Punkte der ganzen Reise in 1800 m Höhe am 21. Dezember 1912 angestellten 
Beobachtungen sind folgende Werte berechnet worden: . 
D = 50° 30.4’ W)), J=— 89° 43.3’5, T — 0.6692, H = 0.0033. 
Die Rückreise, die anfangs glatt vonstatten ging, gestaltete sich in ihrem 
weiteren Verlaufe wegen anhaltend ungünstiger Witterung äußerst schwierig; 
besonders die letzten 100 km stellten überaus hohe Anforderungen an die Aus- 
dauer der Reisenden, da es nicht gelang, das auf der Ausreise benutzte Lager 
mit dem dort niedergelegten Proviant aufzufinden, so daß der Rest des Weges 
unter Zurücklassung alles irgendwie Entbehrlichen, so auch des benutzten In- 
strumentes, bei heftigem Schneesturm in Gewaltmärschen zurückgelegt werden 
mußte, 
Im ganzen sind während dieser Reise an sieben Stationen vollständige 
Beobachtungssätze gewonnen worden, während rohere Deklinations- und In- 
klinationsbestimmungen noch in fast jedem Ruhelager erfolgten. Außerdem 
wurde .nach Zurücklegung von 281 km auf 69° 12.,8’S und 144° 5Y O-Lg. v. Gr. 
am 8. und 9. Dezember die Deklination 25 Stunden lang fortlaufend beobachtet, 
wobei sich zwischen dem Maximum und dem Minimum ein Unterschied von 11° 
ergab. Bemerkenswert ist das Vorhandensein beträchtlicher Störungen, die 
besonders auf der Strecke zwischen den Punkten 68° 20’ S-Br., 143° 45' O-Lg. und 
69° 34’ S-Br., 145° 19' O-Lg. festgestellt wurden, wo nicht nur die Deklination 
ganz unregelmäßige Werte zeigte, sondern auch die Inklination trotz ständiger 
Annäherung an die Gegend des magnetischen Südpols stellenweise ab- statt 
zunahm. 
Auf der längs der Küste nach Osten unternommenen Schlittenreise, die 
sich bis über den 150. Längengrad hinaus erstreckte, gelang es C. T. Madigan, 
in der Zeit vom 21. November 1912 bis zum 6. Januar 1913 an 13 verschiedenen 
Punkten 11 Deklinations- und 8 Inklinationsbestimmungen auszuführen, deren 
Ergebnisse in der nachstehenden Tabelle kurz zusammengestellt sind?). . 
- 23) Webb gibt in seinem kurzen vorläufigen Bericht D = 70° 49’ W an; der obige Wert ist 
bei der nachträglichen Bearbeitung des Materials ermittelt worden, 
2) Siehe »Researches — —« S. 63 und 64.
	        
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