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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1916.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
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Erneute Regenfälle am 14. und 15. führte aber alsbald ein neuer Ausläufer des
ozeanischen Tiefdruckgebiets herbei, der am 14. über der Nordsee heranzog, sich
bis zum 15. über ganz Deutschland ausdehnte und unter Entwicklung eines ziem-
lich tiefen Teilminimums bis zum 17. nach Finnland fortschritt, In seinem Rücken
breitete sich bis zum Morgen des 17, ein ostwärts vordringendes Hochdruck-
gebiet, begleitet von teilweise stürmischem Auffrischen der Winde an der Ost-
see, über ganz Continentaleuropa und in einem Ausläufer über die Nordsee bis
nach dem Nordmeer aus, Es folgte jetzt die größte Trockenzeit des Monats an
der ganzen Küste vom 16, bis 20; bei vielfach heiterem Himmel war das Wetter
dabei im ganzen kühl, da die Winde Luft aus nördlichen Breiten herbeiführten.
Nachdem vom 21. bis 283. wieder Regenfälle an Teilen der Küste unter
dem Einfluß eines in östlicher Richtung über Skandinavien fortschreitenden
Tiefdruckgebiets und eines am 22. und 23. Nordwestdeutschland nordostwärts
durchziehenden Tiefausläufers eingetreten waren, führte ein am 24. wieder vom
hohen Norden vorübergehend nach Norddeutschland reichendes Hochdruckgebiet
an diesem Tage zum letzten Mal im Monat überall trockenes Wetter herbei.
Vom 25, bis 30. hatte die Nordsee täglich und meist auch ‘ein Teil der Ostsee-
küste, und am letzten Tage noch die westliche Ostsee, Regenfälle. Diese Tage
vom 25, bis 31. Mai zeigten ein Hochdruckgebiet über Nordosteuropa und ein
anderes über der Biscayasee, dieses meist über Frankreich und wohl teilweise bis
Großbritannien ausgebreitet, und zwischen beiden, in wechselndem Umfang, von
der Nordsee südostwärts ausgedehnt eine Fortsetzung des über dem Ozean
lagernden Tiefdruckgebiets, die meist ganz Deutschland umfaßte und im einzelnen
mehrfache Wandlungen, besonders die Entwicklung von Teilminima, aufwies. Die
Winde waren in dieser Zeit meist schwach und wehten an der Nordsee aus sehr
veränderlichen Richtungen, an der Ostsee aber, mit Ausnahme des letzten Tages,
ganz überwiegend aus östlichen Richtungen.
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